Landkreis Harburg
Noch 328 Ausbildungs- und duale Studienplätze frei
- Bei Ausbildungsmessen werden viele Kontakte geknüpft
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„Auch kurz nach Beginn des neuen Ausbildungsjahres lohnt es sich für Ausbildungsinteressierte aktiv zu bleiben“, rät Sven Rodewald, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lüneburger Heide. „Im Landkreis Harburg gibt es derzeit 328 freie Ausbildungs- und duale Studienplätze und damit zahlreiche Möglichkeiten für junge Menschen, die für dieses Jahr noch auf der Suche nach einer Ausbildung sind“, sagt der Agenturchef und verweist auf die neuesten Zahlen.
Im Landkreis Harburg waren bis August insgesamt 1.461 Interessierte als Bewerber und Bewerberinnen für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet.
Von den 1.461 Bewerbern und Bewerberinnen waren zahlenmäßig 71 Personen (5,1 Prozent) mehr als im August 2025 gemeldet. Aktuell suchen 442 Bewerber und Bewerberinnen aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Alle anderen Bewerber bzw. Bewerberinnen haben sich bereits für ein Angebot entschieden oder eine andere Alternative für sich gefunden.
Verschiedene Schulabschlüsse
35 Prozent der gemeldeten Bewerber bzw. Bewerberinnen bewarben sich mit dem Realschulabschluss, 28 Prozent mit dem Hauptschulabschluss und 24 Prozent mit der Fach- oder Hochschulreife auf die offenen Stellen. 40 Prozent der jungen Menschen hat die Schule im aktuellen Berufsberatungsjahr beendet, die Übrigen schon vor längerer Zeit.
Entwicklung des Arbeitsmarktes im Blick
Bei ihren Berufswünschen orientierten sich die Bewerber bzw. Bewerberinnen an den Entwicklungen des Arbeits- und Ausbildungsmarktes. Die Top 10 der Berufswünsche der Jugendlichen sind: Kaufmann/-frau – Büromanagement, Kfz.mechatroniker/in - PKW-Technik, Verkäufer/in, Fachinformatiker-Anwendungsentwicklung, Fachinformatiker/in – Systemintegration, Medizinische/r Fachangestellte/r, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik, Anlagenmechaniker/in - Sanitär-/Heiz.-Klimatechnik, Tischler/in.
Es haben sich bislang 1.019 Jugendliche bei der Berufsberatung abgemeldet. Von ihnen begannen rund 39 Prozent eine Berufsausbildung bzw. ein duales Studium. 18 Prozent der abgemeldeten Jugendlichen besuchen auch zukünftig die Schule. Weitere 1,6 Prozent starteten in ein Studium. 11 Prozent der Bewerber bzw. Bewerberinnen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, begannen eine Fördermaßnahme zur Berufsvorbereitung oder leisten gemeinnützige/soziale Dienste.
Bisher wurden 1.012 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet (64 Stellen bzw. 6,8 Prozent mehr als vor einem Jahr). Aktuell sind 328 Ausbildungs- und duale Studienplätze frei.
Chancen im Endspurt auf einen der diesjährigen Ausbildungsplätze sieht der Agenturchef Rodewald vor allem für die Bewerber bzw. Bewerberinnen, die sich beim Berufseinstieg flexibel zeigen und Alternativen zum Wunschberuf in Betracht ziehen. „Unsere Berufsberatung unterstützt junge Menschen dabei den passenden Weg zu finden. Wer noch keinen Ausbildungsplatz hat, sollte jetzt nicht aufgeben, sondern die Zeit nutzen und sich beraten lassen. Gleichzeitig appellieren wir als Arbeitsagentur an die Unternehmen auch Ausbildungsinteressierten eine Chance zu geben, die auf den ersten Blick nicht dem Wunschprofil entsprechen“, so Rodewald.
Zu früh für eine Bilanz
Eine Bilanz des Ausbildungsjahres zu ziehen ist laut Rodewald noch zu früh, da auch weiterhin noch der Abschluss von Ausbildungsverträgen möglich ist. Die örtlichen Arbeitsagenturen arbeiten gemeinsam mit den Kammern daran, Jugendliche und Unternehmen zusammenzubringen. Wie auch in den vergangenen Jahren wird im Spätherbst ein Resümee erfolgen.
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