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Urlauber-Boom nach WM-Loch

Machen Fahrradurlaub in Stade: Helga und Walter Zimmermann aus dem Raum Aachen
 
Der Damen-Kegelclub aus Münster bei der Altstadtbesichtigung mit Gästeführerin Edith Bruns (2. v. li.) in Altländer Tracht

Vorläufige Top-Bilanz in Stade / Tourismus-Chef Egon Ahrens: "Der beste Sommer seit Langem"

tp. Stade. Sie kommen zuhauf mit dem Bus, Wohnmobil, der Yacht oder dem Fahrrad: Urlauber in der Touristenstadt Stade. In diesem Jahr sind es besonders viele Reisende, die sich vom maritimen Hafen, der Altstadtkulisse sowie der Nähe zum Alten Land und zu Hamburg locken lassen: "Es wird wohl der beste Sommer seit langem", sagt der Chef der Stade Tourismus GmbH, Egon Ahrens.

Nach vorläufigen Zahlen toppt der Feriensommer 2014 das Vorjahr in fast allen Sparten. Während der Fußball-WM waren die Zahlen im Verhältnis zu den Vorjahren noch rückläufig. "Die Leute hatten wegen des Sport-Events ihren Urlaub verschoben." Egon Ahrens: Wir fielen regelrecht in ein WM-Loch." Inzwischen habe sich das Blatt gewendet.

Von Januar bis Ende Juli 2014 buchten Gruppen mit durchschnittlich zwei Dutzend Teilnehmern insgesamt 776 Gästeführungen. Im Vorjahreszeitraum waren es 744 Führungen. Zur wachsenden Fangemeinde der geführten Stadttouren zählt auch ein Damen-Kegelclub aus Münster in Westfalen. Die Frauen ließen sich am vergangenen Freitag die Sehenswürdigkeiten der Altstadt wie Rathaus und Fischmarkt von Gästeführerin Edith Bruns zeigen. Typisch für Stade-Touristen: Die Damen hatten eine Pauschal-Kurzreise mit zwei Hotelübernachtungen und Radtour ins Alte Land gebucht.

Bei Fleetkahnfahrten, die häufig in Verbindung mit Gruppenpauschalen nachgefragt werden, stieg die Zahl von 324 auf 342. Pro Fleetkahnfahrt auf dem Burggraben werden bis zu 25 Passagiere befördert.

Steigender Beliebtheit erfreut sich auch das Ausflugsschiff "Tiedenkieker" für bis zu 50 Fahrgäste. Die Zahl der Fahrten auf Schwinge und Elbe stieg von 63 im Jahr 2013 (Januar bis Juli) auf 70 in diesem Jahr.

Im Winter wie im Sommer kommen Wohnmobil-Touristen, die ihre rollenden Heime gerne auf dem citynahen Stadeum-Parkplatz abstellen. "Hier sind die Zahlen unverändert gut", sagt Tourismus-Experte Egon Ahrens. Die Stade Tourismus-GmbH zählte in diesem wie im vergangenen Jahr bis Ende Juli 7.000 "Fahrzeug-Übernachtungen". "Die Zahl lässt sich getrost verdoppeln", so Egon Ahrens, denn nahezu jedes Reisemobil sei mit zwei Personen besetzt, meistens mit Ehepaaren der Generation "50 plus".

Dieser Altersgruppe gehören auch Jochen Graf (54) und seine Frau Marlene (53) aus der Eifel-Stadt Monschau in Nordrhein-Westfalen an. Die beide kamen in der vergangenen Woche - im zweiten Jahr in Folge - über Rad-Fernrouten nach Stade. Sie radelten über den Weserradweg ab Hannoversch Münden nach Cuxhaven und von dort über den Elbe-Radweg nach Stade. In der Altstadt entspannten sie in einem Außenlokal am historischen Hafen. Ihre weiteren Ziele waren das Alte Land und Hamburg.

Mit dem Rad unterwegs waren auch Helga (51) und Walter Zimmermann (57) aus Aachen. "Wir wollen alles sehen", sagten die Eheleute, die im Alten Land in einem Hotel übernachteten. Am Dienstag erkundeten sie die Stader Altstadt mit den historischen Kirchen St. Cosmae und St. Wilhadi. Auch ein sportlicher Abstecher nach Hamburg stand auf ihrem einwöchigen Reiseprogramm.

Auch für junge Leute hat die Urlaubsstadt Stade etwas zu bieten: Der Renner sind die neuen sportlichen Surfbrett-Paddeltouren im Stehen, das "Stand up Paddling." Egon Ahrens: "Das Angebot schlägt ein wie eine Bombe."

• Übrigens: Nordrhein-Westfalen ist laut Egon Ahrens das Haupt-Herkunftsgebiet der Stade-Touristen. Außerhalb Deutschlands sind Holland und Skandinavien die Haupt-Quellregionen der Urlauberströme nach Stade.