Freibadsaison: Die Buchholzer bleiben außen vor!

AUF EIN WORT

Die zarte Hoffnung vieler Bürger, dass das Freibad Buchholz in dieser Saison doch noch geöffnet wird, hat sich schnell zerschlagen: Der Verwaltungsausschuss hat am Donnerstagabend mit großer Mehrheit gegen den Antrag der AfD-Ratsfraktion gestimmt, die Einrichtung am Holzweg schnellstmöglich zu öffnen. Damit bleibt Buchholz das einzige Freibad im Landkreis Harburg, das in diesem Jahr geschlossen bleibt. Ein Armutszeugnis für die einwohnerstärkste Stadt im Landkreis Harburg.
Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse, Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Christian Kuhse und Badbetriebsleiter Hans Wurlitzer zogen sich auf formale Gründe für die Entscheidung zurück und suchten nicht nach Wegen, die Grundbedürfnisse der Bürger gerade in diesen schwierigen Zeiten zu befriedigen. Ich habe den Eindruck, dass das Trio die Stimmung bei den Bürgern massiv unterschätzt.
Wie berichtet, sehen Kuhse und Wurlitzer vor allem in der Enge des Badgebäudes eine unüberwindliche Hürde, das Bad zu öffnen. Das kann ich nachvollziehen. Eine zweite Corona-Welle verhindern zu wollen, ist das richtige Ziel. Aber: Sportvereine wie Blau-Weiss Buchholz, die in ihren Klubheimen ebenfalls Engstellen haben, haben es mit teilweise großem Personalaufwand auch geschafft, den Sportbetrieb wieder aufzunehmen. Wie heißt es so schön: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ich habe den Eindruck, dass dieser Wille bei Röhse, Kuhse und Wurlitzer nicht besonders ausgeprägt ist.
Ich bin gespannt, wie das Konzept zur Öffnung des Hallenbades ab 1. August aussieht. Das Gebäude ist dasselbe, die Gänge sind ebenso eng, die Duschen und Toiletten können nur von jeweils einer Person genutzt werden. Alles Gründe, die gegen die Öffnung des Freibades sprachen. Konsequenterweise müsste das Hallenbad ebenfalls geschlossen bleiben. Oliver Sander

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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