1. Handball-Bundeliga der Frauen
"Luchse" mit Kampfgeist, Tempo und Dynamik

Die Neuzugänge bei den "Luchsen" mit Hannah Jantzen (v.li.), Daria Rassau, und Katharina Böhmker
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  • Die Neuzugänge bei den "Luchsen" mit Hannah Jantzen (v.li.), Daria Rassau, und Katharina Böhmker
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HANDBALL: Drei Talente neu im Luchse-Kader

(cc). An mangelndem Selbstbewusstsein darf das nicht gelegen haben. Im Heimspiel in der 1. Bundesliga am Mittwoch in der Nordheidehalle griffen sich die Handball-Luchse (HL) Buchholz 08-Rosengarten spontan den Ball und gingen gegen den siebenmaligen deutschen Meister Thüringer HC (THC) mit 2:0 in Führung. Danach entwickelte sich ein packendes Spiel auf Augenhöhe, in dem die „Luchse“ wenige Sekunden vor dem Ende durch einen verwandelten Strafwurf der Tschechin Marketa Jerabkova knapp mit 26:27 verloren.
Von der ersten Minute an lieferten die Gastgeberinnen dem Tabellensechsten der 1. Bundesliga einen tollen Kampf, mit enormem Tempo und Dynamik. Die von Luchse-Trainer Dubravko Prelcec gut eingestellte Heimmannschaft spielte sehr geduldig und diszipliniert mit einer starken Abwehr, die aggressiv blockte und Bälle klaute. Damit zwangen sie die Gäste oft in schwere Würfe, die nur selten zu einfachen Toren führten. So konnten die „Luchse“ über 2:0 und 4:2 ihren Zwei-Tore-Vorsprung behaupten.
Es dauerte bis zur 22. Spielminute ehe der Favorit zur ersten 10:9-Führung kam und durch weitere Treffer von Asli Iskit und Josefine Huber auf 12:9 ausbauen konnte. In dieser Phase unterliefen den Luchsen etliche technische Fehler.
Der Gastgeber gab aber nicht vorzeitig auf und kam durch enorme Willensstärke und Tore von Louise Cronstedt, Sarah Lamp und Marleen Kadenbach zum 12:12-Ausgleich, ehe Asli Iskit wenige Sekunden vor der Halbzeitpause durch einen weiteren Treffer die 13:12-Führung für den THC gelang.
Im zweiten Abschnitt schien die Partie schon nach acht Minuten entschieden, als die Gäste ihren Vorsprung auf 20:14 (38.) ausbauen konnten. In dieser Phase war es vor allem Emma Ekenman-Fernis, die sicher von Außen für Thüringen abschließen konnte. Obwohl Louise Cronstedt zwei Treffer in Folge für die „Luchse“ gelangen, behaupteten die Gäste bis zur 42. Minute ihre Führung.
Anschließend kam es aber zum Bruch im schwungvollen Spiel der Thüringerinnen und die „Luchse“ konnten mit der eingewechselten Zoe Ludwig im Tor zum 21:24 (48. Minute) verkürzen. Sechs Minuten später gelang es dem Gastgeber sogar, durch Tore von Maj Nielsen und Sarah Lamp mit 24:25 auf Schlagdistanz zum HTC zu kommen. Dann traf Marketa Jerabkova zum 26:24 für die Gäste und Luchse-Coach Dubravko Prelcec nahm eine Auszeit, um sein Team für die letzten Spielminuten neu einzustellen.
Mit Erfolg: Denn anschließend trafen Kim Berndt und im Anschluss Fatos Kücükyildiz zum 26:26 Ausgleich (59.). Pech in dieser Schlussphase, dass bei den „Luchsen“ Melissa Luschnat nach einer roten Karte vorzeitig vom Spielfeld musste. Den entscheidenden Treffer der Gäste erzielte die Tschechin Marketa Jerabkova durch einen verwandelten Strafwurf zum 27:26-Endstand. Marketa Jerabkova war mit neun Toren auch die erfolgreichste Torschützin beim THC. Bei den „Luchsen“ konnten sich Sarah Lamp (mit 6), Louise Cronstedt und Fatos Kücükyildiz mit vier Treffern auszeichnen. Die „Luchse“ bleiben mit 8:28 Punkten Tabellen-13. (Relegationsplatz), der THC auf dem sechsten Rang (25:13 Zähler) der aktuellen Tabelle.
„Heute haben nur Winzigkeiten gefehlt, um mit einem Punktgewinn gegen den favorisierten Thüringer HC für eine Sensation zu sorgen“, erklärte Trainer Dubravko Prelcec nach dem Spiel. „Leider konnten sich meine Mädels nicht belohnen. Sehr erfreulich war auch die Leistungssteigerung von Louise Cronstedt, die eindrucksvoll zeigte, wie wertvoll sie für die Mannschaft sein kann. Auch Torhüterin Zoe Ludwig gab mit 46 Prozent gehaltener Bälle ihre bisher beste Vorstellung.“
Als Tabellen-13. haben die „Luchse“ kurz vor Ende der Transferfrist ihren Bundesliga-Kader um drei Talente des Drittligisten SV Grün-Weiss Schwerin ergänzt. Diese erhalten ein Zweitspielrecht für die "Luchse". Zum neuen Nachwuchs-Trio gehören Daria Rassau, Katharina Böhmker und Hannah Jantzen, die vorerst ihr Können im Training unter Beweis stellen, um dann nach Möglichkeit den Handball-Luchsen im Kampf um den Klassenerhalt zu helfen. „Wir müssen abwarten und schauen, ob es am Ende reicht. Für uns war es wichtig, den Kader aufgrund einiger Verletzungssorgen weiterhin groß zu halten, denn die Rückrunde wird noch schwer genug“, erklärt Luchse-Geschäftsführer Sven Dubau.
Ausruhen können sich die „Luchse“ nach dem schweren Spiel gegen Thüringen nicht, denn schon am heutigen Samstag, 20. Februar, steht das Nachholspiel in Bad Wildungen auf dem Programm. „Da würde ich mir wünschen, dass meine Mannschaft die Leistung wie gegen den THC bringt“, hofft Prelcec.

Die Neuzugänge bei den "Luchsen" mit Hannah Jantzen (v.li.), Daria Rassau, und Katharina Böhmker
Fatos Kücükyildiz traf zum 26:26-Ausgleich für die Luchse, aber die Gäste kamen 13 Sekunden vor dem Ende noch zum Siegtreffer
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Roman Cebulok aus Buchholz

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