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Müll-Drehscheibe stoppt Ende Mai

Mit Baggern werden die zu Ballen gepressten Hausmüll-Pakete aus Irland vom Schiff an Land gehievt

Kein weiterer Umschlag von Ersatzbrennstoffen am Stader Seehafen-Terminal geplant

tp. Stade. Für die einen ist es Beschaffung von Ersatzbrennstoffen, für die anderen ökologisch fragwürdiger internationaler "Abfalltourismus": Der Verladung britischen Hausmülls von Schiffen auf Lastwagen am Stader Seehafen-Terminal, von wo die Fracht seit August in die Vattenfall-Müllverbrennungsanlage in Hamburg kutschiert wird (das WOCHENBLATT berichtete). Doch Ende Mai 2015 soll die "Müll-Drehscheibe" stoppen: "Wir planen keine weitere Anlieferung ab Stade", sagt Vattenfall-Sprecherin Karen Kristina Hillmer.

Derzeit läuft der Umschlag der zu Rundballen gepressten Hausmüllpakete auf Hochtouren. Bislang wurden nach Informationen des Terminal-Betreibers, Hafenlogistiker Buss aus Hamburg, von den behördlich genehmigten 50.000 Tonnen Ersatzbrennstoff aus aufbereitetem Abfall rund 19.000 Tonnen von Stade zur Verbrennungsanlage an der Borsingstraße in Hamburg transportiert. Bis Mai wird das Kontingent erfüllt sein.

Die Mengen sind laut Buss-Sprecherin Karin Lengenfelder konstant geblieben. Für die tägliche Abfuhr von ca. 250 bis 300 Tonnen seien weiterhin vier bis fünf Lastwagen im Rundlauf unterwegs.

Das Terminal habe sich in diesem Jahr übrigens "sehr gut entwickelt", so Lengenfelder. "Wir haben aber noch Kapazitäten für weitere Projekte und derzeit ca. 15.000 Quadratmeter vakante Lagerflächen auf dem Terminal." Außer den Ersatzbrennstoffen werden in Stade Filterkohle, Windkraftanlagenteile und Projektladungen umgeschlagen. "Weitere Projekte", so Lengenfelder, "sind gerade in Akquisition."

• Übrigens: Die aus einem Gerüst und Plane bestehende Halle auf dem Buss-Gelände hat nichts mit dem Müll-Umschlag zu tun. Sie diente der Bearbeitung von Bauteilen Glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) für eine Düngemittelfabrik und befindet sich in der Demontage.