Zu viele Falschparker und Raser
Shared Space am Torfweg: Rücksicht ist notwendig

tk. Buxtehude. "Vom Grundsatz ist das super", sagt Thorsten Gloede, Leiter der Fachgruppe Sicherheit und Ordnung, über den Shared Space am Torfweg. "Früher", erinnert er sich, "wurde dort noch viel mehr gerast." Weil der bislang einzige Bereich in Buxtehude, in dem Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger gleichberechtigt unterwegs sind, regelmäßig im Fokus der städtischen Verkehrsüberwacher steht, ist das mitunter nicht funktionierende Miteinander aller Verkehrsteilnehmer einmal mehr Thema geworden. Das dort außerhalb der gekennzeichneten Flächen geparkt werde, sei ein Problem, so Gloede. "Dabei sind die Parkplätze super markiert", fügt er hinzu. Es ist also ein Stück weit Ignoranz, das zu den Problemen führt.

Das WOCHENBLATT hatte schon mehrfach über Raser und Rüpel am Torfweg berichtet. 2015 hatte ein Vater etwa darüber geklagt, dass seine Tochter dort beinahe angefahren worden war. "Der Shared Space ist kein Unfallschwerpunkt", betont Gloede aber. Er weiß, dass es immer mal wieder Beschwerden bei der Stadtverwaltung und auch bei Ratspolitikern gibt. Daher wurde jetzt intensiver hingeschaut. Besonders die Falschparker sind im Visier von Ordnungsamt und Polizei.

Was manchen Autofahrern wohl noch einmal bewusst gemacht werden muss: "Dort ist Schrittgeschwindigkeit vorgeschrieben", sagt Thorsten Gloede. Das heißt, maximal 15 und am besten nur sieben Stundenkilometer. Was die Überwachung dabei schwierig macht: Schritttempo kann nicht mit einem Blitzer gemessen werden. Was als angemessenes Tempo gilt, sei durch Gerichtsurteile definiert worden. Wer auf dem Tacho mehr als 15 Sachen drauf hat, der sei auf jeden Fall zu schnell unterwegs.

Der Shared Space am Torfweg wurde vor fünf Jahren als Modellprojekt mit EU-Mitteln eingerichtet. Es ging dabei nicht nur um die Verkehrsführung, sondern auch um eine Aufwertung des Platzes samt der Ladenzeile. Die Erfahrungen mit dieser Art der Verkehrsberuhigung sind auch deshalb wichtig, weil im Zusammenhang mit einer grundlegenden Umgestaltung der Bahnhofstraße immer mal wieder vom Shared Space gesprochen wird. Im Vergleich zum Torfweg ist dort aber wesentlich mehr los. Kann das funktionieren? "Im Grunde genommen ist ein Shared Space eine gute Regelung", sagt Thorsten Gloede. Das setze aber voraus, dass alle aufeinander acht geben. Das wäre, auch ohne Shared Space, für die Bahnhofstraße schon ein echter Fortschritt. Denn ein harmonisches Miteinander funktioniert zwischen allen Verkehrsteilnehmern dort nicht richtig gut.

Autor:

Tom Kreib

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