Einspruchsfrist endet am 26. März
"Gegenwind Landkreis Harburg" ruft erneut zum Widerstand gegen Windkraft-Pläne auf

"Naturschutz statt Windkraft" forderten zahlreiche Demonstranten kürzlich in Winsen | Foto: Thorsten M. Heitmann
  • "Naturschutz statt Windkraft" forderten zahlreiche Demonstranten kürzlich in Winsen
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Was haben die Fernsehtürme von Berlin, Frankfurt, Stuttgart, Dortmund und Hamburg mit den Einwohnern des Landkreises Harburg zu tun? Sie sollen demnächst in über 300-facher Ausfertigung vor ihrer Haustür stehen! 280 Meter hohe Windräder auf monströsen Betonsockeln auf einer Gesamtfläche von 5.600 Fußballfeldern (rund 3.960 Hektar). Und deren nicht für die Region gedachte Energie soll in entsprechende Umspannwerke und dann anderswohin fließen. Dass dieses Horrorszenario schon bald Wirklichkeit wird, davon sind die gut ein Dutzend Bürgerinitiativen (BIs) überzeugt, die unter dem Namen "Gegenwind Landkreis Harburg" gegen die Windkraft-Pläne im Rahmen des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) 2025 protestieren. 

Die BIs aus den Kreisen Harburg und Lüneburg befürchten eine Umgestaltung der Region "hin zu einem 'grünen Ruhrgebiet', auf den dafür vom Land Niedersachsen und Landkreis Harburg geplanten Flächen". Hinzu komme, dass die Windräder an ihre Zielorte transportiert werden müssten - womöglich auch auf Straßen "auf denen unsere Kinder spielen, in Kitas und zur Schule gehen".

"Wir sind nicht grundsätzlich gegen erneuerbare Energien eingestellt, sondern wollen die Umgestaltung unseres Lebensraums von einer ökologisch betrachtet vitalen und liebenswerten Region mit naturnahen Wäldern und Auen in eine mit monströsen Betonspargeln zugepflasterte Vision von Schreibtischtätern und Spekulanten verhindern", so "Gegenwind"-Sprecher Thomas Lang. Vor diesem Hintergrund appelliert die Bewegung an die Bürger, die am 26. März endende Einspruchsfrist gegen die Pläne zu nutzen und so Widerstand zu leisten. Je mehr begründete Einsprüche dort eingingen, desto größer sei die Chance, es auf eine verträgliche Größe schrumpfen zu lassen, wie sie von den Kommunen "als gesund betrachtet und befürwortet wird". 

Die Entwürfe des Teilprogramms Windenergie des RROP liegen noch bis 26. März öffentlich aus unter www.landkreis-harburg.de/windenergie_beteiligung. Kommunen und Bürger können bis dahin ihre Stellungnahmen abgeben per E-Mail an raumordnung@lkharburg.de. Anschließend muss die Kreispolitik - soweit möglich - abwägen. Kontakt zu den "Gegenwind"-Bürgerinitiativen können Interessierte aufnehmen unter https://fuer-sinnvolle-energie.de/gemeinsam-sind-wir-stark/.

Windkraft um jeden Preis? Landkreis Harburg stellt Planungen vor
Redakteur:

Christoph Ehlermann aus Salzhausen

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