Nachhaltige Mobilität
Elektro-Carsharing in Buchholz: Dorfstromer zieht positive Bilanz
- Dorfstromer Fahrzeug
- Foto: Stadt Buchholz
- hochgeladen von Julia Paepcke
Mehr als 1,2 Millionen rein elektrisch gefahrene Kilometer und über 150 Tonnen eingespartes Kohlendioxid: Das Carsharing-Projekt des Vereins Dorfstromer entwickelt sich zunehmend zu einem erfolgreichen Modell für nachhaltige Mobilität in der Region. Beim Vortrag des Klimaforums Buchholz stellte Vereinsvorsitzender Edgar Schmidt jetzt die Entwicklung des Projekts vor und warb für eine stärkere Nutzung der seit Dezember 2025 auch in Buchholz verfügbaren Elektrofahrzeuge.
Seit rund einem halben Jahr ist Buchholz Teil des Dorfstromer-Netzwerks. Mitten in der Innenstadt, am Caspers Hoff, stehen zwei Elektroautos für das Carsharing bereit.
Edgar Schmidt erinnerte bei seinem Vortrag an die Anfänge des Vereins im Jahr 2019 mit zunächst drei Standorten im Landkreis Stade. Inzwischen umfasst die Flotte 28 rein elektrisch betriebene Fahrzeuge an insgesamt 21 Standorten in den Landkreisen Stade und Harburg sowie in Hamburg und Schleswig-Holstein.
Die Besucher erhielten zudem umfassende Informationen zur Nutzung der Fahrzeuge über die Fleetster-App sowie zu den Mitglieds- und Nutzungskosten. Einzelpersonen zahlen monatlich fünf Euro, Familien acht Euro. Für Gewerbetreibende beträgt der Beitrag 20 Euro, Gemeinden zahlen 100 Euro. Hinzu kommen sechs Euro pro Stunde Nutzung, wobei bis zu 250 Kilometer bereits enthalten sind. Ergänzt wird das Angebot durch vergünstigte Sondertarife in den Abendstunden und am Wochenende.
Nach Angaben der Organisatoren kann das Carsharing insbesondere angesichts steigender Kraftstoffpreise eine wirtschaftliche Alternative zum eigenen Zweit- oder Drittwagen sein. Genau hier setzt auch das Ziel des Projekts an: Elektromobilität fördern und gleichzeitig die Zahl wenig genutzter Fahrzeuge reduzieren.
Initiiert wurde das Buchholzer Projekt maßgeblich vom Klimateam Mobilität des Klimaforums. Der Stadtrat stellte dafür die notwendigen finanziellen Mittel bereit. Entscheidend für die Zukunft des Angebots sei nun eine gute Auslastung der Fahrzeuge. Diese könne langfristig zur Verstetigung und möglicherweise sogar zum Ausbau des Projekts beitragen.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.dorfstromer.de.
Redakteur:Julia Paepcke aus Buchholz |
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