Appell der Forstwirtschaftlichen Vereinigung
Achtsamkeit verringert die Waldbrandgefahr

Ein Waldstück in Brand: Dieses Szenario möchte die Forstwirtschaftliche Vereinigung verhindern
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(os). "Waldbesucher sind bei uns willkommen. Sie müssen sich aber dringend an Regeln halten." Das sagt Norbert Leben, Vorsitzender der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Nordheide-Harburg. Derzeit herrsche in der Region extrem hohe Waldbrandgefahr, die durch die Fahrlässigkeit vieler Waldbesucher noch verschärft werde.
Wegen der Coronakrise und der bestehenden Kontaktsperren suchten viele Bürger vor allem an den Wochenenden die Wälder auf, um sich zu bewegen und frische Luft zu atmen. Zusätzlich habe der Wald mit dem Aufkommen des sogenannten Waldbadens - in Japan gilt das sogenannte Shinrin Yoku als Medizin - mit dessen stressmindernder Wirkung als Erholungsort neue Popularität erlangt.
Die stetig steigende Zahl der Besucher berge auch Gefahren für den Wald, betont Leben. Die anhaltende Trockenheit verbunden mit der Fahrlässigkeit einiger Waldbesucher seien die Hauptursachen für Waldbrände mit teilweise dramatischen Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt. Zudem werde bei Bränden Kohlendioxid in großen Mengen freigesetzt, was zur Verschärfung des Klimawandels beitrage.
Wegen des ausbleibenden Regens sei der Boden derzeit extrem trocken. Zudem stünden wegen der Stürme, der Dürre und des Befalls durch den Borkenkäfer in den vergangenen Jahren viele trockene Bäume im Wald. Auch der April sei wieder viel zu trocken, ein Funkenflug genüge, um einen Wald in Brand zu setzen, warnt Norbert Leben. Auch die in diesen Tagen vorausgesagten Niederschläge änderten nichts an der Problematik, zumal der Trend des Deutschen Wetterdienstes für die kommende Woche bereits wieder mehr Sonne vorhersage.
Richtiges Verhalten im Wald helfe gerade jetzt, Brände zu vermeiden. Deshalb sei es wichtig, dass die Menschen folgende Regeln beachten:

Kein offenes Feuer in Wald, Moor, Heide oder in deren Nähe machen

Das Rauchen unterlassen und keine Zigarettenreste wegwerfen. Das gelte auch bei Autofahrten durch die Wälder

Keine Glasabfälle liegen lassen. Sie könnten bei Sonneneinstrahlung als Brennglas wirken

Nicht mit dem Fahrzeug über entzündlichem Untergrund parken. Der Katalysator eines Kfz erhitzt sich stark und kann einen Brand auslösen.

Wird ein Brand bemerkt, umgehend die Feuerwehr unter Tel. 112 oder die Polizei unter 110 alarmieren. Für die Waldbesucher gelte weiterhin, auf mögliche herabstürzende trockene Äste zu achten. "Verhalten Sie sich umsichtig und rücksichtsvoll, um das Waldbrandrisiko zu minimieren", appelliert Leben.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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