Serie über Ehrenamtler im Kirchenkreis Hittfeld
Gundula Haefner organisiert eine Weihnachtswanderung

Organisatorin Gundula Haefner
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os/nw. Buchholz. Ohne sie wäre der Kirchenkreis Hittfeld um einiges ärmer: Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich und setzen sich für andere ein. Im zweiten Teil der WOCHENBLATT-Serie, in der wir in Kooperation mit dem Kirchenkreis Hittfeld die Ehrenamtler vorstellen, geht es um Gundula Haefner. Seit elf Jahren organisiert sie in Buchholz-Sprötze die Weihnachtswanderung am Heiligabend, zu der jedes Mal mehr als 300 Besucher kommen.
„Jeder sollte einmal ein Ehrenamt übernehmen. Das muss nicht gleich der Vorsitz im Verein sein. Es reicht, wenn man zum Beispiel beim Kaffeeausschank oder dem Auf- und Abbau von Veranstaltungen mithilft. Und wer gar keine Zeit hat, kann ja einem Förderverein jährlich eine kleine Summe spenden“, sagt Gundula Haefner.
Ehrenamt ist für sie eine Selbstverständlichkeit. „Ich finde es bedauerlich, dass sich immer weniger Menschen für die Gemeinschaft engagieren. Jeder sollte sich am Jahresende fragen, was er für die Gemeinschaft getan hat.“ Das Ehrenamt sollte gesellschaftlich besser gewürdigt werden und ein fester Punkt im Lebenslauf sein. „Ohne Ehrenamt funktioniert kein Verein, keine Kita, keine Kirche, keine Schule, keine Gemeinschaft mehr“, sagt Gundula Haefner.
Sie ist Mutter dreier Töchter und Rechtsanwältin, über Langeweile kann sie sich nicht beschweren. Die damalige Pastorin Sabine Behring der ev.-luth. Kreuzkirchengemeinde Sprötze fragte sie, ob sie sich vorstellen könnte, Mitglied im Kirchenvorstand zu sein. Sie konnte. Sechs Jahre blieb sie dabei. Als dann im Raum stand, dass die Pfarrstelle gekürzt werden sollte, organisierte der Kirchenvorstand eine Gemeindeversammlung und ein Förderverein wurde gegründet. „Kirche für unsere drei Dörfer“, heißt der Förderverein, der das kirchliche Leben für Sprötze, Trelde und Kakenstorf unterstützt. Gundula Haefner wurde Vorsitzende.
„In unserem Förderverein kann jeder mitmachen, die Kirchenmitgliedschaft ist keine Voraussetzung. Wir freuen uns über jeden, der etwas für unsere drei Dörfer tun will.“ Was sind Aufgaben des Fördervereins? „Aktive Mitglieder des Fördervereins schenken etwa Sekt bei Konfirmationen aus, helfen beim Tauffest an der Este, organisieren die Weihnachtswanderung und unterstützen Kinderchorprojekte. Die Mitglieder spenden 60 Euro im Jahr. Wir setzen uns überall dort ein, wo die Kirche es allein nicht mehr finanzieren kann. Dies würde ohne Förderverein wegfallen.“
Nun steht die Weihnachtswanderung an, die ihre Idee war: „Mit drei kleinen Kindern war mir die Kirche am Heiligabend immer zu voll. Ich wollte aber die Weihnachtsgeschichte, Lieder und Gebete nicht verzichten. Daher kam mir die Idee, es in der Natur zu feiern, wo Kinder herumlaufen können.“ Zur ersten Weihnachtswanderung 2009 kamen 200 Besucher, letztes Jahr waren es etwa 330. „Es kommen Kirchenmitglieder, aber auch viele Menschen, die mit Kirche nicht viel anfangen können. Und manche reisen von weither an.“ Bis ins kleinste Detail muss Gundula Haefner dann alles organisieren, Fördervereinsmitglieder, Familie und Freunde helfen mit: Vorweg gibt es an der Friedhofskapelle Trelde Glühwein, den ihre Freundin ausschenkt, dann geht es Richtung Kakenstorf, an drei Stationen werden Bilder der Künstlerin Agnes Katthagen ausgestellt (für die Lichttechnik sorgt ihr Mann Axel Haefner), Maria sitzt auf einem Esel (den Peter Johannsen mitbringt und führt), neben ihr läuft Joseph, ein Musiker begleitet die Lieder auf der Gitarre und an der Krippe (die sie mit ihrem Mann, Thorsten Peters und Christian Huland auf- und abbaut) wird gesungen und gebetet. „Allein könnte ich das nicht schaffen. Ich bin dankbar, dass sie mir alle helfen. Es macht mir Spaß und ich bekomme viel zurück. Ehrenamt gibt doch ein schönes Gefühl.“

Organisatorin Gundula Haefner
Bei der Weihnachtswanderung werden verschiedene Stationen aufgebaut

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