Benefizkonzert in Buxtehude
40 Love rockt die St. Pauluskirche
- Drei Männer und drei Gitarren: 40 Love mit Achim Wiechern, Ulli Mayntz und Peter Schmidt (v. li.)
- hochgeladen von Nicola Dultz
Ein Benefizkonzert mit Herz, Humor und jeder Menge Ohrwürmer: Mit ihrem Auftritt vor dem Altar von St. Paulus in Buxtehude verwandelten Ulrich Mayntz, Peter Schmidt und Achim Wiechern von 40 Love das Kirchenschiff kurzerhand in einen klangvollen Konzertsaal.
Passend zur Location startete die Buxtehuder Band mit "Knocking on Heaven’s Door" von Bob Dylan in den musikalischen Abend. Weiter ging es mit "Morning of my Life" von den Bee Gees und Songs wie "Dust in the wind" von Kansas und "Sound of Silence" von Simon & Garfunkel. Frontmann Ulrich Mayntz, pensionierter Schulrektor mit Gesangsausbildung, begeisterte das Publikum mit seiner stimmlichen Vielfalt, während Peter Schmidt, als gelernter Tonmeister mit professionellem Gehör, humorvoll feststellte: „Uli kann wunderbar schmalzig singen.“
Nach der Pause dann die Überraschung: Statt Uli Mayntz nahm Pastor Stephan Jannasch den Platz am Mikro ein und stimmte mit Bass-Stimme zwei Johnny-Cash-Klassiker an. Ring of Fire und Cry, Cry, Cry. Das Publikum reagierte mit Riesenapplaus. „Da geben wir uns solche Mühe mit passenden Liedern in der Paulus-Kirche, und dann kommt der Pastor und singt Banditenlieder“, frotzelte Schmidt. „Das passt schon“, konterte der Pastor entspannt, denn: „Johnny Cash hat Theologie studiert und ich mag beide - Paulus und Cash. Aber es gibt ja keine Cash-Kirche.“
Mit jeder Menge Humor ging es musikalisch hochkarätig weiter: Beim Shallow-Duett von Lady Gaga und Bradley Cooper übernahm Achim Wiechern zwar stimmlich sehr überzeugend die Gaga-Partie. Eine optische Angleichung verweigerte er jedoch: Die von seinen Musikerkollegen vorgeschlagene blonde Perücke blieb im Fundus: „Halbglatze ist schöner.“ Auch bei "San Francisco" von Scott McKenzie blieb er als Einziger ohne Blumenschmuck im Haar.
Das Publikum dankte es mit tosendem Applaus, Mitsingen und drei eingeforderten Zugaben – die mit Hallelujah, Love is All Around Me und Hymn nicht schöner hätten ausfallen können. Peter Schmidt mahnte vor jedem weiteren Stück augenzwinkernd: „Das ist jetzt aber wirklich das letzte Lied!“ – das Publikum lachte, die Band spielte weiter. Bis es dann doch ernst wurde: Nach rund 30 gespielten Songs wollten die Herren tatsächlich Feierabend machen.
Und das alles für einen guten Zweck: Bei 214 verkauften Karten kamen mindestens 2.140 Euro für das Projekt Menschenkinder in St. Paulus zusammen, das sich für Kinder und Jugendliche stark macht. Dazu kommen noch weitere Spenden sowie die Erlöse aus dem Getränke- und Snackverkauf.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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