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Ein Schlaganfall kann jeden von uns treffen!

Wie moderne Technik und schnelle Abläufe Leben retten

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Was hat sich bei Polizeiausrüstung getan?
Brand in Unterkunft jährt sich

Einsatzkräfte kämpften am 8. Juli 2024 gegen die Flammen | Foto: pm
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  • Einsatzkräfte kämpften am 8. Juli 2024 gegen die Flammen
  • Foto: pm
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Blaulicht-Meldungen der letzten Tage

Blaulicht
Die Unglücksstelle | Foto: Egon Viehmann /Feuerwehr Nordkehdingen
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Landkreis Stade
Tragisches Unglück auf der Elbe

Ein Notfall am vergangenen Sonntagabend gegen 19.30 Uhr auf der Elbe: Ein mit zwei Personen besetztes Sportboot lief vor Freiburg auf Grund. Der Bootsführer erlitt hierbei einen medizinischen Notfall. Der Mitfahrer versuchte noch das Boot an Land zu dirigieren, was aber nicht gelang. Er setzte einen Notruf ab und die Rettungsleitstelle Stade alarmierte die Wehren Freiburg, Krummendeich und Wischhafen sowie den Rettungshubschrauber und einen zufällig sich in Nordkehdingen aufhaltenden Notarzt...

Blaulicht

Unfall in Seevetal/Eddelsen
61-jähriger Motorradfahrer nach Kollision mit Auto verletzt

Ein Verkehrsunfall beim Einbiegen hat am Sonntagnachmittag, 3. Mai, in Eddelsen für einen Verletzten gesorgt. Gegen 15.35 Uhr wollte ein 29-jähriger Mann mit seinem Ford vom Bäcker-Busch-Weg nach links in die Eddelsener Straße einbiegen. Dabei übersah er nach bisherigen Erkenntnissen einen von links kommenden 61-jährigen Motorradfahrer, der in Richtung Hittfeld unterwegs war. Der Motorradfahrer leitete eine Vollbremsung ein, kollidierte jedoch mit dem Auto und stürzte auf die Fahrbahn. Der...

Blaulicht
Einsatzkräften bei der gemeinsamen Lagebesprechung vor Ort | Foto: Pressestelle Feuerwehr Samtgemeinde Hanstedt
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Großeinsatz bei Evendorf
Verdacht auf explosionsgefährliche Chemikalien bestätigt sich nicht

Egestorf/Evendorf. Ein Einsatz von Polizei und Feuerwehr hat am Dienstagnachmittag, 5. Mai, für umfangreiche Sperrungen rund um die Anschlussstelle Evendorf an der A7 gesorgt. Grund waren drei verdächtige Kunststofffässer, die auf einem Pendlerparkplatz entdeckt wurden. Nach Angaben der Polizei war gegen 14 Uhr ein Hinweis auf die dort abgestellten Fässer eingegangen. Einsatzkräfte fanden vor Ort drei kniehohe Behälter, deren Beschriftung auf einen potenziell explosionsgefährlichen Gefahrstoff...

Blaulicht

Illegale Böller in Winsen
Verstöße gegen Sprengstoffgesetz: Polizei stellt Jugendliche nach Explosion

Nach mehreren Vorfällen mit illegalen Feuerwerkskörpern in den vergangenen Monaten hat die Polizei in Winsen zwei Jugendliche auf frischer Tat ertappt. Die beiden 17-Jährigen stehen im Verdacht, für eine Explosion am Luhespielplatz verantwortlich zu sein. Wie die Polizei mitteilt, war es in der Nacht zum 1. Mai gegen Mitternacht im Bereich des Luhespielplatzes zu einer lauten Detonation gekommen. Zivilkräfte der Polizei, die aufgrund zurückliegender Vorfälle verstärkt in der Innenstadt...

