Aktuelle Lage im Nahen Osten als Anlass
CDU-Arbeitskreis Außenpolitik im Austausch mit Konrad-Adenauer-Stiftung in Jordanien
Der CDU-Arbeitskreis Außenpolitik des CDU-Kreisverbandes Harburg-Land traf sich zu einem digitalen Austausch mit Veronika Ertl, der aus Amman zugeschalteten Leiterin der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) Jordanien. Die KAS unterhält weltweit Büros, um den politischen Dialog zu fördern.
Anlass des Gesprächs war die aktuelle politische Situation im Nahen Osten, die seit Wochen die globale Außen- und Sicherheitspolitik beschäftigt, aber auch in unterschiedlicher Hinsicht Auswirkungen auf das Leben vieler Deutscher hat. Schwerpunkt der Diskussion war die Rolle Jordaniens in einer von Spannungen geprägten Region.
"Jordanien spielt in der Region eine zentrale Rolle als Stabilitätsanker und Vermittler, steht aber gleichzeitig unter erheblichem Druck, unter anderem durch die hohen Migrationszahlen und wirtschaftliche Herausforderungen", erklärte Dilsoz Kaidy vom CDU-Kreisvorstand. Im Gespräch wurden auch die Beziehungen zu den Nachbarstaaten und die Bedeutung einer verlässlichen europäischen Außenpolitik beleuchtet. Die Sorge vor weiteren Eskalationen und Destabilisierungen in der Region sei groß, berichtete Dilsoz Kaidy, die selbst aus dem Irak stammt. Der Austausch habe erneut gezeigt, wie wichtig internationale Kooperation und der direkte Dialog mit Partnern vor Ort seien, um die komplexen Entwicklungen im Nahen Osten besser zu verstehen und gemeinsame Lösungsansätze zu finden.
Umso wichtiger ist aus Sicht des CDU-Arbeitskreises, die vorhandenen Kapazitäten des Westens zur Sicherung Jordaniens als Partner aufrechtzuerhalten. In Jordanien sind seit einigen Jahren Bundeswehrsoldaten im Zuge des internationalen Anti-IS-Einsatzes stationiert. Eine dauerhafte Reduzierung der Soldaten hält Arbeitskreisvorsitzender Jonas Becker für falsch: "Gerade durch die neuerliche Dynamik steigt das Risiko, dass sich islamistische Gruppierungen neu sammeln und an Unterstützung in der Bevölkerung gewinnen. Wenn ein Terrorregime geschwächt wird, dafür aber IS oder andere Islamistengruppen wieder an Bedeutung gewinnen, war der amerikanisch-israelische Angriff ein Misserfolg."
Redakteur:Christoph Ehlermann aus Salzhausen |
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