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Stadtfest Winsen: Entscheidung über Ausrichter wurde vertagt

thl. Winsen. Zuerst die gute Nachricht: Auch 2015 soll es in Winsen ein Stadtfest geben. "Das Event ist eine Marke für die Luhestadt und soll als solche nicht verloren gehen", sagt Bürgermeister André Wiese (CDU). Auch gut: Es spricht viel dafür, dass Wolfgang Sabrowsky mit seiner Firma "EPA Events Promotion" das Fest wieder ausrichten wird. Die schlechte Nachricht: Eine endgültige Entscheidung darüber fällt aber - anders als bisher immer angekündigt - erst nach der Sommerpause. Und: Es wird eine neue Ausschreibung geben, allerdings mit einer sehr kurzen Bewerbungsfrist.
Dieses Vorgehen wird damit begründet, dass Sabrowsky in der Sitzung des Verwaltungsausschusses einige Forderungen gestellt hat, die Stadt und Politik nicht erfüllen wollen und/oder können. "Abgelehnt wurden vor allem die Verlegung des Festes in den Juli, die Ausweitung auf die Marktstraße und das Abschließen eines Fünf-Jahres-Vertrages", so Wiese. Man könne sich allerdings auf einen Drei-Jahres-Vertrag einigen.
Ein weiterer Knackpunkt: Sabrowsky will, um das Fest nach eigenen Angaben wirtschaftlich durchführen zu können, von der Stadt eine finanzielle Beteiligung haben. Und genau da tun sich Stadt und Politik schwer. Denkbar wäre allerdings die Bezuschussung, die an Auflagen geknüpft ist, z.B. die Einbeziehung der Bürger in das Fest. Eine Regelung nach Vorbild der Stadt Buchholz, die ihr Stadtfest klar in einen Vereins- und einen kommerziellen Teil abgegrenzt hat, wurde aber nicht festgelegt. In Buchholz trägt die Kosten für den kommerziellen Part der Veranstalter. Im Vereinsbereich werden z.B. die Bühnen und Bands von der Stadt bezahlt.

Kommentar:
Das Stadtfest lässt sich ohne Zuschüsse nicht durchführen. Wolfgang Sabrowsky ist nicht der erste Veranstalter, der diese Aussage trifft. Um so besser ist es, wenn Politik und Verwaltung sich jetzt dazuringen und tatsächlich einen finanziellen Teil übernehmen. Zwar ist das Stadtfest größtenteils eine kommerzielle Veranstaltung, doch für den Vereinspart sollte Geld über sein. Denn dieses Aushängeschild sollte der Stadt deutlich mehr Wert sein, als z.B. die Aktion "Niedersachsen spielt", die keine Nachhaltigkeit erzielt hat, in der aber 20.000 Euro verbrannt wurden.