Lebensrettende Maßnahme
Bei den Mobilen Rettern kooperieren Landkreis und Polizei

Mobile Retter der Polizei werden bei der Schulung vorbereitet | Foto: Landkreis Harburg
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht

Feuerwehrübung in Tostedt
Keine Sorge, wenn etliche Feuerwehrfahrzeuge durch die Gemeinde fahren

Nicht wundern und besorgt sein, wenn am Samstag, 26. September 2026, im Bereich Tostedts viele Feuerwehrfahreuge zu sehen sind, Dabei handelt es sich um eine größere Feuerwehrübung, an der die Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB) Süd des Heidekreises beteiligt ist. Zwischen 10 und etwa 15 Uhr werden vom Schützenplatz in Tostedt aus zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge auf den Straßen im Bereich Tostedt unterwegs sein und von dort den Übungsort anfahren. Die Kreisfeuerwehrbereitschaft bittet...

Blaulicht
Die Polizei griff bei den Streitereien der Jugendlichen ein | Foto: André Welle
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Stadtfest Buchholz
Polizeieinsatz - Vandalismus und Gruppenschlägerei

Mit Ausnahme einer größeren Schlägerei, die sich aber erst nach dem späten Stadtfestende zu Samstag zwischen zwei streitenden Personengruppen ereignet hatte und keine Unbeteiligten traf, verlief das alle Tage sehr gut besuchte Stadtfest aus polizeilicher Bewertung insgesamt friedlich. Dennoch kam es zu einigen Einzelfällen körperlicher Auseinandersetzungen oder Sachbeschädigungen: In der Nacht von Samstag auf Freitag wurden einige Stände und umliegende Geschäfte an den Fenstern beschädigt. Am...

Blaulicht

Neu Wulmstorf
Stretch-Limousine ohne Versicherungsschutz - auch lange Anzeigenliste

Eine Kontrolle einer Stretch-Limousine auf dem Autohof Rade an der BAB1 endet am späten Samstagnachmittag (19. September) mit diversen Strafanzeigen. Der Versicherungsschutz des fast neun Meter langen Fahrzeugs ist erloschen und das Fahrzeug seit Anfang des Monats außer Betrieb gesetzt. Gegen den Fahrzeugführer sowie den Halter der Stretch-Limousine werden Strafverfahren u.a. wegen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und Kennzeichenmissbrauchs eingeleitet. Die Weiterfahrt mit der...

Blaulicht

Buchholz
Einbruch in ein Einfamilienhaus

Während der Abwesenheit der Hauseigentümer begaben sich in der Buchholzer Märchenstraße im Zeitraum von Freitagmorgen bis Samstagvormittag, 18./19. September bislang unbekannte Täter auf die Rückseite eines Grundstückes. Hier drangen sie durch Gewalteinwirkung auf die Terrassentür in das Einfamilienhaus ein. Die Räume des Hauses wurden betreten und durchsucht, anschließend flohen die Täter in unbekannte Richtung. Wer Hinweise zum Sachverhalt geben kann, wendet sich bitte an die...

Blaulicht

Bei Herz-Stillstand entscheiden die ersten Minuten
Lebensretter in Gräpel: Neue AED-Gruppe der Feuerwehr ist einsatzbereit

Wenn das Herz plötzlich stillsteht, zählt jede Minute. In Gräpel gibt es deshalb jetzt zusätzliche Hilfe: Seit Kurzem ist die neue AED-Gruppe der Ortsfeuerwehr offiziell einsatzbereit. Speziell geschulte Feuerwehrleute können bei medizinischen Notfällen mit der Wiederbelebung beginnen und einen Defibrillator einsetzen, noch bevor der Rettungsdienst eintrifft. Eine Besonderheit: Die Gräpeler Einheit ist bereits die 50. Feuerwehr-AED-Gruppe im Landkreis Stade. Mehr als ein Jahr Arbeit steckt in...

Blaulicht

Buchholz
Alkoholisiert: Erst gestürzt, dann mit Pkw losgefahren

Durch andere Verkehrsteilnehmer wurde am Freitagmittag, 18. September, ein Fahrzeugführer gemeldet, der zuvor auf einem Parkplatz gestürzt und dann mit einem PKW weggefahren sei. An einer Haltelinie treffen die eingesetzten Polizeibeamten auf den Fahrzeugführer und können eine Alkoholisierung und weitere, körperliche Einschränkungen als Ursache für den Sturz feststellen. Ein Atemalkoholtest ergibt einen Wert von 2,45 Promille. Es wird ein Strafverfahren eingeleitet, eine Blutprobe entnommen und...

Blaulicht

Welle
Nach tödlichem Unfall auf der B3 - Anwohner fordern mehr Sicherheit

Der tödliche Verkehrsunfall am 18. September 2026 an der B3 in Höhe der Straße Am Kamp in Welle hat nicht nur bei den Anwohnerinnen und Anwohnern für große Bestürzung gesorgt. Rund 65 von ihnen versammelten sich jetzt, um gemeinsam ihres verstorbenen Nachbarn zu gedenken, Geschlossenheit zu zeigen und ihre Forderung nach mehr Verkehrssicherheit zu unterstreichen.  Wie berichtet, war an dem Freitag gegen 15.15 Uhr ein 67-jähriger Mann beim Überqueren der B3 von einem Pkw erfasst worden und noch...

Blaulicht

Tödlicher Verkehrsunfall in Ahlerstedt
Motorradfahrer stirbt nach Zusammenstoß

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Ahlerstedt ist am Montagmittag ein 40 Jahre alter Motorradfahrer ums Leben gekommen. Seine 27-jährige Mitfahrerin wurde schwer verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in ein Hamburger Krankenhaus gebracht. Der Unfall ereignete sich gegen 12.20 Uhr auf der Straße Großer Damm. Nach bisherigen Erkenntnissen war der 40-Jährige aus der Region Hannover mit einer Harley-Davidson aus dem Ortskern von Ahlerstedt in Richtung Ahrensmoor unterwegs. Auf dem Motorrad...

Blaulicht

Welle
Tödlicher Unfall auf der B3 in Welle: Fußgänger von Auto erfasst

Ein Mann wollte in Welle eine Straße überqueren. Dabei wurde er von einem Pkw  von einem Autofahrer erfasst und tödlich verletzt worden. Nach ersten Polizeiangaben wollte der Mann gegen 15.15 Uhr die Bundesstraße 3 in Höhe der Straße "Am Kamp" überqueren. In diesem Bereich führt der Fußgängerweg über die Straße. Auf der Bundesstraße gilt dort Tempo 70. Dashcam zeigt tödlichen Unfall  Beim Überqueren der Straße wurde der Mann von einem Fahrzeug erfasst, der in Richtung Welle fuhr. Der Passant...

Blaulicht

Seevetal
Tesla ohne Strom stehengeblieben, Fahrer unter "Strom" gefahren

Am frühen Morgen des 20. Septembers erhielt die Polizei der Gemeinde Seevetal eine Mitteilung über einen liegengebliebenen Pkw. Bei dem besagten Pkw handelte es sich um einen Tesla, welcher aufgrund mangelnder Stromversorgung an der Hanstedter Straße zum Stehen gekommen war und nicht mehr weiterfahren konnte. Vor Ort stellen die Polizisten ebenfalls den Fahrer des Teslas fest, bei diesem ist ein deutlicher Alkoholgeruch wahrzunehmen. Die männliche Person räumt gegenüber der Polizei den...

Die schnellen Handgriffe entscheiden im Ernstfall über Leben und Tod. Der Landkreis Harburg will noch mehr Mobile Retter gewinnen, um das Netz ehrenamtlicher Ersthelfer enger über alle Städte und Gemeinden zu spannen. Damit diese Hilfe bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes beginnen kann, gibt es im Landkreis die Mobilen Retter. Das Netz der per App benachrichtigten Ersthelferinnen und Ersthelfer wird nun noch dichter. Auch die Polizei beteiligt sich. Die ersten Polizistinnen und Polizisten sind geschult und werden im Notfall auch als Mobile Retter alarmiert. Damit sind alle sogenannten Blaulichtorganisationen im Landkreis Harburg in dem Projekt engagiert.

