L140-Sperrung: "Eine massive Beeinträchtigung"

Bürgermeister Gerd Hubert ist aufgefordert, klare Kante gegenüber der planenden Landesbehörde zu zeigen
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bc. Jork. Die geplante mehrmonatige Vollsperrung der L140 in Königreich im kommenden Jahr und in Osterjork in 2018 sorgt weiter für reichlich Diskussionsstoff in der Gemeinde Jork. Sowohl der Fruchthandelsverband Nord als auch die Erzeugerorganisation Elbe Obst fordern, die Planungen, die Straße während der Sanierung komplett dicht zu machen, noch einmal zu überdenken.
Der Fruchthandelsverband weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass die Lkw der Altländer Betriebe ebenfalls auf eigene Gefahr nach Feierabend durch die Baustelle fahren dürfen sollten. „Mit welcher Berechtigung sollen denn nur die Airbus-Transporte abends durch die Baustelle fahren dürfen? Auf eigene Gefahr fahren die Lkw ja auch sonst ihre Strecken“, wundert sich Verbandsgeschäftsführerin Hilke Ehlers.
Zum Hintergrund: Der Verband vertritt 24 der größten deutschen Fruchthandelsunternehmen. Diese mittelständischen Unternehmen sind nach Angaben des Verbandes die wirtschaftliche Basis der Region, indem sie nicht nur Arbeitsplätze bieten, sondern auch die dörflichen Strukturen stützen. „Es kann doch nicht sein, dass hier wieder bürokratische Vorschriften dazu führen, dass Anwohner und Gewerbe derart lange Umwege von 20 Kilometern in Kauf nehmen müssen.“ Der Arbeitsschutz für die Bauarbeiter müsse auch anders zu gewährleisten sein, so Ehlers.
Der Fruchthandelsverband fordert die Gemeinde Jork auf, in den angekündigten Gesprächen mit der planenden Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die Interessen der heimischen Wirtschaft zu vertreten.
Ähnliches gilt für die Elbe Obst. Sie schreibt in einem Brief an Jorks Bürgermeister Gerd Hubert, dass eine Sperrung unbedingt verhindert werden müsse. „Ziel muss es sein, während der Bauphase eine halbseitige Befahrbarkeit des gesamten Abschnitts zu erhalten. Diese Verbindung stellt die einzige Versorgungsachse zwischen unseren Standorten innerhalb des Alten Landes dar“, heißt es in dem Schreiben. Die Alternativroute führe von Jork über Neukloster und Buxtehude nach Königreich: „Wir fürchten eine massive Beeinträchtigung unseres Geschäftsbetriebs“, so die Elbe Obst.

Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

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