TIP in Buchholz soll innovative Firmen anlocken
Technologiepark nimmt weitere Hürde

Der Technologie- und Innovationspark soll Strahlkraft weit über den Landkreis Harburg hinaus entwickeln
  • Der Technologie- und Innovationspark soll Strahlkraft weit über den Landkreis Harburg hinaus entwickeln
  • Foto: Skizze: WLH
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os. Buchholz. Nur noch wenige Schritte fehlen, dann kann der Technologie- und Innovationspark Nordheide (TIP) in Buchholz, eine der größten Gewerbeansiedlungen im Landkreis Harburg in der jüngeren Vergangenheit, umgesetzt werden: Der Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Buchholz empfahl in seiner Sitzung am Mittwochabend mit großer Mehrheit die Änderung des bestehenden Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans "Gewerbegebiet II, Vaenser Heide, Nord". SPD-Ratsfrau Gudrun Eschment-Reichert enthielt sich der Stimme, Christoph Selke (Buchholzer Liste) votierte als Einziger dagegen.
Wie berichtet, plant die Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg (WLH) auf einem rund 18 Hektar großen Areal in Verlängerung des bestehenden Gewerbegebiets Vaenser Heide II zwischen der B75 und der Kreisstraße nach Dibbersen die Ansiedlung hochinnovativer Unternehmen, klassischen Gewerbes sowie den Bau eines TIP-Campus. "Der TIP hat eine Strahlkraft weit über den Landkreis Harburg hinaus", betonte Rainer Rempe, Landrat des Landkreises Harburg. Die Idee für den TIP entstand bei der WLH durch den Erfolg von innovativen Start-up-Unternehmen, die im ISI-Zentrum beheimatet sind. Der TIP richte sich an "technologieaffine Unternehmen" sowie Institute, die jenseits eines Universitätsstandortes z.B. in kleinen Hallen forschen wollen, sagte WLH-Geschäftsführer Jens Wrede beim offiziellen Startschuss im Mai. Das klassische Gewerbe, das ebenfalls in Buchholz angesiedelt werden soll, sei als Ergänzung gedacht.
Der Stadtentwicklungsausschuss musste sich noch einmal mit dem Thema beschäftigen, da der Landkreis Harburg wegen unzureichender Ausgleichsflächen eine Überarbeitung der Pläne erwirkt hatte. In der Sitzung am Mittwoch scheiterte die SPD mit ihrem Ansinnen, den TIP von der Tagesordnung zu nehmen. Der Vertrag zwischen der Stadt Buchholz und der WLH sei zu weich formuliert, u.a. in Hinblick auf ein Energiekon-zept und die geplante Zertifizierung des TIP durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen, erklärte Sozialdemokratin Eschment-Reichert. "Absichtserklärungen sind eine schlechte Vertragsgrundlage", betonte sie. SPD-Kollege Martin Natorp vermisste Aussagen, wie die Vorgaben aus dem Bebauungsplan, z.B. die Grünmaßnahmen, kontrolliert werden sollen. Das Monitoring sei gesichert, beruhigte Stephan Lau von der Buchholzer Stadtverwaltung. Wenn später zusätzliche Gutachten nötig seien, müssten diese von der WLH bezahlt werden. Das sei im städtebaulichen Vertrag geregelt, betonte Lau. Dass die Sozialdemokraten nach ihren Einlassungen nicht gegen den Plan stimmten, war verwunderlich.
Der Stadtrat wird in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause am Dienstag, 2. Juli, abschließend über den TIP entscheiden. Danach sollen die Bauarbeiten zeitig beginnen, die Straßen und Leitungen sollen bis Ende 2020 fertiggestellt werden, die Grünanlagen bis zum Frühjahr 2021. Danach sollen auch die Hochbauten entstehen.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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