Eiserne Disziplin zahlt sich aus

Sven Papendorf mit der Medaille vom Klagenfurt-Ironman (li.)  und dem Qualifikationsbutton für Hawaii
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  • Sven Papendorf mit der Medaille vom Klagenfurt-Ironman (li.) und dem Qualifikationsbutton für Hawaii
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Triathlon: Sven Papendorf (44) löst gleich bei seinem Ironman-Debüt das Ticket für die WM auf Hawaii

os. Jesteburg. Jeder ambitionierte Triathlet träumt davon, einmal beim Ironman auf der Inselgruppe Hawaii dabei zu sein. Für Sven Papendorf (44) erfüllt sich dieser Traum: Bei seinem ersten Ultratriathlon im österreichischen Klagenfurt qualifizierte sich der Ausdauerathlet aus Jesteburg auf Anhieb für das legendäre WM-Rennen am 8. Oktober auf Big Island.
„Das ist der Hammer“, jubelt Sven Papendorf. „Ich habe mich in Klagenfurt die ganze Zeit richtig gut gefühlt.“ Für 3,8 Kilometer Schwimmen im Wörthersee, 180 km Radfahren mit 1.700 Höhenmetern und den abschließenden Marathonlauf über 42,195 Kilometer benötigte der Jesteburger, der als Produktmanager arbeitet, insgesamt 9:31:01 Stunden - eine Topzeit für einen Debütanten. Während des Wettkampfs trotzte Papendorf den wechselhaften Bedingungen, die auf der Radstrecke u.a. einen heftigen Gewitterregen parat hielten. „Im Ende sind mein Teamkollege und ich uns weinend in die Arme gefallen, so glücklich waren wir.“
Mit eiserner Disziplin hatte sich Papendorf, der viele Jahre für den VfL Jesteburg Fußball spielte und dann über den Marathonlauf zum Triathlon kam, fast ein Jahr lang auf den Wettbewerb in Österreich vorbereitet. Er organisierte Trainingslager in Bayern, Österreich und auf Zypern, bestritt zudem verschiedene Wettkämpfe über kürzere Strecken - bis hin zum halben Ironman. „Ich habe versucht, mein Training familienfreundlich zu gestalten“, berichtet der verheiratete Vater einer Tochter. So fanden die Laufeinheiten nicht selten morgens um 5 Uhr oder spätabends statt. Zudem sorgte Spezialnahrung seines Sponsors Zieler dafür, dass Sven Papendorf zeitig sein Wettkampfgewicht von etwas über 70 Kilogramm - bei 1,85 Metern Körperlänge - erreichte und auch hielt.
„Dank“ der Qualifikation für Hawaii muss Papendorf noch ein paar Wochen länger eiserne Disziplin halten. „Das mache ich gerne, denn der Start bei der WM ist das Sahnehäubchen“, sagt der durchtrainierte Mann. Sven Papendorf hat sich vorgenommen, auf Hawaii auf jeden Fall durchzukommen - und möglichst unter zehn Stunden zu bleiben. Und vielleicht bleibt auch noch Zeit für einen Plausch mit den Spitzen-Profis wie Jan Frodeno, der 2015 auf Hawaii triumphierte.

Autor:

Oliver Sander aus Buchholz

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