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Jahresbericht der Feuerwehr Buchholz
502 Einsätze im Jahr 2025

Der Buchholzer Stadtbrandmeister André Emme blickt mit seinen Kameradinnen und Kameraden auf ein turbulentes Jahr 2025 zurück | Foto: Feuerwehr Buchholz
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  • Der Buchholzer Stadtbrandmeister André Emme blickt mit seinen Kameradinnen und Kameraden auf ein turbulentes Jahr 2025 zurück
  • Foto: Feuerwehr Buchholz
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Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Buchholz wurde im Jahr 2025 zu insgesamt 502 Einsätzen alarmiert, was einem Durchschnitt von 1,4 Einsätzen pro Tag entspricht. Diese Zahlen verdeutlichen die anhaltende Einsatzbereitschaft der fünf Ortsfeuerwehren der Stadt.

Mitglieder, Ausbildung und Nachwuchs
Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Buchholz zählt derzeit 275 aktive Mitglieder, darunter 231 Männer und 44 Frauen. Die Altersabteilung umfasst 73 Mitglieder. Die Jugendfeuerwehr zählt 86 Mitglieder (21 Mädchen, 65 Jungen), und die Kinderfeuerwehr in Sprötze konnte mit 15 Mitgliedern (sieben Mädchen und acht Jungen) weiterhin Interessierte für die Feuerwehr begeistern. Insgesamt zählt die Feuerwehr Buchholz 449 Mitglieder.
In diesem Jahr wurden elf angehende Feuerwehrmänner und -frauen erfolgreich in den Grundlagen des Feuerwehrwesens ausgebildet. Die Modulare Grundlagenausbildung, eine Neuerung im Ausbildungswesen, fasst die bisherige Truppmann- und Truppführer Ausbildung zusammen. Sie wird gemeinsam mit der Feuerwehr der Samtgemeinde Jesteburg durchgeführt und umfasst grundlegende Feuerwehrtechniken, Katastrophenschutz und Fahrzeugkunde. Die praxisorientierte Schulung, bestehend aus Theorie- und Praxiseinheiten, bereitet die Teilnehmenden auf reale Einsätze vor. Nach Abschluss erreichen die Absolventinnen die Qualifikationsstufe „Einsatzfähigkeit“ und können an Einsätzen teilnehmen.

Einsätze im Überblick
Im Berichtsjahr wurden insgesamt 502 Einsätze durch die Ortsfeuerwehren geleistet. Davon entfielen 237 Einsätze auf technische Hilfeleistungen, wie Verkehrsunfälle, Türöffnungen und die Beseitigung von Unwetterschäden. 138 Alarmierungen galten Brandeinsätzen, während 127 Einsätze als Fehlalarme registriert wurden.
Insgesamt konnten 87 Menschen gerettet werden. Für fünf Personen kam leider jede Hilfe zu spät. Trotz eines vergleichsweise ruhigen Jahres blieb die Belastung für die Einsatzkräfte hoch – insbesondere bei Einsätzen, die ein schnelles und koordiniertes Vorgehen erforderten.

Besondere Einsatzlagen
• Brand in Kleingartenanlage am 16. März
In den frühen Morgenstunden stand eine Gartenlaube am Itzenbütteler Weg in Vollbrand. Die schwierige Wasserversorgung erforderte einen Pendelverkehr zwischen Hydrant und Einsatzstelle. Dank des schnellen und abgestimmten Vorgehens der Feuerwehren Buchholz, Dibbersen und Holm konnte ein Übergreifen der Flammen verhindert werden.

• Verkehrsunfall auf der BAB 1 am 31. März
Ein Sattelzug prallte gegen einen Baum. Der Fahrer war im Fahrzeug eingeschlossen, jedoch nicht eingeklemmt. Mit hydraulischem Rettungsgerät wurde die Tür geöffnet, der Fahrer konnte eigenständig aussteigen und wurde zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Zusätzlich sicherten die Einsatzkräfte den leckgeschlagenen Dieseltank.

• Großbrand in Buchholzer Café 14. April
In der Nacht geriet das Erdgeschoss eines Cafés in Vollbrand. Bis zu 15 Atemschutztrupps kämpften gegen die Flammen, unterstützt von mehreren Ortswehren und einer zusätzlichen Drehleiter. Ein Übergreifen auf Nachbargebäude konnte verhindert werden. Insgesamt waren 92 Einsatzkräfte beteiligt.

• Verkehrsunfall auf der B75  13. Juli
Nach einem Auffahrunfall mit drei Fahrzeugen wurde eine verletzte Fahrerin betreut. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle, fing auslaufende Betriebsstoffe auf und stellte den Brandschutz sicher.

• Brand im Vereinsheim 19. August
Ein Vereinsheim am Holzweg stand in der Nacht in Vollbrand. Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehren Buchholz, Trelde und Sprötze konnte das Gebäude nicht gerettet werden. Personen kamen nicht zu Schaden.

• Kellerbrand in Mehrfamilienhaus 31. Oktober
Bei einem Kellerbrand im Imkerweg mussten mehrere Bewohnerinnen und Bewohner evakuiert werden. Insgesamt wurden 17 Personen betreut, davon zwei mittelschwer verletzt. Durch den gezielten Einsatz konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Fazit
Das Jahr 2025 zeigte erneut, wie vielfältig und anspruchsvoll die Aufgaben der Feuerwehren sind – von technischen Hilfeleistungen über Großbrände bis hin zu Menschenrettungen. Die hohe Einsatzbereitschaft und das professionelle Vorgehen der ehrenamtlichen Kräfte haben maßgeblich dazu beigetragen, Schaden zu begrenzen und Menschenleben zu retten.

Fortschritte bei der Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans
Die Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans schreitet weiter voran. Im Jahr 2026 wird das fünfte neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) an die Ortsfeuerwehren Dibbersen ausgeliefert. Damit verfügt dann jede Ortsfeuerwehr der Stadt Buchholz über ein HLF 20 als Basisfahrzeug.
Das neue Feuerwehrhaus in Sprötze ist fertiggestellt und in Betrieb genommen. Es bietet den Einsatzkräften moderne Räumlichkeiten und genügend Platz für zukünftige Anforderungen. Auch die Planungen für das Feuerwehrhaus in Holm-Seppensen schreiten voran.

Dank und Ausblick
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Kameradinnen und Kameraden, die im Jahr 2025 wieder Außergewöhnliches geleistet haben. Ebenso gilt unser Dank den Familien der Einsatzkräfte, die durch ihre Unterstützung einen wichtigen Beitrag leisten.
Im Jahr 2026 stehen weiterhin wichtige Projekte an, insbesondere im Bereich der Nachwuchsförderung und der Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans mit dem Bau des Feuerwehrgerätehauses in Holm-Seppensen. Mit Engagement und Zusammenhalt wird die Feuerwehr Buchholz auch diese Herausforderungen meistern.

Der Buchholzer Stadtbrandmeister André Emme blickt mit seinen Kameradinnen und Kameraden auf ein turbulentes Jahr 2025 zurück | Foto: Feuerwehr Buchholz
Der Brand eines Cafés im April in der Buchholzer Innenstadt forderte die Einsatzkräfte sehr | Foto: Feuerwehr Buchholz
Redakteur:

Stefanie Hansen aus Buchholz

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