E-Scooter: So macht Öko-Mobilität auch Megaspaß

Das ist noch verboten, macht aber sehr viel Spaß: Mit einem E-Scooter ohne Straßenzulassung durch die Stadt zu flitzen. Das Verkehrsministerium soll aber derzeit an einer Gesetzesänderung arbeiten  Fotos: ab/tk
3Bilder
  • Das ist noch verboten, macht aber sehr viel Spaß: Mit einem E-Scooter ohne Straßenzulassung durch die Stadt zu flitzen. Das Verkehrsministerium soll aber derzeit an einer Gesetzesänderung arbeiten Fotos: ab/tk
  • hochgeladen von Tom Kreib

Das WOCHENBLATT testet E-Scooter / Der Gesetzgeber muss endlich nachbessern / "Porsche-Feeling" mit gutem Gewissen

tk. Landkreis. Vergessen Sie alles, was Sie bislang über den guten alten Tretroller aus Kindertagen oder seine klappbare Fortentwicklung, das Kickboard, wissen. Das, was WOCHENBLATT-Redakteur Tom Kreib ausprobiert hat, ist der Tretroller 4.0. Nämlich ein E-Scooter, der mit bis zu 25 km/h flott unterwegs ist.

Keine Frage: der Spaßfaktor ist hoch. Doch das Thema E-Scooter hat einen ernsthaften Hintergrund. Die kleinen Flitzer wären eine perfekte Ergänzung zum Nahverkehr. Sie könnten die Städte spürbar vom Autoverkehr entlasten und wären auch ein Baustein für eine umweltverträgliche Mobilität. Leider setzt der Gesetzgeber dem in Deutschland noch sehr enge Grenzen.

Das WOCHENBLATT hat vom Media Markt Buxtehude den E-Sccoter "Kick Scooter TT V2" als Probefahrzeug bekommen. Der Regelpreis liegt bei 299 Euro. Matthias Butgereit, der im Buxtehuder Media Markt als Einkäufer für einige Fachabteilungen verantwortlich ist, ist von den E-Scootern überzeugt: "Die haben Zukunft!"

Der Scooter ist binnen weniger Minuten zusammengebaut. Nach knapp drei Stunden ist der Akku geladen. Die Testfahrt kann beginnen. Überraschung Nummer eins: Selbst in der niedrigsten Tempostufe (bis acht km/h) zieht das Ding kraftvoll los. Der Scooter hat drei Einstellungen: maximal acht, 15 oder 25 km/h. Wer "High-Speed" fährt, ahnt, warum der Hersteller zu Fahrradhelm sowie Knie- und Ellenbogenschützern rät. Das ist  "Porsche-Feeling" auf dem Tretroller. 

Das Fahren erfordert keine große Übung. Wer einigermaßen sein Gleichgewicht halten kann, startet durch. Beim sanften Druck auf den schwarzen Hebel rechts schnurt das Zweirad ab. Die Geschwindkeitsstufen können beim Fahren per Knopfdruck verändert werden.
Beim Test auf einem asphaltierten Wirtschaftsweg kommt schon nach wenigen Metern echter Fahrspaß auf. Allein das Lenken erfordert wegen der kleinen Räder noch ein wenig Übung. Gebremst wird mit dem roten Schalter links oder - ganz so wie früher beim Traditions-Tretroller - mit dem Fuß über die Hinterradbremse.

Mit knapp 25 km/h flitze ich durch den Sommerabend. Schade, dass ich den E-Scooter (noch) nicht in meinen Alltag einbauen kann. Etwa, um sonntags Brötchen zu holen oder die beim Einkaufen vergessene Kleinigkeit zu besorgen. Es gibt (deutlich teurere E-Scooter) die heute schon über eine Straßenzulassung verfügen. Für das Verkehrsministerium sind die meisten E-Scooter und auch Hoverboards "elektrische Fortbewegungsmittel für den Nahbereich" und werden rechtlich als Kraftfahrzeug eingestuft. Folge: Wer damit fährt, braucht einen Pkw-Führerschein, eine Zulassung sowie Versicherung. Weil E-Scooter aber in keine offizielle Fahrzeug-Kategorie fallen, riskiert der Fahrer derzeit eine Geldbuße und einen Punkt in Flensburg. Das Bundesverkehrsministerium soll nach Angaben von "Spiegel Online" prüfen, ob die Gesetzeslage verändert werden kann. Das ist überfällig, damit der Fahrspaß auf legale Weise möglich wird und das Auto öfter stehen bleiben kann.

