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Verbal-Attacke auf Planer - Anwohner der Luhestraße in Winsen kritisieren Aussagen zum Bauvorhaben

Ärgern sich über die Aussagen Schudys (v. li.): Heinz-Dieter Müller, Hella und Bruno Boltz, Sabine Rudolph, Ingrid Müller und Georg Gräven (Foto: thl)
thl. Winsen. "Es ist doch gar nicht so schwer, mal einen Fehler einzugestehen. Haben wir alle doch schon gemacht, es überlebt und daraus gelernt." So beginnt ein offener Brief an Winsens Stadtplaner Alfred Schudy, für den Hella und Bruno Boltz, Ingrid und Dieter Müller sowie Sabine Rudolph und Georg Gräven verantwortlich zeichnen. Die Anwohner der Luhestraße üben darin Kritik an Schudys Aussage bezüglich des Bauvorhabens Deichstraße/Ecke Luhestraße (das WOCHENBLATT berichtete).
"In Ihrer Stellungnahme 'es habe selbstverständlich eine Nachbarbeteiligung vor Erteilung der Baugenehmigung gegeben' haben Sie vergessen zu erwähnen, dass wir auf die Bauaufsicht zugegangen sind. Vorher gab es keine Informationen von Ihrer Seite", heißt es in dem Brief weiter.
Besonders sauer aufgestoßen ist dem Sextett Schudys Aussage, sie seien keine betroffenen Nachbarn sondern "nur" Anwohner der Innenstadt, die sich betroffen fühlen. "Also hören wir den zu erwartenden Lärm durch die Parkplätze im Innenhof nicht. Und weniger Sonne durch die Verschattung des Neubaus soll ja auch sehr gesund sein", schreiben die Anwohner und fragen sarkastisch: "Dürfen wir trotzdem kritisieren, wenn wir uns betroffen fühlen oder ist nur Applaus erwünscht?"
Und fügen eine weitere spitz formulierte Kritik hinzu: "Vielleicht wird sich das neue Gebäude mal sehr gut in das Stadtbild einpassen. Aber erst, wenn auch noch die anderen kleinen angrenzenden Häuser in der Deich- und Luhestraße verschwunden sind."