Auch wegen Hitze und Dürre
Kartoffelernte blieb im Landkreis Harburg hinter Erwartungen zurück
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Deutschlandweit werden am Sonntag, 4. Oktober, wieder Erntedankfeste gefeiert, bei denen die Menschen Gott für die Gaben danken und den Landwirten für die Sicherung der Lebensmittel. Die Bauern haben ebenfalls Grund zum Dank, auch wenn die Kartoffelernte in Deutschland in diesem Jahr schwächer ausfällt. Nach den vorläufigen amtlichen Ergebnissen des Bundeslandwirtschaftsministeriums wird eine Kartoffelernte von etwa 10,4 Millionen Tonnen erwartet. Damit wird das starke Vorjahr fast um ein Viertel und der mehrjährige Durchschnitt (2020-2025) um 13 Prozent unterschritten. 2025 wurde mit 13,9 Millionen Tonnen die größte Ernte seit 1990 eingefahren.
Ursache sind laut dem Ministerium vor allem der verspätete Saisonstart 2026 infolge der Februarniederschläge sowie die Hitze- und Dürreperioden im Sommer. Dies spiegelt sich in erster Linie im Ertrag je Hektar wider: Im bundesweiten Durchschnitt lag dieser bei etwa 38 Tonnen pro Hektar und damit deutlicher unter dem sehr guten Vorjahr (minus 15 Prozent).
"Wir im Landkreis Harburg sind dankbar für eine relativ gute Ernte, gleichwohl gilt der Bundestrend auch für uns", erklärt Kreislandwirt Martin Peters auf WOCHENBLATT-Anfrage. Kopfzerbrechen würden den Landwirten die gestiegenen Kosten für die Betriebsmittel, nämlich Diesel für die Traktoren und Dünger für die Felder, bereiten. Um die Kosten decken zu können, müsse das Preisniveau etwa bei Kartoffeln, das dem Ministerium zufolge für Verbraucher mittelfristig voraussichtlich stabil bleibt, wieder angehoben werden. "Auch bei Milch zahlen wir derzeit drauf: Beim Verkauf an die Molkerei bekommen wir 39 Cent pro Liter, bräuchten aber tatsächlich mindestens 45 Cent", gibt Martin Peters zu bedenken. "Alle Landwirte in der Region hoffen nun ganz stark auf bessere Erträge und Preise bei der Ernte im nächsten Jahr!"
Redakteur:Christoph Ehlermann aus Salzhausen |
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