Übrigens: Sowohl Familie als auch Kollegen waren von dem Tret-Flitzer begeistert. Wir warten ungeduldig darauf, dass der Gesetzgeber endlich nachvollzieht, was in der Lebenswirklichkeit längst angekommen ist.

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

Wirtschaft
Dehoga-Präsident Detlef Schröder

Dehoga-Umfrage zu Corona-Folgen
Gastronomie und Hotellerie mit riesigen Löchern in den Bilanzen

(bim/nw). Auch wenn Restaurants und Cafés unter Auflagen wieder Gäste bewirten und Hotels Touristen beherbergen dürfen, ist die Not in der Branche weiterhin groß. Nach wochenlanger Zwangspause klaffen riesige Löcher in den Bilanzen. Die Umsätze liegen weit unter den Vorjahreswerten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Niedersachsen vom 3. bis 10. August durchführte und an dem sich 747 Gastronomen und Hoteliers beteiligten. Verlängerung...

Politik
Neuer Job: Jannik Stuhr

Neider wittern Verschwörung im Winsener Rathaus
Job über das CDU-Parteibuch?

thl. Winsen. Jannik Stuhr ist der "Neue" im Winsener Rathaus. Ab 1. September ist er für die "weitere Digitalisierung städtischer Verwaltungsabläufe und Dienstleistungen" zuständig. Doch bevor Stuhr seinen Dienst antritt, wittern einige Personen bereits Verschwörungen. "Stuhr ist Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Stelle und der Jungen Union im Landkreis. Zudem war er Wahlkampfunterstützer für Bürgermeister André Wiese. Gab die Parteizugehörigkeit den entscheidenden Ausschlag?", heißt es in...

Wirtschaft
Der Industriehafen in Stade-Bützfleth soll erweitert werden
  3 Bilder

Das Tor zur Welt
Pläne für die Erweiterung des Stader Binnen- und Seeschiffhafens

jab. Stade. Der Binnen- und Seeschiffhafen in Stade ist der drittgrößte Umschlagplatz in Niedersachsen. Seit Jahren schon gibt es die Überlegungen, den Industriehafen in Stade-Bützfleth zu erweitern. Passiert ist bisher nichts. Doch nun liegt ein Perspektivpapier vor, das durch den Betreiber Niedersachsen Ports (N-Ports) in den vergangenen Jahren erstellt wurde und konkrete Planungen für eine Erweiterung beinhaltet. Auf der Sommertour des Landtagsabgeordneten Kai Seefried und der...

Politik
Uwe Harden

Corona-Maßnahmen im Landkreis Harburg
Uwe Harden fordert: "Mündige Bürger statt Sanktionsregime"

(bim). Drages Bürgermeister Uwe Harden, der auch stellvertretender Landrat des Landkreises Harburg ist, hat einen Leserbrief zur Schließung der Abstrichzentren der Kassenärztlichen Vereinigung in Winsen und Buchholz verfasst. Im Grunde ist es aber eine Einschätzung bisheriger Corona-Maßnahmen auf Landkreis- und Bundesebene, die wir hier in Auszügen veröffentlichen: "Ich finde, die Kreisverwaltung hat bislang in der Corona-Pandemie lobenswerte Arbeit geleistet. Zwar sind bis Mitte Mai 13...

Wirtschaft
Die Getreideernte lief in den vergangenen Tagen auf Hochtouren

Die Weizenfelder sind weitgehend abgeerntet
Erste Erntebilanz im Landkreis Stade: Enttäuschend bis überraschend

jd. Stade. Die Mähdrescher waren in den vergangenen Tagen im Dauereinsatz: Im Landkreis Stade ist die Ernte von Weizen und Gerste weitgehend abgeschlossen. Auf der Stader Geest liegt das Getreide bereits in den Silos, nur in Kehdingen sind noch die Erntefahrzeuge auf den Feldern. "Die Landwirte haben durchschnittliche Erträge eingefahren", zieht Stades Kreislandwirt Johann Knabbe ein erstes Resümee. Dabei gebe es selbst innerhalb des Landkreises starke Schwankungen, "von enttäuschend bis...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen