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Jetzt auch größere "Pötte" in Stade

Am Stader Seehafen dürfen jetzt Schiffe bis 200 Meter Länge anlegen (Foto: Buss Port Logistics)

Seehafen Stade für Schiffe bis 200 Meter Länge freigegeben

sb. Stade. Im Stader Seehafen können jetzt auch größere "Pötte" anlegen: Der Nordhafen darf ab sofort auch von Schiffen bis 200 Metern Länge und 32 Metern Breite angefahren werden. Die niedersächsische Hafenbehörde und das Wasser- und Schifffahrtsamt haben dafür eine neue Betriebsordnung in Kraft gesetzt. Bisher betrugen die maximalen Größen 180 mal 27 Meter.

„Mit der Ausweitung der Genehmigung wird der Seehafen Stade leistungsfähiger", sagt Holger Banik, Geschäftsführer von Niedersachsen Ports (NPorts). Die Gesellschaft mit Sitz in Oldenburg ist u.a. Eigentümerin und Betreiberin des Stader Hafens. "Damit haben wir die Möglichkeit geschaffen, dass auch moderne RoRo-Schiffe unsere Verladerampe nutzen können."

RoRo steht für "Roll On Roll Off" und beschreibt die Verladetechnik. Die Schiffe sind so gebaut, dass sie an einer Rampe andocken können. So können Verladefahrzeuge direkt auf das Schiff fahren und dieses Be- und Entladen. "Heutzutage sind nahezu alle modernen RoRo-Schiffe, die in Nordeuropa fahren, zwischen 190 und 200 Meter lang", erklärt Projektmanager Jens Wrede. "Dank der neuen Betriebsordnung können diese jetzt auch am Stader Seehafen anlegen und abgefertigt werden."

Der Genehmigung war eine umfangreiche Überprüfung der nautischen Bedingungen vorausgegangen. Ortskundige Lotsen und Schlepperkapitäne führten dabei diverse Versuche im Simulator des Maritimen Trainingscenter Hamburg (MTC) durch. Bei unterschiedlichen Wind- und Wasserstandsbedingungen wurden insgesamt 44 An- und Ablegemanöver gefahren. Dabei kamen zwei Bemessungsschiffe mit unterschiedlicher Motorisierung und Manövriereigenschaften zum Einsatz.

„Mit der Möglichkeit, größere Schiffe in Stade abzufertigen, wird der Seehafen Stade attraktiver für neue Unternehmen, die sich dort aufgrund der logistischen Verbindungen ansiedeln wollen“, sagt Dr. Jürgen Glaser, Prokurist des Projektträgers Süderelbe AG. So sieht es auch Stades Bürgermeisterin Silvia Nieber. Der Seehafen Stade sei bedeutend für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region. Mit der nun erteilten Genehmigung für größere Schiffe werde Stade eine zusätzliche Möglichkeit für Verlader, Reeder und Logistiker bei der Bewältigung des steigenden Frachtaufkommens im Unterelberaum gegeben. Auch Heinrich Ahlers, Vorsitzender der Geschäftsführung von Buss Port Logistics, die am Stader Seehafen einen Terminal betreibt, äußert sich positiv. „Die neuen Maximalschiffsgrößen schaffen die Voraussetzung für weiteres Umschlagpotenzial."