Buchholz: Pastor Michael Wabbel geht in den Ruhestand

Pastor Michael Wabbel: Ende des Monats ist Schluss nach 
28 Jahren in der St.-Paulus-Kirchengemeinde
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    28 Jahren in der St.-Paulus-Kirchengemeinde
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os. Buchholz. Michael Wabbel hat nachgerechnet: Wenn der Pastor Ende Februar in den Ruhestand geht, hat der 63-Jährige mehr als 10.000 Tage in der Buchholzer St.-Paulus-Kirchengemeinde verbracht. Im Mai 1990 war Wabbel als Pastor nach Buchholz gekommen. Verabschiedet wird der beliebte Theologe bei einem „Zwischenhalt“-Gottesdienst am kommenden Sonntag, 18. Februar, ab 16 Uhr in der St.-Paulus-Kirche (Kirchenstr. 4). Es ist die 145. Veranstaltung dieser besonderen Gottesdienst-Reise, die Wabbel ins Leben gerufen hat.
Michael Wabbel wuchs in Hamburg-Harburg auf. Dort absolvierte er nach der Schule zunächst eine Lehre zum Speditionskaufmann, parallel hoffte er auf eine Karriere als Fußball-Profi. Die Hoffnung zerschlug sich nach einer schweren Verletzung. Stattdessen wandte sich Wabbel der Theologie zu, nachdem ihn ein Freund in eine Jugendgruppe in Marmstorf mitgenommen hatte. „Das hat mir sehr gut gefallen, danach war der Weg klar“, erinnert sich Wabbel. Mit 16 Jahren hatte er sich taufen lassen, nach seiner Lehre absolvierte er in Celle ein Theologiestudium.
Das Vikariat machte der junge Theologe in Buchholz-Sprötze, ab 1982 arbeitete er als Pastor in der St.-Marien-Kirchengemeinde in Winsen. Ab Mai 1990 bis heute war er dann in Buchholz' größter Kirchengemeinde tätig. Mit lebendigen Gottesdiensten sowie vielen Kultur- und Musikangeboten gelang es Wabbel stets, viele Gläubige anzuziehen. „Der Kontakt gerade zu jungen Familien war mir immer besonders wichtig“, erklärt Wabbel. Er organisierte u.a. Jugendfreizeiten, auch ins Ausland, und führte Anfang der 2000er Jahre gemeinsam mit Sängerin Ulrike Barz zum Teil selbstkomponierte Musicals im Veranstaltungszentrum Empore auf. Eine der wichtigsten Tätigkeiten außerhalb der seelsorgerischen Arbeit war der Neubau des Paulushauses, den Wabbel gemeinsam mit seinem Pastorenkollegen Andreas Kern maßgeblich vorantrieb. Durch das Ende 2011 bezogene Gemeindehaus bündelte die Kirchengemeinde ihre Kräfte - zuvor bestand die Gemeinde aus der Kirche und den beiden Gemeindehäusern an der Hamburger Straße und an der Parkstraße.
St.-Paulus-Pastor Andreas Kern beschreibt seinen Kollegen so: „Michael Wabbel ist der Spontane, der auch ganz verrückte Ideen aufnehmen kann. Er ist der zeitlos Sanftmütige, der ganz in der Gegenwart lebt; der Friedfertige, der in Konflikten lieber zurückweicht und ausgleicht; der Herzliche, der mit seinem freundlichen Blick und seinen Worten die Herzen der Menschen anrührt.“ Auch einen kritischen Blick behielt sich Michael Wabbel stets bei. So hält er das Theologiestudium heute für viel zu theoretisch. Zudem habe er den Eindruck, dass „sich die Kirche mitunter zu wenig um die Menschen und zu viel um sich selbst kümmert“.
Seine Wohnung im Paulushaus hat Michael Wabbel bereits verlassen. Nach dem Eintritt in den Ruhestand werde er zunächst in den Urlaub fahren und dann „in mein neues Leben reinkommen“. Dazu gehörten Reisen in kulturell interessante Länder wie Usbekistan und Äthiopien. Auch mit seiner Frau, den beiden Töchtern und der Enkelin wolle er viel Zeit verbringen. Aus dem Gemeindeleben werde er sich weitgehend zurückziehen, kündigt Wabbel an. Mit einer Ausnahme: Die Gemeindereisen unter dem Motto „Gemeinde unterwegs“ werde er weiter betreuen. Er freue sich auf den Ruhestand: „Ich bin mir sicher, dass viel Schönes auf mich wartet.“

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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