Feuerwehrgerätehäuser in Apensen werden teurer als geplant

Olaf Jonas empfiehlt, bei der Größenplanung der Feuerwehrgerätehäuser nicht unter der Empfehlung der Feuerunfallkasse zu bleiben
  • Olaf Jonas empfiehlt, bei der Größenplanung der Feuerwehrgerätehäuser nicht unter der Empfehlung der Feuerunfallkasse zu bleiben
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Der Bau der drei Feuerwehrgerätehäuser in Apensen, Sauensiek und Beckdorf wird durch erweiterte Umkleideräume teurer als bisher geplant. Außerdem soll der Schulungsraum für das Apensener Haus vergrößert werden: Das wurde bei der Sitzung des Feuerwehrausschusses der Samtgemeinde beschlossen, bei der der Architekt Bernd Grambow seine überarbeiteten Pläne vorstellte.
Die Feuerwehrunfallkasse (FUK) hatte am ursprünglichen Plan für das Haus in Apensen bemängelt, dass die Abstände zwischen den Spinden zu gering seien. Die Verbreiterung der Abstände von 1,80 auf 2,50 Meter führt zu einer Verschiebung der Räume und zu einer Erweiterung des Gebäudes um 21 Quadratmeter. Die Mehrkosten gab Bernd Grambow mit 21.000 Euro an. Damit steigt der Preis von bisher 1.022.800 Euro auf 1.043.800 Euro. (Zur Erinnerung: Die Firma Bautec, die von der CDU, der Freien Wählergemeinschaft und der Apensener Feuerwehr als Feuerwehr favorisiert wurde, hatte 1.144.185 Euro für den Bau des Apenser Gerätehauses angegeben).
Auch in Sauensiek soll die Umkleide entsprechend der Vorgaben vergrößert werden. Der vom Architekten berechnete zusätzliche Raum kostet 7.400 Euro (damit steigt die bisherige Gesamtsumme von 1.089.000 Euro auf 1.096.400 Euro)
In Beckdorf liegen die Mehrkosten für fünf weitere notwendige Quadratmeter Nutzfläche bei 5.300 Euro. Damit liegen die Gesamtkosten jetzt bei 838.700 Euro.
Zu Unstimmigkeiten im Feuerwehrausschuss führte die geplante Größe der Schulungsräume in den drei Gerätehäusern. Bei einer Mitgliederanzahl von zur Zeit 68 Feuerwehrleuten ist der Raum in Apensen mit rund 93 Quadratmetern jetzt schon zu klein. Denn die Feuerwehrunfallkasse gibt laut dem feuerwehrtechnischen Verwaltungsangestellten Olaf Jonas, 1,5 Quadratmeter pro Feuerwehrmitglied vor - danach ist eine Raumgröße von 102 Quadratmetern erforderlich. Jonas rät, bei der Planung nicht unter den Forderungen der FUK zu bleiben: "Die zahlen schließlich im Schadensfall."
Der Architekt begründet die Raumgröße damit, dass die Beteiligung an einer Schule im Durchschnitt ohnehin nur bei 75 Prozent liege. Anders sieht das allerdings für die Planung des Schulungsraumes in Beckdorf aus: Dort hat Grambow für 30 Feuerwehrmitglieder einen 58 Quadratmeter großen Schulungsraum geplant. Notwendig wären nur 45 Quadratmeter, bei einer Schulungsteilnahme von 100 Prozent. "Hier wird mit zweierlei Maß gemessen", kritisiert Bauamtsleiterin Sabine Benden.
Mit vier Stimmen zu einer Gegenstimme von Oliver Pade (SPD) nahmen die Ausschussmitglieder den Vorschlag von Olaf Jonas an, dem Samtgemeinderat zu empfehlen, die Außenwand des Apensener Gerätehauses bis zu den Stellplätzen zu verschieben und die Nutzfläche somit um rund 30 Quadratmeter zu vergrößern.

Autor:

Nicola Dultz-Klüver aus Buxtehude

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