UWG Neu Wulmstorf geht Kooperation mit den Freien Wählern ein
Zusammen ist man stärker

WillyKlingenberg 
(Freie Wähler)
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mi. Neu Wulmstorf. Die UWG Neu Wulmstorf hat bei der vergangenen Gemeinderatswahl - als es gelang, der CDU das traditionell schwarze Elstorf abzujagen - bewiesen, dass sie eine kommunalpolitisch ernstzunehmende Größe darstellt. Jetzt will der Verein aus Elstorf eine enge Kooperation mit den Freien Wählern im Landkreis Harburg eingehen. Das hat Vorteile für beide Seiten.
Es ist schon ein kleiner Paukenschlag, was UWG-Vorsitzender Alexander Weiz und Fraktionschef Jan Lüdemann auf der Jahreshauptversammlung der UWG öffentlich machten. Demnach werde die UWG eine Kooperation mit den Freien Wählern eingehen. Die Freien Wähler sind im Landkreis Harburg, ähnlich wie die UWG, als Verein organisiert. Der Verein hat aber auch Zugriff auf die Ressourcen der gleichnamigen Partei, “Freie Wähler”, die auf Landes- und Bundesebene aktiv ist. Hintergrund: In den Landtagen und im Bundestag dürfen nur Parteien und keine Vereine sitzen. Deswegen sind die Freien Wähler hier - ganz gegen ihre sonstige Parteien-Skepsis - ebenfalls als Partei organisiert.
Vorsitzender der Freien Wähler im Landkreis Harburg ist Willy Klingenberg. Klingenberg betont: "Wir wollen mit dieser Kooperation, die wir auch schon mit anderen Wählergemeinschaften getroffen haben, nicht in die Strukturen der UWG vor Ort eingreifen, sondern vielmehr die Kräfte auf Kreisebene bündeln." Soll heißen: Bei den nächsten Kreistagswahlen würde die UWG mit eigener Liste, aber unter dem Dach der Freien Wähler antreten. Davon verspreche man sich, so Klingenberg, eine bessere personelle Bündelung der gemeinsamen Interessen und nicht zuletzt eine signifikante Steigerung der Kreistagsmandate.
Bei der UWG verspricht man sich von der Kooperation gleich mehrere Vorteile. Laut Fraktionschef Lüdemann sei es bei vergangenen Kreistagswahlen immer wieder zu Verwirrungen gekommen. "Bürger wählten die Freien Wähler irrtümlich, wollten aber eigentlich die UWG wählen, unsere Analyse hat ergeben, dass der UWG bei der Wahl 2006 fast 300 Stimmen durch die Lappen gegangen sind", so Lüdemann. Auf Gemeindeebene stärke eine Kooperation mit den Freien Wählern die Schlagkraft im Wahlkampf. Jan Lüdemann: "Wir können Ressourcen viel besser bündeln, zum Beispiel gemeinsam Plakate drucken, und uns stehen durch die Nähe zur Landespartei der Freien Wähler auch mehr Mittel zur Verfügung, um mit CDU und SPD zu konkurrieren, die ja im Wahlkampf auch regelmäßig Schützenhilfe aus ihren jeweiligen Landes- bzw. Bundesverbänden erhalten." Auf der Jahreshauptversammlung gab es allerdings auch Kritik. Einige UWG-Mitglieder befürchteten, die Elstorfer Wählergemeinschaft verliere durch die Kooperation an Profil und drohte "fremdbestimmt" zu werden.
Sowohl Jan Lüdemann als auch Willy Klingenberg betonen allerdings, dass die Wählergemeinschaften wie die UWG auch unter dem Dach der Freien Wähler weiter eigenständig bleiben. Es werde nicht in Listen oder Abstimmungsverhalten hineinredigiert. Andererseits gebe es in den Satzungen und zum Beispiel auch in der Umweltpolitik viele Übereinstimmungen, sodass ein näheres Zusammenrücken der beiden politischen Kräfte durchaus sinnvoll sei.

WillyKlingenberg 
(Freie Wähler)
Jan-Thorsten Lüdemann (UWG) Fotos UWG/bim

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