Blaulicht

Kollision in Asendorf
16-Jähriger ohne Führerschein nach Motorradunfall schwer verletzt

Bei einem Verkehrsunfall auf der Asendorfer Schulstraße ist am Montag, 4. Mai, ein 16-jähriger Motorradfahrer schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen war eine 21-jährige Frau gegen 18.25 Uhr mit ihrem Opel in Richtung Dierkshausen unterwegs. Als sie nach links in die Straße „Zum Suhrfeld“ abbiegen wollte, setzte der 16-Jährige auf einem Motorrad zum Überholen an und kollidierte mit der linken Fahrzeugseite. Der Jugendliche stürzte und kam neben der Fahrbahn zum Liegen. Er erlitt...

Blaulicht

Busfahrerin in Stade angegriffen
Streit um Fahrkarte eskaliert

Ein Streit um eine Fahrkarte ist in Stade in der vergangenen Woche eskaliert: An der Bushaltestelle Schiffertorstraße wurde eine 31-jährige Busfahrerin von einem Fahrgast angegriffen und verletzt. Das bestätigte Polizeisprecher Rainer Bohmbach. Nach Angaben der Polizei hatte sich die Busfahrerin geweigert, einen 34-jährigen Mann mitzunehmen. Hintergrund sei eine Auseinandersetzung um dessen Fahrkarte gewesen. Daraufhin sei der Fahrgast aggressiv geworden und habe die Frau geschlagen und...

Blaulicht

Zwei Tote, zwei Schwerverletzte
Tödlicher Unfall bei Scheeßel

Zwei Menschen sind am gestrigen Mittwochmorgen bei einem schweren Verkehrsunfall auf der L 131 zwischen Westeresch und Jeersdorf im Landkreis Rotenburg (Wümme) ums Leben gekommen. Gegen 6.35 Uhr kam ein Renault-Transporter mit vier Insassen aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab, prallte gegen mehrere Bäume und überschlug sich. Transporter kommt von Straße ab Nach bisherigen Erkenntnissen war ein 54-jähriger Fahrer mit drei Mitfahrern in Richtung Scheeßel unterwegs. Der Wagen...

Blaulicht

Verkehrsbehinderungen
Autobahn A7 in Richtung Süden in Hamburg gesperrt

Die Projekte Lärmschutztunnel Altona und K20 Hochstraße Elbmarsch werden am Wochenende im Auftrag der Autobahn GmbH des Bundes durchgeführt. Im Zuge der Sperrung erfolgt für das Projekt Lärmschutztunnel Altona unter anderem die Betonage eines Tunnelblocks und die Ausstattung und Verkabelung von Verkehrszeichenbrücken als Vorbereitung der Inbetriebnahme der Weströhre. Auch für das Projekt K20 Hochstraße Elbmarsch – die Erweiterung der Fahrbahn Richtung Süden – wurden Arbeiten angemeldet: Während...

Blaulicht

Tragischer Unfall in Marxen
14-Jähriger schwebt nach Stromschlag an Bahnstrecke in Lebensgefahr

Ein 14 Jahre alter Jugendlicher ist am Mittwochabend, 6. Mai, bei einem Stromunfall an einer Bahnstrecke im Landkreis Harburg bei Marxen lebensgefährlich verletzt worden. Nach Angaben der Bundespolizei hielt sich der Junge gemeinsam mit einem 15-Jährigen an der Güterzugstrecke zwischen Buchholz und dem Rangierbahnhof Maschen auf. Nach ersten Erkenntnissen kletterte der 14-Jährige auf einen Oberleitungsmast. Dabei kam es zu einem Lichtbogen der 15.000 Volt führenden Oberleitung. Der Jugendliche...

