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Von Stade in die weite Welt

Eröffnung mit Sport-Botschafter und Ex-Fußballstar Cacao (v. li.), Künstler Rudi Fischer und Museumsdirektor Dr. Sebastian Möllers (Foto: Rudi Fischer)

Kunstaktion „Container Art Care“ startet Ausstellungstour am Schwedenspeicher

tp. Stade. Moderne Kunst in Stade: Die Aktion „Container Art Care“, bei der Botschaften für mehr globale Gerechtigkeit von der Schwinge in die Welt getragen werden, startete am Donnerstag im Schwedenspeicher. Bis Samstag 27. Mai, ist der erste Container des fünfteiligen Ausstellungsprojektes des Bremer Aktionskünstlers Rudi Fischer (57) hinter dem Schwedenspeicher zu besichtigen.

Prominenter Gast der Vernissage war der ehemalige Fußballnationalspieler Cacau. Der Sport-Star, der mit 18 Jahren aus seiner Heimat Brasilien, wo er in ärmlichen Verhältnissen aufwuchs, nach Deutschland kam, engagiert sich in der die Flüchtlingsintegration im Fußball.

Integration ist auch ein wichtiges Thema des Künstlers Rudi Fischer, der mit seiner interaktiven Container-Tour „Wertschöpfungskette“ die Menschen zum Nachdenken und eigenverantwortlichem Handeln anregen will. Mit der in Stade beginnenden Reise der fünf Container, die über mehrere Monate nacheinander im Stadtgebiet stationiert werden, soll die Aufmerksamkeit der Besucher auf fünf weltweite Themen gelenkt werden: Umweltschutz, Menschenrechte, globale Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und Freiheit. Entsprechend hat der hauptberufliche Versicherungsmanager die 20-Fuß-Container als interaktive Ausstellungsräume gestaltet. Teilnehmer können - auch mithilfe ihres Smartphones - Beiträge in Schrift und Bild leisten.

Der erste Container beschäftigt sich mit den genannten übergreifenden Themen des Projekts, der zweite lässt den Besucher über seine Werte und seinen eigenen Beitrag nachdenken, der dritte behandelt philosophische Fragen des Seins, während der vierte die Gebote der Weltreligionen darstellt. Der fünfte Container präsentiert die Ausstellungsergebnisse.

Ausgangspunkt aller Überlegungen der Kunstaktion ist der weltweit genormte Schiffs-, Zug- und Lkw-Container, der laut Rudi Fischer den Welthandel revolutioniert habe und als Sinnbild für die Vorteile der globalen Wertschöpfung, aber auch für die Probleme der Globalisierung stehe. „Die politischen, gesellschaftlichen und ökologischen Probleme verschärfen sich weltweit“, so Rudi Fischer. „Wir müssen über unser Handeln nachdenken. Jeder Mensch kann etwas zu einer besseren Welt beitragen. Dabei müssen wir bei uns selbst anfangen.“

• Der Container ist zu den Öffnungszeiten des Museums Schwedenspeicher, Dienstag bis Freitag, 10 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag, 10 bis 18 Uhr geöffnet. Tickets für 5 Euro gibt es im Schwedenspeicher.

• Aus Mitteln einer besonderen Gemeinschaftsfinanzierung sollen Hilfscontainer, wie Klinik- oder Bildungscontainer, in Krisengebieten bereitgestellt werden.