Verständnis in der Psychiatrie
Angehörige, Betroffene und Fachkräfte im Austausch über Belastung und Grenzen
Hilfe annehmen, Grenzen setzen: Trialog-Veranstaltungen im Landkreis Harburg
Immer wieder stehen Menschen vor der Frage, wie viel sie tragen können und wollen. Zwischen Pflichtgefühl, Sorge und dem eigenen Bedürfnis nach Selbstfürsorge entstehen innere Konflikte. Grenzen zu setzen fällt vielen schwer, ist jedoch oft notwendig, um langfristig unterstützen zu können.
Auch Betroffene selbst erleben diesen Balanceakt: Sie möchten funktionieren, niemandem zur Last fallen und gleichzeitig ihre Selbstständigkeit bewahren. Dabei stellt sich die Frage, wie Bedürfnisse klar formuliert und Hilfe angenommen werden können, ohne Angst vor Ablehnung zu haben. Der Umgang mit Verantwortung erfordert Mut und Vertrauen auf beiden Seiten.
Die Trialog-Veranstaltungen greifen diese Themen auf und bringen unterschiedliche Perspektiven zusammen. Sie bieten psychiatrieerfahrenen Menschen, Angehörigen sowie Fachkräften zweimal im Jahr Raum für einen offenen Austausch auf Augenhöhe. Ziel ist es, gegenseitiges Verständnis zu fördern, voneinander zu lernen und neue Impulse für einen achtsamen Umgang mit Verantwortung zu geben. Das Format entstand Anfang der 1990er-Jahre und ist heute fest etabliert.
Dafür gibt es zwei Termine: am Donnerstag, 16. April, in der Seniorenbegegnungsstätte Buchholz, Wilhelm-Baastrup-Platz 2, und am 23. April im Gemeindehaus St. Marien in Winsen, Kirchstraße 2. Beginn ist jeweils um 18 Uhr.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen gibt es online unter www.landkreis-harburg.de/trialog. Rückfragen beantwortet der Sozialpsychiatrische Dienst unter der Tel. 04171-693 517 oder 04181-201 980.
Redakteur:Julia Paepcke aus Buchholz |
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