Blaulicht

Pitbull greift Polizist an
Polizeieinsatz in Neu Wulmstorf endet mit Schusswaffengebrauch gegen Hund

Bei einem Polizeieinsatz in Neu Wulmstorf ist am Dienstagvormittag ein Polizeibeamter durch einen Hundebiss verletzt worden. Die Polizei setzte daraufhin die Schusswaffe gegen das Tier ein. Der Hund verstarb noch am Einsatzort. Nach Angaben der Polizei waren Beamte gegen 11.20 Uhr wegen einer gemeldeten wechselseitigen Körperverletzung zu einem Einfamilienhaus im Birkenweg gerufen worden. Als drei Einsatzkräfte das Grundstück betraten und sich der bereits geöffneten Haustür näherten, lief ein...

Ein Jahr ist es her, seitdem der Brand in einer Flüchtlingsunterkunft an der Bremer Straße in Buchholz die Region erschütterte: Ein Bewohner setzte sein Zimmer in Brand, es kam zur Explosion – mit fatalen Folgen. Der Verursacher, ein 28-jähriger Mann aus Äthiopien, starb. 20 Menschen wurden verletzt, darunter ein Polizist, der schwere Verbrennungen erlitt. Das Ereignis entfachte eine Diskussion um die Sicherheit der Schutzkleidung von Streifenpolizisten. Unter anderem forderte die Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) die Prüfung der Einsatzbekleidung auf mögliche Optimierung und ob der Bedarf bestehe, schwer entflammbare Kleidung auch im Alltag von Streifenpolizisten einzuführen. Was ist also seither passiert?

Toter (28) wurde identifiziert

Einsatz mit dramatischem Verlauf

Ein Rückblick: Was ursprünglich wie ein Routineeinsatz wegen Streitigkeiten erschien, entwickelte sich am Montag, 8. Juli 2024, binnen Sekunden zu einem lebensgefährlichen Szenario. Zwei Polizeibeamte betraten gemeinsam mit Mitarbeitenden der Unterkunft das betroffene Zimmer, bemerkten Benzingeruch – dann explodierte es. Die Containerunterkunft fing Feuer, Flammen schlugen in die Höhe, dichter Rauch breitete sich rasch aus. Eine massive Rettungs- und Evakuierungsaktion begann. Neben Feuerwehren und Rettungsdiensten aus dem gesamten Landkreis waren auch zwei Rettungshubschrauber im Einsatz. Kurze Zeit später bestätigte die Polizei den Tod des Verursachers sowie die schweren Verletzungen des damals 44-jährigen Polizisten.

Einsatzkräfte kämpften am 8. Juli 2024 gegen die Flammen | Foto: pm
  • Einsatzkräfte kämpften am 8. Juli 2024 gegen die Flammen
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Polizist weiter nicht im Dienst

Wie Jan Krüger, Pressesprecher der Polizeiinspektion Harburg, gegenüber dem WOCHENBLATT bestätigt, ist der verletzte Beamte auch ein Jahr nach dem Vorfall noch nicht in den Dienst zurückgekehrt und arbeitet weiter an seiner Genesung. Der Leiter der Polizeiinspektion Harburg, Kriminaldirektor Thomas Meyn, sagt: „Wir sind nach wie vor von der Situation sehr betroffen und stehen in regelmäßigem Kontakt mit unserem verletzten Kollegen. Wir wünschen ihm eine erfolgreiche und vollständige Genesung.“
Mit einer Spendenaktion zeigte sich kurz nach dem Unglück eine enorme Welle der Solidarität: Mehr als 95.000 Euro wurden gesammelt. Die Mittel sollten bei der Finanzierung medizinischer Behandlungen, bei Reha-Maßnahmen und bei der barrierefreien Umgestaltung des Hauses helfen.

Gewerkschaft kritisiert Polizeiausrüstung

Kritik an der Schutzkleidung

Ob Streifenpolizisten im Einsatz durch ihre Ausrüstung ausreichend geschützt sind, wurde kurz nach dem Brand Gegenstand öffentlicher Diskussion. "Die Uniform des Streifendienstes bietet keinerlei Schutz vor Feuer", sagte Patrick Seegers (Landesvorsitzender DPolG) damals auf WOCHENBLATT-Anfrage. Aufgrund des hohen Kunststoffanteils sei sie im Gegenteil sogar leicht entflammbar. Wenn Kleidung zur Verschlimmerung der Verletzungen beiträgt, müsse das analysiert werden, betonte er. Tatsächlich ist schwer entflammbare Einsatzkleidung bislang vor allem Spezialeinheiten und der Bereitschaftspolizei vorbehalten.

