Rockerüberfall: Anklage gegen mutmaßliche "Mongols"-Mitglieder wegen Mordversuchs

Dieses Beil soll bei dem Überfall eine Rolle gespielt haben
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tk. Stade. Gegen sechs Rocker, die der Gruppe "Mongols MC" oder dem Umfeld zugerechnet zugerechnet werden, hat die Staatsanwaltschaft Stade jetzt Anklage erhoben. Die Tatvorwürfe wiegen schwer: versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung. Als Mordmerkmal geht die Ermittlungsbehörde von niedrigen Beweggründen aus.
Die Anklage ist der nächste Schritt bei der Aufarbeitung des Rockerüberfalls in Freiburg/Elbe im September 2013. Bei der Party eines Motorradclubs waren 20 bis 30 Rocker aus dem Umfeld der "Mongols" erschienen und hatten gezielt vier Mitglieder des konkurrierenden Rockerclubs Gremium MC attackiert. Als Waffen benutzen die Angreifer einen Zimmermannshammer. Messer und Dachlatten mit Nägeln. Zwei der Opfer wurden dabei lebensgefährlich verletzt.
Problem für Polizei und Staatsanwaltschaft: Nicht einmal Opfer wollten mit den Ermittlern zusammenarbeiten. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz der so genannten Outlaw Motorcycle Gangs (OMC), zu denen auch "Gremium" und Mongols" gehören, die Dinge untereinander zu regeln.
Bevor es zur Anklage kam, hatte die Polizei, unterstützt von Spezialkräften, zwei Durchsuchungsaktionen in zwölf Objekten durchgeführt (das WOCHENBLATT berichtete). Einer der Beschuldigten sitzt in Untersuchungshaft, zwei Haftbefehle wurden außer Vollzug gesetzt.
Die Staatsanwaltshaft rechnet damit, dass das Landgericht schnell über die Eröffnung des Verfahren entscheidet. Grund: Bei Haftsachen muss aufs Tempo gedrückt werden, sonst wird der Haftbefehl aufgehoben. Wenn es zum Prozess kommt, gelten im Stader Landgericht einmal mehr verschärfte Sicherheitsbedingungen. "Damit haben wir Erfahrung", sagt Gerichtssprecherin Petra Baars. So ist der Zuschauerraum im Schwurgerichtssaal hermetisch vom Bereich der Angeklagten und ihrer Verteidiger abgeschirmt.

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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