Buxtehude: Ein echtes Vorbild beim Klimaschutz

Sie sind jetzt offiziell Buxtehudes klimafreundlichste Familie: Thomas und Katrin Ringleben-Fricke mit ihren Töchtern Ronja und Lotta (v. li.)
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  • hochgeladen von Alexandra Bisping


Familie Ringleben-Fricke gewinnt Wettbewerb "Meine Stadt, mein Klima"

ab. Buxtehude. Möglichst kein Auto fahren, sich nachhaltig ernähren, fair produzierte oder Secondhand-Textilien tragen und nicht mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen: Das sind nur einige Vorgaben, nach denen sich Familie Ringleben-Fricke in Alltag und Freizeit richtet. Beim von der Hansestadt ausgerufenen Wettbewerb "Meine Stadt, mein Klima" wurden Katrin und Thomas Ringleben-Fricke und ihre Töchter Ronja (19) und Lotta (16) jetzt als klimafreundlichste Familie Buxtehudes in der Malerschule geehrt.

Rat und Stadt beschäftigten sich intensiv mit dem Thema Klimaschutz, erklärte der Erste Stadtrat Michael Nyveld zu Beginn der Veranstaltung. Ob es dabei um die Abschaffung der Plastiktüten gehe, Mehrweg- statt To-Go-Becher, Elektrofahrzeuge, neue Energiekonzepte für ein Baugebiet wie das an der Giselbertstraße oder um die energetische Sanierung eines Quartiers. "Doch Klimaschutz funktioniert nur, wenn alle Menschen einer Stadt mitmachen", sagte Nyveld. Darum sei auch der Wettbewerb "Mein Buxtehude, mein Klima" ins Leben gerufen worden, der sich sowohl an Firmen und Vereine als auch an Schulen und Privatpersonen richtete.

Die erstplatzierte Familie Ringleben-Fricke konnte sich mit ihrem klimaschutzfreundlichen Lebenswandel deutlich von den anderen Bewerbern absetzen. Seit 2001 bezieht sie Ökostrom und hat ihren Verbrauch inzwischen auf jährlich 2.500 kWh abgesenkt - der Durchschnitt einer vierköpfigen Familie in einem Einfamilienhaushalt liegt bei jährlich 4.000 kWh. Ihr Auto hat die Familie bereits vor 15 Jahren abgeschafft und fährt im Carsharing weniger als 500 Kilometer pro Jahr.

95 Prozent der Lebensmittel ihres täglichen Bedarfs stammt aus kontrolliertem Bioanbau oder fairem Handel. Außerdem ernährt sich die Familie vegetarisch und hat ihren Milchkonsum reduziert. Kleidung beziehen die Ringleben-Frickes von Anbietern fairer und ökologischer Ware, bei Funktionskleidung und Elektroartikeln achten sie auf Langlebigkeit. Als Wettbewerbsgewinner erhielt die Familie Ringleben-Fricke einen Scheck in Höhe von 500 Euro.

"Wir wollen zeigen, dass nachhaltig-ökologisches und wirtschaftlich gerechtes Handeln keine abstrakte Forderung an Politik und Wirtschaft bleiben muss, sondern dass jeder einzelne viel dafür tun kann, wenn er es damit wirklich ernst meint", erläutert Thomas Ringleben-Fricke. Und Tochter Ronja fügt hinzu: "Es war richtig schön, einmal von offizieller Seite zu hören, dass unser Weg richtig ist."

• Als klimafreundlichster Verein wurde die Radsportsparte des Buxtehuder Sportvereins BSV ausgezeichnet, als klimafreundlichste Schule die BBS - Berufsbildenden Schulen Buxtehude.

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