Die Container liegen heute noch immer unverändert an der Bremer Straße | Foto: sh
  • Die Container liegen heute noch immer unverändert an der Bremer Straße
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Was hat sich verändert?

"Veränderungen in der Schutzkleidung konnte ich nicht feststellen", so Christian-Tobias Gerlach von der DPolG. Aufgrund bestehender vertraglicher Verpflichtungen gehe er jedoch auch frühestens bei einer Neuausschreibung von Veränderungen aus.
Pressesprecher Oliver Rickwärtz vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung sagt dazu: "Die einzelnen Bekleidungsstücke werden fortlaufend auf ihren Bedarf für die Polizei überprüft und Optimierungsbedarfe des Sortiments erörtert. Eine aktuelle Lagebeurteilung fließt stets in die entsprechende Analyse mit ein." Es bestehe innerhalb der Beschaffungskooperation der Länder Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen, weiterhin der Konsens, dass schwer entflammbare Bekleidung den Spezialeinheiten und der Bereitschaftspolizei vorbehalten sei. "Ein Bedrohungsszenario, das die Ausstattung des polizeilichen Alltags mit dieser Kleidung rechtfertigt, ist tatsächlich nicht gegeben", so Rickwärtz. Weiter betont er, dass die bekleidungsphysiologischen Eigenschaften (wie Atmung, Wärmung und Feuchtigkeitstransport) weiterhin gegen eine allgemeine Ausstattung sprechen.

Wie geht es in Buchholzer Unterkunft weiter?

DPolG fordert verbindliche Schutznormen

Christian-Tobias Gerlach, der sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat, verweist abermals auf andere Berufsgruppen wie den Rettungsdienst, bei dem bereits andere Standards für Schutzkleidung gelten. Anders als im Rettungsdienst gebe es für Polizeibekleidung keine übergeordneten gesetzlichen Schutznormen, erklärt er. "Ob die Ausstattung ausreichend und bedarfsgerecht ist, wird also nicht anhand objektiver Kriterien ermittelt, sondern liegt in der Bewertungshoheit des Ministeriums." Im Gegensatz dazu bestünden für den Rettungsdienst festgelegte Regeln und Normen, "die objektiv zumindest geeignet sind, Verletzungen zu minimieren". Da sich die Einsatzszenarien von Polizei und Rettungsdienst überschneiden, sei es auch legitim, einen Vergleich hinsichtlich der Beschaffenheit der Dienstkleidung vorzunehmen, sagt er. "Die Forderung nach einer Evaluation der Dienstkleidung auf ihre Schutzwirkung hin kann und muss aus gewerkschaftlicher Sicht aufrechterhalten werden", so Gerlach abschließend.

Fall mit Nachhall

Der Fall des verletzten Polizisten hat weit über Buchholz hinaus Wellen geschlagen. Er zeigt die Risiken, denen Einsatzkräfte bei scheinbar harmlosen Einsätzen ausgesetzt sind – und wie verwundbar sie dabei sein können. Die Bilder von dem brennenden Containerdorf, die Aufrufe zur Hilfe für einen Kollegen, die Diskussion um politische Verantwortung – all das ist auch ein Jahr später noch präsent.
Für die Polizei, die Politik und die Öffentlichkeit bleibt der Vorfall ein mahnendes Beispiel. Es geht um die Frage, welchen Schutz die Gesellschaft denjenigen bietet, die für ihre Sicherheit einstehen.

Einsatzkräfte kämpften am 8. Juli 2024 gegen die Flammen | Foto: pm
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Redakteur:

Pauline Meyer aus Neu Wulmstorf

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