Geschichts- und Museumsverein Buchholz will Museumsdorf Sniers Hus noch attraktiver machen
Dauerausstellung wird völlig neu konzipiert

Gehen das Projekt mit viel Elan an: (v. li.) Uwe Thater, Dr. Jörn Lindner und Hartmut Matthies vor der alten Dorfschule
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  • hochgeladen von Oliver Sander

os. Seppensen. "Wir wollen hier einen Ort der Begegnung schaffen, nicht nur einen Ort der Wissenschaft!" Das sagt Dr. Jörn Lindner. Unter der Leitung des Sozial- und Wirtschaftshistorikers konzipiert der Geschichts- und Museumsverein Buchholz (GMV) seine Dauerausstellung im Museumsdorf Sniers Hus in Seppensen völlig neu. Nachdem die Finanzierung gesichert ist, beginnt jetzt die Umsetzung des Konzepts. Wenn alles glatt läuft, soll die Dauerausstellung in der alten Dorfschule Ende 2020 in modernem Gewand wiedereröffnet werden.
Im Jahr 2017 gab es erste Überlegungen, die in den 1980er Jahren konzipierte Dauerausstellung neu aufzulegen, weil sie nicht mehr den aktuellen Museumsanforderungen z.B. bei der Präsentation der Exponate, der Barrierefreiheit oder der Besucherführung entsprach. Nach dem aktuellen Konzept, das Lindner im vergangenen Jahr öffentlich vorstellte, sollen "die Räume neu gedacht werden". Standen bislang im Erdgeschoss der im Jahr 1880 erbauten Dorfschule drei einzelne Räume mit rd. 45 m² zur Verfügung, wird es in Zukunft einen Rundgang durch fünf Räume mit insgesamt 100 m² Ausstellungsfläche geben. Dafür wurden bereits Wände durchbrochen. Der Umbau ermöglicht eine neue Nutzung des Obergeschosses: Dort wurden bereits die Bibliothek untergebracht und ein Büro eingerichtet. Es folgen noch das Archiv und das Magazin.
Lindner verfolgt mit seinem Konzept den sogenannten "angelsächsischen Ansatz": Die Besucher sollen über moderne Medien - ohne Hilfe eines Museumsführers - erfahren, was es mit den Exponaten auf sich hat. Es gehe in den Museen stets um drei Fragen: "Was ist das?" "Wofür braucht man das?" "Warum steht das hier?"
Die neue Dauerausstellung soll zwei Schwerpunkte haben: Leben und Arbeit der Heidebauern in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sowie die Entwicklung von Buchholz vom Bauerndorf zum Mittelzentrum. Untergliedert sind sie in die Kategorien "Wohnen", "Arbeit", "Leben", "Soziales", "Kultur" und "Zeitgeschehen".
Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rd. 180.000 Euro. Rund 70.000 Euro übernimmt die Stadt Buchholz, die Eigentümerin des Grundstücks an der Straße "Zum Mühlenteich" sowie der alten Dorfschule ist. In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause votierte der Stadtrat einstimmig für die Umwidmung der Finanzmittel. Anstatt für eine Fluchttreppe wird das Geld jetzt für den Investitionszuschuss verwendet. 90.000 Euro gibt es als Förderung aus dem LEADER-Programm der EU, weitere insgesamt 12.000 Euro stellen der Lüneburgische Landschaftsverband und die Stiftung der Sparkasse Harburg-Buxtehude zur Verfügung.
Die neue Dauerausstellung soll das Fundament für die Ausstellungen in den anderen Häusern des Museumsdorfes bilden. "Hier werden die Fragen, die im Sniers Hus, in der Schmiede, im Backhaus und in der Durchfahrtscheune entstehen, aufgegriffen, vertieft und beantwortet", erklären Uwe Thater und Hartmut Matthies aus dem GMV-Vorstandsteam.
• Informationen zum Geschichts- und Museumsverein Buchholz unter www.gmv-buchholz.de.

Gehen das Projekt mit viel Elan an: (v. li.) Uwe Thater, Dr. Jörn Lindner und Hartmut Matthies vor der alten Dorfschule
Überraschung: Bei den Vorarbeiten stellte sich heraus, dass der Boden im alten Ausstellungsraum gar nicht fest war

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