Ein Buchholzer Original ist gegangen
Adolf "Addi" Wiese ist verstorben
- Adolf Wiese lebte für sein Geschäft
- Foto: WB-Archiv
- hochgeladen von Axel-Holger Haase
Wenn in Buchholz von einer Schlachterei die Rede war oder ist, fällt mit Sicherheit der Name "Wiese". Der langjährige Inhaber Adolf "Addi" Wiese ist nun im Alter von 74 Jahren verstorben.
Er lebte für seine Schlachterei und die hervorragenden Fleisch- und Wurstwaren sowie die hausgemachten Salate. Für die Lebensmittel standen die Kunden gerne etwas länger an.
Die Buchholzer mochten "ihren" Schlachter, auch wenn er manchmal ein etwas "knorriger" Typ war. Ich versuchte ab und zu, ihn zu fotografieren - immer war er schneller und verschwand im Hintergrund.
Doch hinter der äußerlichen Knorrigkeit steckte ein weicher Charakterzug. Wiese zeigte sich stets spendabel, wenn es um karitative Zwecke ging. So spendete er großzügig die Essensverpflegung von über 800 Kindern mit Behinderung und deren Helfern beim Behinderten-Sportfest in Buchholz, das alle zwei Jahre vom Kreissportbund und Blau-Weiss Buchholz ausgerichtet wird. Er selbst war stets auf dem Sportplatz des Schulzentrums I und gab das Essen aus.
Arno Reglitzky aus dem Vorstand von Blau-Weiss Buchholz war ein Freund von Adolf Wiese. "Er begann ohne zu fragen, während des Stadtlaufes vor seinem Laden Grillwürste zu verkaufen. Ich sagte, das geht so nicht!" Antwort von Adolf Wiese: "Ich mache das, was ich für richtig halte! Basta!" Nach einer anschließenden Aussprache wurden die beiden beste Freunde. Anschließend lieferte Wiese 20 Jahre lang Thüringer und Schinkenwurst für den Blau-Weiss-Stand während des Stadtfestes.
Von seiner Schlachterei konnte Wiese nicht lassen. Er besuchte seinen Nachfolger Jan Lohmann des Öfteren. Wenn die Mercedes G-Klasse auf dem Hof stand, wusste man, "Addy" ist im Laden.
Buchholz nimmt von einem seiner Originale Abschied.
Axel-Holger Haase
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