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"Wir liegen nicht mehr im grünen Bereich"

Uwe Schulze mit den Messröhrchen, die er an der Hamburger Straße anbrachte

Messergebnisse sind da: Stickoxidbelastung an der Hamburger Straße in Buchholz mit 29,5 Mikrogramm gemessen

os. Buchholz. In Kürze erhalten die Fraktionsvorsitzenden der im Buchholzer Stadtrat vertretenen Parteien Post von Uwe Schulze. Inhalt: die Stickoxidbelastung in der Nordheidestadt. "Ich hoffe stark, dass die Politiker tätig werden und Maßnahmen beschließen, die zur Senkung der Belastung führen", sagt Schulze.
Wie berichtet, hatte der Ex-Bürgermeisterkandidat in Kooperation mit der Deutschen Umwelthilfe versucht herauszufinden, wie hoch die Stickoxid-Belastung an vielbefahrenen Straßen in Buchholz, sogenannten "Hotspots", tatsächlich ist. Dafür hatte er einen Monat lang Messröhrchen an der Hamburger Straße angebracht. Hintergrund: Laut der Studie "Hotspot-Ermittlung und Emissionskataster lagebezogen auf Niedersachsen" (HErmEliN), die das Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim zwischen 2013 und 2017 durchgeführt hatte, liegt der Anteil von Stickoxiden in Teilen des Buchholzer Verkehrsnetzes im Jahresmittel bei 50 Mikrogramm und somit deutlich höher als der von EU und Bund vorgegebene Grenzwert von 40 Mikrogramm.
Jetzt liegen die Messergebnisse der Deutschen Umwelthilfe vor. Demnach lag die Belastung in den Messröhrchen bei 29,5 Mikrogramm/Kubikmeter. "Auch wenn der offizielle Grenzwert für Stickstoffdioxid in der Atemluft bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter liegt, gibt es eindeutige Hinweise darauf, dass bereits Konzentrationen ab 20 Mikrogramm pro Kubikmeter gesundheitsschädlich sind", heißt es in dem Schreiben der Deutschen Umwelthilfe an Uwe Schulze.
"Mit 29,5 Mikrogramm liegen wir in Buchholz nicht mehr im grünen Bereich", sagt Uwe Schulze. Man habe aber noch Zeit, um nützliche Dinge für die Stadtluft zu diskutieren, zu planen und umzusetzen. U.a. will Schulze den innerstädtischen Radverkehr stärken. Schulze: "Meiner Meinung nach wird das Thema Radverkehr in Buchholz falsch angepackt. Die meisten Radfahrer wollen nicht über irgendwelche Velorouten fahren, sondern einfach sicher mit dem Rad in die Innenstadt kommen. Hier sollte die Politik ansetzen."