Weitere Feldwege in der Region verschwinden zugunsten größerer Ackerflächen
Offenbar kein Einzelfall

Auslöser der Diskussion: Wolfgang Nolte demonstriert mit Baken, wie viel schmaler der Feldweg in Buchholz-Dangersen geworden ist
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os. Buchholz. Mit seinem Vorstoß hat Wolfgang Nolte eine Diskussion in Gang gesetzt: Was kann getan werden, damit Feldwege erhalten bleiben und nicht nach und nach zu Ackerflächen werden? Wie berichtet, hatte der Rentner aus Buchholz-Dangersen exemplarisch einen Feldweg in der Nähe seines Hauses genannt, der im Laufe der vergangenen Jahrzehnte immer schmaler wurde. Der Aufruf an die WOCHENBLATT-Leser, weitere Wege zu nennen, beweist: Das von Wolfgang Nolte beschriebene Problem ist offenbar kein Einzelfall.
• Holger Mayer vom BUND-Regionalverband Elbe-Heide macht auf einen Feldweg parallel zum ThiesHolger Mayerhoper Jägerberg in Brackel in der Nähe zur A7 aufmerksam. "Früher konnte man hier ohne Probleme mit einem Pkw fahren und Gassigänger mussten nicht ins Feld ausweichen", berichtet Mayer. Heute sei der Weg deutlich schmaler und für Pkw-Fahrer nicht mehr zu nutzen.
• In Wistedt wurde der Feldweg "Am Ahler" nach Angaben von WOCHENBLATT-Leser Horst Müller vor einigen Jahren aufwendig mit einer Feldsteinunterlage hergestellt und im südlichen Teil mit Eichen bepflanzt. Dieses habe das nahe Heranpflügen verhindert. Auf der nördlichen Seite dagegen fehle die Bepflanzung. Folge: Der Feldweg dort ist auf ein Drittel der ursprünglichen Größe geschrumpft.
• In Buchholz gibt es seit vielen Jahren Diskussionen um einen Feldweg an der Ernststraße. Dieser sei in den 1970er Jahren in den Stadtplänen verzeichnet gewesen, erinnert sich die ehemalige Stadtarchivarin Dörte Bölsche. Dann sei der Weg untergepflügt worden. "Eine Beschwerde bei der Stadtverwaltung war nicht erfolgreich", erinnert sich Bölsche. Die Anwohner kämpften nunmehr seit vielen Jahren darum, dass zumindest ein Trampelpfad in das benachbarte Naherholungsgebiet erhalten bleibt.
• Hans-Peter Olbrich berichtet von dem Feldweg von Reindorf nach Buchholz entlang der Güterbahnstrecke, der fast vollständig beseitigt wurde. Auch ein Weg vom Reindorfer Osterberg den Fahrenholz-Wanderweg entlang sei nicht mehr zu erkennen.
• Als "absolute Krönung" beschreibt Leser Fritz Peters aus Appel einen Feldweg von Oldendorf in Richtung Eversen Dorf (Samtgemeinde Hollenstedt). In der Mitte sei der Weg durchgepflügt. "Man läuft auf einem mit Mais eingesäten Trampelpfad, den sich Fußgänger und Reiter 'zurückerobert' haben", berichtet Peters. Es gebe in Appel aber auch einen Landwirt, der sich an die Grenzen hält. Peters: "Man kann erkennen, welches Feld wem gehört."
Kennen Sie weitere Feldwege, die verschwunden sind oder zu verschwinden drohen? Schreiben Sie eine E-Mail mit einer kurzen Ortsbeschreibung und senden Sie möglichst ein Foto mit unter oliver.sander@kreiszeitung.net.

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