"Junge Leute" haben jetzt das Kommando in Beckdorf

Die "Neuen" an der Spitze: Renke Möker (li.) und Sven Spierling  Foto: jd
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jd. Beckdorf. In Beckdorf haben nach der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr nun die "jungen Leute" das Kommando: Der Wachwechsel bei der Feuerwehr-Führung ist nämlich gleichzeitig ein Generationswechsel. Als Mittdreißigern stehen dem neuen Ortsbrandmeister Renke Möker und seinem ebenfalls neu ins Amt gewählten Stellvertreter Sven Spierling noch mehr als zwei - hoffentlich nicht allzu einsatzreiche - Dienst-Jahrzehnte bevor. Das frischgebackene Führungs-Duo will die Geschicke der Ortswehr sozusagen in familiärer Eintracht lenken: Möker und Spierling sind miteinander verschwägert.
"Unsere Frauen sind Schwestern", berichten die zwei. Die Liebe war auch der Grund dafür, dass es die beiden nach Beckdorf gezogen hat. Vorher waren sie nicht bei der Feuerwehr aktiv. "Ich bin von Freunden vor zehn Jahren auf einer hölzernen Hochzeit angeworben worden", berichtet der neue Ortsbrandmeister: "Meine Betrittserklärung habe ich auf einen Bierdeckel geschrieben." Ein paar Jahre später habe er dann seinen Schwager auf ähnliche Weise für die Feuerwehr gewonnen.
Möker ist bestens auf sein neues Amt vorbereitet: Der 36-jährige Chemie-Industriemeister war bereits fünf Jahre lang Stellvertreter des bisherigen Ortsbrandmeisters Heiko Oltersdorf. "Ich habe alle erforderlichen Lehrgänge absolviert, um jetzt diese leitende Position bekleiden zu dürfen." Nicht ganz so weit ist Spierling: Im April nimmt er am Truppführer-Kurs teil, später stehen noch die beiden Gruppenführer-Lehrgänge an. "Ich werde daher erst mal nur kommissarisch zum stellvertretenden Ortsbrandmeister ernannt", berichtet der Mitarbeiter in der Immobilienwirtschaft. Die Ernennung durch den Samtgemeinderat dürfte nach der Wahl auf der Generalversammlung allerdings nur reine Formsache sein.
Neue Feuerwehr-Führung, neues Domizil: "Wir sind in der komfortablen Situation, eine Ortswehr zu leiten, die über ein neu erbautes, hochmodernes Gerätehaus verfügt." Die Beckdorfer Wehr habe es vor allem dem Engagement von Heiko Oltersdorf zu verdanken, dass sie jetzt so gut dastehe, meint Möker: "Was er hier geleistet hat, ist echt toll." Der neue Ortsbrandmeister weiß aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, mit den beengten Verhältnissen im alten Gerätehaus zurechtzukommen: "Als Kleiderkammerwart habe ich Teile der Einsatzkleidung jahrelang bei mir im Keller gelagert."
Möker und Spierling sind froh, dass diese Zeiten vorbei sind: "Es gehört auch zur Wertschätzung unseres Ehrenamtes, dass uns vernünftige Räumlichkeiten und eine angemessene Ausrüstung zur Verfügung stehen." Dazu gehören übrigens auch ein spezieller Wassersauger und eine Hochleistungs-Pumpe: "Wir sind schwerpunktmäßig für alles zuständig, was mit Wasser und Überschwemmungen zu tun hat", erläutert Möker. Er hofft nun, dass die Beckdorfer Feuerwehrleute auch künftig nicht von der Verwaltung und der Politik im Regen stehen gelassen werden.

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