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Klappt es mit der Inklusion?

Die Inklusion ist ein umstrittenes Thema (Foto: Fotolia © Gerhard Seybert)
jd. Landkreis. Kreiselternrat informiert sich über bisherige Erfahrungen der Schulen im Landkreis. Vor den Sommerferien kommt der Kreiselternrat noch einmal zu einer öffentlichen Sitzung zusammen: Das oberste Gremien der Elternvertreter im Kreis Stade tagt am Montag, 28. Juli, um 19.30 Uhr in der Integrierten Gesamtschule (IGS) Buxtehude. Hauptthema ist die Umsetzung der Inklusion an den Schulen des Landkreises. Inklusion bedeutet in Bezug auf die Schulen, dass Kinder mit Behinderungen bzw. erheblichen Lernschwierigkeiten gemeinsam mit nicht-behinderten Kindern an Regelschulen unterrichtet werden.

Die Mitglieder des Kreiselternrates wollen sich ein Bild davon machen, wie sich das von der rot-grünen Landesregierung beschlossene Aus für die Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen vor Ort auswirkt. Die Eltern-Funktionäre interessiert vor allem, inwieweit die Regelschulen im Landkreis personell sowie räumlich auf die Erfordernisse eingestellt sind, die sich aus der Einführung der Inklusion ergeben. Auf der Sitzung soll über die Erfahrungen berichtet werden, die die betroffenen Schulen gemacht haben. Als Vertreter des Landkreises wird der Erste Kreisrat und Schuldezernent Dr. Eckart Lantz dabei sein.

• Die Inklusion ist ein Reizthema: Gegen Überlegungen von Rot-Grün, sämtliche Förderschulen abzuschaffen, laufen unter anderem der Philologenverband und die oppositionelle CDU Sturm. Auf Antrag der Union befasste sich der Landtag am gestrigen Freitag mit dem Thema. Auch viele Eltern behinderter Schüler protestieren: Sie sind der Ansicht, dass ihre Kinder auf einer speziellen Förderschule besser aufgehoben sind als an einer normalen Schule.
Außerdem wird kritisiert, dass nicht genügend speziell ausgebildete Lehrer zur Verfügung stehen, um (lern-)behinderten Kindern das erforderliche Maß an Betreuung zukommen zu lassen. Offenbar mangelt es an Fachkräften, um mehr zu erreichen: Laut Kultusministerium können 200 Stellen nicht besetzt werden, da qualifizierte Bewerber fehlen.