Buxtehude: "Jury-Besetzung war nicht in Ordnung"

Platzierten sich bei „Jugend forscht“-Wettbewerb in Celle - dennoch üben die Schüler und der verantwortliche Lehrer Kritik an der Veranstaltung
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Halepaghen-Schule unzufrieden: Kritik an „Jugend forscht“-Wettbewerb

ab. Buxtehude. Enttäuschung bei fast allen Teilnehmern: Satte 13 Projekte hatten Schülerinnen und Schüler der Buxtehuder Halepaghen-Schule bei den Jungforscher-Wettbewerben „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ eingereicht - trotz der jetzt in Celle erzielten Preise üben sie Kritik. Zum ersten Mal war die Halepaghen-Schule zum Regionalwettbewerb nach Celle gefahren, bisher hatten sie immer in Lüneburg teilgenommen.

„Die Jury in Celle bestand ausschließlich aus Lehrern des teilnehmenden Celler Gymnasiums“, bemängelt Dirk Schulze. Wie berichtet, engagiert sich der Pädagoge der Halepaghen-Schule seit Jahren für „Jugend forscht“ und fördert Schüler. Die Celler Lehrer hätten zwar keine Schüler beurteilt, die sie selbst unterrichten, dennoch sieht Schulze ihren Einsatz kritisch.

„Über die Entscheidung, dass sie in der Jury saßen, bin ich nicht froh. Wie objektiv können sie die Arbeiten aus der eigenen Schule beurteilen? Das ist eine schwierige Konstellation.“ Ebenfalls ungünstig: Es habe, wie in den Vorjahren üblich, kein Jury-Mitglied aus der Wirtschaft gegeben. Seine Kritik hat Dirk Schulze schriftlich an die Verantwortlichen des Landeswettbewerbs gesandt. Ebenfalls kritisch äußert sich der Schüler Niklas Böhme (18): An seinem Projekt „Quadroplane“ forscht er gemeinsam mit Jonas Meyer (18) und Jeroen Niclas Trzaska (18) seit mehreren Jahren. „Im vergangenen Jahr haben wir beim ,Jugend forscht'-Regionalwettbewerb in Lüneburg den zweiten Platz im Fachgebiet Technik belegt.

Diesmal gab es nur einen Sonderpreis“, berichtet Niklas. In Lüneburg habe die Jury den Schülern geraten, das Projekt weiter zu entwickeln. Dem Rat war das Trio gefolgt und das Modell modifiziert. „An unserem Stand in Celle haben wir viel positives Feedback bekommen. Bestimmt 200 Gäste waren da und haben unser Projekt begutachtet.“ Positive Reaktion habe es dabei seitens anwesender Politiker und der Freiwilligen Feuerwehr aus Bliedersdorf gegeben: „Die haben echtes Interesse am Quadroplane signalisiert. Da wundert man sich schon, wenn man nicht mal eine Platzierung unter den ersten dreien erhält.“

Große Unzufriedenheit auch beim Projekt im Fachgebiet Arbeitswelt. Dort hatte Pia Clara Erdtmann (17) für ihren „Schnelltest zur Säureanalyse in Schiffsbrennmotoren“ den zweiten Platz gemacht. Kritik von der Jury: Ihr Forschungsprojekt werde ja noch gar nicht von der Wirtschaft eingesetzt. Das Kuriose: In diesem Fachgebiet vergaben die Juroren überhaupt keinen ersten Platz.

Einzig Alexandra Schmaje (13), Vivien Sobol (13) und Nisa Rosati (12) freuten sich über die Bewertung ihrer Arbeit: Sie hatten bei „Schüler experimentieren“ im Fachbereich Chemie für ihr Projekt „Pykrete“ - ein von ihnen erforschtes, schusssicheres Material aus Sägespänen, Hanffasern und Wasser in gefrorenem Zustand - den ersten Preis erhalten.

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