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Nachhaltigkeitsserie im WOCHENBLATT mit der Initiative "Buxtehude im Wandel"
Kleidung reparieren oder umarbeiten und neu nutzen

Aus einem ausgedienten Herrenhemd hat Gabriele Wirsig-Kalwar ein niedliches Kinderkleid genäht | Foto: G. Wirsig-Kalwar
  • Aus einem ausgedienten Herrenhemd hat Gabriele Wirsig-Kalwar ein niedliches Kinderkleid genäht
  • Foto: G. Wirsig-Kalwar
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Shoppen ist zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung geworden. "Doch ist dabei leider zu beobachten, dass viele Verbraucher in erster Linie darauf achten, dass die Kleidung möglichst billig ist", sagt Gabriele Wirsig-Kalwar aus Buxtehude, die schon seit Jahren selber näht und nun das Upcycling von Möbeln und Mode für sich entdeckt hat. Mit der Initiative "Buxtehude im Wandel" ist sie eng verbunden. Experten von "Buxtehude im Wandel" geben im Rahmen der Nachhaltigkeitsserie im Wochenblatt in lockerer Reihenfolge Tipps für umweltbewusstes Verhalten.
"Günstig und viel zu shoppen, wirkt sich negativ auf die Umwelt aus", so Gabriele Wirsig-Kalwar. "Inzwischen wird durch die Herstellung und Nutzung von Kleidung mehr CO₂ verbraucht als durch den Flugverkehr und die Schifffahrt zusammen." Egal welches Material bevorzugt werde, die Herstellung von Kleidungsstücken sei eine Belastung für die Umwelt, so die Expertin. "Durch sie gelangen unendlich viele Chemikalien wie Insektizide und Pestizide in die Umwelt, und etwa 35 Prozent des Mikroplastiks im Meer stammt aus Kunstfasern."
Auch das Spenden ausgedienter Kleidungsstücke an die Kleidersammlung reduziere die Umweltbelastung nicht entscheidend. Laut der Verbraucherzentrale NRW landen jährlich pro Bundesbürger 16 Kleidungsstücke im Altkleidercontainer, das sind in der Bundesrepublik 1,1 Millionen Tonnen pro Jahr. Durch die schlechte Qualität der Kleidungsstücke lohnt sich jedoch oft eine echte Wiederverwertung nicht, sodass viele Textilien zu Putzlappen oder Dämmmaterial verarbeitet werden. Auch funktioniere es oft nicht, Kunstfasern neu zu verwerten. Daher rät Gabriele Wirsig-Kalwar zu folgendem Verhalten
Weniger Kleidungsstücke pro Jahr kaufen. Dadurch würde weniger Baumwolle angebaut, weniger Wasser für den Anbau benötigt und weniger Chemikalien für Ausrüstung und Färbung eingesetzt.
Qualitätsmäßig hochwertigere Kleidung kaufen und sie länger tragen.
Kaputte Kleidungsstücke reparieren.
Wenn ein Kleidungsstück nicht repariert werden kann, etwas Neues daraus herstellen. So kann man z.B. aus einem am Kragen oder Ärmel verschlissenen Herrenhemd ein Kinderkleid (Anleitung: https://buxtehude-im-wandel.de/index.php/projekte/) oder einen Bezug für ein Küchenstuhlkissen herstellen.
Downcycling von nicht mehr tragbarer Kleidung. Gerade aus Baumwollstoffen können direkt für den Haushalt nutzbare Putzlappen werden.
Auf Modelabels achten, die nachhaltig produzieren. Infos über nachhaltige Labels und Siegel gibt es im Internet (https://utopia.de/bestenlisten/modelabels-faire-mode/ und https://buxtehude-imwandel.de/index.php/2021/05/20/was-textilsiegel-taugen/). Auch in unserer Region kann man diese Kleidung in verschiedenen Geschäften erwerben.
Infos unter www.buxtehude-im-wandel.de und www.kreiszeitung-wochenblatt.de unter dem Suchbegriff Nachhaltigkeit.

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Redakteur:

Nicola Dultz aus Buxtehude

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