Interview mit Bürgermeisterkandidat Dirk Hirsch
Was ist noch wichtig in Buchholz?
- Dirk Hirsch im Gespräch mit dem WOCHENBLATT
- Foto: Markus Schwarze
- hochgeladen von Stefanie Hansen
Die heiße Phase des Wahlkampfes ist deutlich sichtbar eingeleitet. Die Lampenmasten in Buchholz sind mit Plakaten behängt und die Bürgerinnen und Bürger haben die Wahlbenachrichtigung zugesandt bekommen. Die heiße Phase ist unter anderen aber dadurch gekennzeichnet, dass es gilt, die Unterschiede zwischen den Kandidaten deutlich zu machen. An vielen Stellen sind sich Parteien und Bürgermeisterkandidaten einig: Wohnraum soll günstiger und Bürokratie abgebaut werden, ferner muss die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt gesteigert werden. Erkennbare Unterschiede gibt es bei den Themen Bauen, Verkehr und Gewerbe.
Das Wochenblatt sprach mit Bürgermeisterkandidat Dirk Hirsch: "Für mich persönlich ist die östliche Umfahrung, die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen durch Gewerbeansiedlung und die Ausweisung von Bauflächen für Ein- und Mehrfamilienhäuser wichtige Anliegen. Dafür setze ich mich ein, dafür stehe ich."
WOCHENBLATT: Welche weitere Themen, die in der Diskussion häufig überlagert werden, liegen ihnen am Herzen?
Dirk Hirsch: "Da wäre zum einen der Erhalt und die Weiterentwicklung des Gesundheitsstandort Buchholz zu nennen. Zentraler Baustein hier ist unser Krankenhaus. Wir dürfen das Fortbestehen keineswegs als selbstverständlich erachten. In vielen Landkreises muss der Betrieb der Krankenhäuser eingestellt oder eingeschränkt werden. In anderen Landkreisen werden Krankenhäuser zusammengelegt und das medizinische Angebot eingeschränkt. Mir ist dabei völlig bewusst, dass nicht allein der Buchholzer Bürgermeister über das Krankenhaus entscheidet. Gemeinsam mit dem Landrat des Landkreises Harburg, Rainer Rempe, und den Abgeordneten aus Bundes- und Landtag gilt es, mit vereinten Kräften für das Fortbestehen zu kämpfen und zu streiten. Buchholz ist Mittelzentrum und das Krankenhaus gehört zu uns wie die Elbe zu Hamburg. Der Beitrag der Stadt Buchholz kann beispielsweise in der Bereitstellung von notwendigen Parkplätzen für die Patienten und die Mitarbeitenden und in der Begleitung und Unterstützung bei den geplanten Aus- und Umbaumaßnahmen liegen."
WOCHENBLATT: Die Gesundheitsversorgung betrifft aber nicht nur das Krankenhaus. Wie geht es mit der ärztlichen Versorgung weiter?
Dirk Hirsch: "Neben dem Krankenhaus ist insbesondere auch die Sicherstellung der haus- und fachärztlichen Versorgung in Buchholz ein sehr wichtiges Thema, gleiches gilt für die Stärkung und den Ausbau der ambulanten und stationären Pflege. Hier muss die Stadt vor allem bei der Standortsuche und der Schaffung der erforderlichen Räumlichkeiten unterstützen, beispielsweise durch die Schaffung von Baurechten oder die Bereitstellung von erforderlichen Grundstücken."
WOCHENBLATT: Eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern ist das Ertrinken. Was kann die Stadt Buchholz da tun?
Dirk Hirsch: "Das ist ein weiteres Thema, welches mir am Herzen liegt: die Ausweitung von Schwimmkursen für Kinder. Hier kommt uns als Stadt Buchholz eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe zu. Ich höre immer wieder aus unseren Grundschulen, dass viele Schülerinnen und Schüler große Defizite aufweisen oder gar nicht schwimmen können. Das muss schnellstmöglich geändert werden. Gemeinsam mit dem Buchholz Bad und den an der Schwimmausbildung beteiligten Vereinen gilt es, das Schwimmkursangebot für Kinder auszuweiten. Wartezeiten auf Schwimmkurse müssen reduziert und weitere Kursangebote geschaffen werden."
Redakteur:Stefanie Hansen aus Buchholz |
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