Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Völlig unverhältnismäßig" - Gruppe Grüne/Linke will Sperrung der K78 während der Porsche European Open verhindern

Die Porsche European Open sind ein weltbekanntes Golfturnier, das Tausende Besucher nach Winsen lockt (Foto: Porsche)
thl. Winsen. Dieser Antrag birgt Zündstoff: Die Gruppe Grüne/Linke will die Vollsperrung der Kreisstraße 78 zwischen Luhdorf und Radbruch anlässlich des Golfturniers "Porsche European Open" verhindern. Das internationale Turnier, das weltweit im TV übertragen wird, findet vom 25. bis 29. Juli auf der Green Eagle-Anlage statt.
Im vergangenen Jahr hatte die Stadt eine dreitägige Vollsperrung der K78 angeordnet. Das soll in diesem Jahr nicht mehr so sein. "Die Stadt soll stattdessen, sofern es aufgrund der Erfahrungen des Vorjahres nötig ist, verhältnismäßige Maßnahmen zur Verkehrssicherung prüfen", heißt es in dem Antrag.
"Bei der Sperrung einer Kreisstraße aus dem hier bezeichneten Anlass sind öffentliche und private Interessen gegeneinander abzuwägen", so Gruppensprecher Bernd Meyer. Die K78 sei eine öffentliche Straße mit überörtlicher Funktion und würde eine wichtige Verkehrsverbindung insbesondere für den Berufs- und Pendlerverkehr darstellen. "Demgegenüber handelt es bei dem Golfturnier, so wie es 2017 durchgeführt wurde, um eine überwiegend privatwirtschaftliche Veranstaltung", so Meyer. "2017 wurden der gesamte Golfplatz und ein östlich angrenzendes Waldgelände für den öffentlichen Zugang gesperrt. Die gesamte Durchführung des Turniers (Absperrungen, Eintrittspreise, Werbung etc.) vermittelte den Charakter einer eher exklusiven Veranstaltung, die sich nicht an breite Schichten der Bevölkerung richtete. Es ist bisher nicht bekannt, dass sich dieser exklusive und privatwirtschaftliche Charakter für die bevor stehende Veranstaltung in diesem Jahr wesentlich verändert."
Eine mehrtägige Sperrung der Kreisstraße für ein überwiegend privatwirtschaftliches Golfturnier sei daher eine übermäßige und unverhältnismäßige Maßnahme, die aufgrund der Erfahrungen bei der Sperrung 2017 auch aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht gerechtfertigt sei.