„Ich freue mich, dass die Polizei unsere Mobilen Retter verstärkt und wir das Hilfenetz noch enger knüpfen können“, sagt Landrat Rainer Rempe. „Die Mobilen Retter sind gerade in unserem Flächenlandkreis eine wertvolle Unterstützung unseres Rettungsdienstes. Wir haben bereits mehrfach in der Praxis gesehen, dass dieser Einsatz Leben retten kann.“

Bereits in der Vergangenheit waren Polizistinnen und Polizisten ehrenamtlich bei den Mobilen Rettern dabei, weil sie auch in der Feuerwehr engagiert sind. Nun können sich alle Polizeiangehörigen schulen und registrieren lassen – und nicht nur in der Freizeit, sondern auch im Dienst aktiv werden. „Ich freue mich sehr, dass meine Kolleginnen und Kollegen dieses tolle Projekt unterstützen und sich nun auch als mobile Retter registrieren lassen“, sagte Polizeioberrat Sebastian Pölking, Leiter Einsatz der Polizeiinspektion Harburg. „Menschen in Not zu helfen ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Gerade im Einsatz- und Streifendienst kommt es ohnehin regelmäßig vor, dass Erste Hilfe geleistet wird.“

Deutschlandweit erleiden jährlich mehr als 60.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Lediglich etwa zehn Prozent überleben, da Reanimationsmaßnahmen oftmals erst nach Eintreffen des Rettungsdiensts und zu spät eingeleitet werden – ohne Sauerstoff kann das Gehirn höchstens drei bis fünf Minuten ohne bleibende Schäden überleben. Um das zu ändern, hat der Landkreis vor gut zwei Jahren das kreisweite „Mobile Retter“-Erstversorgungsnetz realisiert – im engen und vertrauensvollen Schulterschluss mit den Hilfsorganisationen DRK und Johanniter, aber auch den Notärzten, den Freiwilligen Feuerwehren, der Kreisrettungsdienstgesellschaft, der DLRG und dem THW sowie den beiden kreiseigenen Krankenhäusern Buchholz und Winsen.

„Der ist zusammengebrochen und atmet nicht mehr“ – wenn solch ein Notruf in der Rettungsleitstelle eingeht, werden seit Juli 2023 auch Mobile Retter alarmiert, die sich in unmittelbarer Nähe in ihrem Wohnort oder an ihrem Arbeitsplatz befinden. Sie werden über die GPS-Funktion ihrer Mobiltelefone geortet und durch die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle gleichzeitig mit dem Rettungsdienst alarmiert. Wenn der Mobile Retter den Einsatz übernehmen kann, erhält sie oder er die Notfalldaten auf sein Smartphone und wird zum Einsatzort navigiert. Durch die räumliche Nähe können sie oftmals noch vor dem Rettungsdienst eintreffen und lebensrettende Maßnahmen einleiten.

Das zahlt sich aus. 719 Mobile Retter sind bisher ausgebildet. 255 mal waren sie im Einsatz. Sie waren zumeist schon nach etwa viereinhalb Minuten vor Ort und konnten gleich mit der Reanimation beginnen.

Die Interessierten – im Idealfall Personen mit medizinischer Vorbildung, wie Angehörige von Rettungsdiensten oder Feuerwehren, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Krankenhäusern oder Arztpraxen – werden mit einer Ersthelferausbildung und Reanimationstrainings, die regelmäßig aufgefrischt werden müssen, auf den Einsatz vorbereitet.

Als Ansprechpartner für „Mobile Retter“ im Landkreis Harburg steht Florian Fietz, stellvertretender Leiter der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle der Kreisverwaltung, sehr gern zur Verfügung. E-Mail: mobileretter@lkharburg.de. Mehr Informationen zu Mobile Retter finden sich unter dem Link: https://portal.mobile-retter.org/regionen/landkreis-harburg.

(Landkreis Harburg/jvp).

Mobile Retter der Polizei werden bei der Schulung vorbereitet | Foto: Landkreis Harburg
Landrat Rainer Rempe (li.) und Polizeioberrat Sebastian Pölking | Foto: Landkreis Harburg
Polizeioberrat Sebastian Pölking (li.), Landrat Rainer Rempe (hi.) mit Florian Fietz in der Rettungsleitstelle | Foto: Landkreis Harburg
Redakteur:

Julia Paepcke aus Buchholz

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