Oberschule, Sportplatz und Schwimmbecken
Buxtehude stellt Weichen für Sport und Bildung

Bau- und Schulausschuss empfehlen einstimmig: Das Schulzentrum Süd soll zur Oberschule werden | Foto: ab
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In der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Schulausschusses wurden zentrale Projekte für Bildung und Sport in Buxtehude diskutiert. Drei Maßnahmen standen, neben dem Masterplan Grundschule, im Mittelpunkt: eine neue Oberschule am Schulzentrum Süd, die Übertragung des Lehrschwimmbeckens Neukloster an die Stadtwerke und die Sanierung des Kunstrasenplatzes im Jahnstadion. Alle Pläne wurden im Ausschuss einstimmig angenommen.

Neustart am Schulzentrum Süd

Die Haupt- und Realschule am Standort Süd soll abgelöst werden – ab dem Schuljahr 2026/2027 ist am gleichen Standort eine neue Oberschule mit gymnasialem Angebot geplant. Der Beschluss in der gemeinsamen Sitzung des Bau- und Schulausschusses fiel einstimmig. Die bisherigen Schulformen gelten als überholt: Die Realschule ist stark überbelegt, die Hauptschule zuletzt wegen Schimmelproblemen in den Schlagzeilen. Hinzu kommen steigender Förderbedarf und wachsende Heterogenität.

Die Schulleiterinnen Jutta Mangelmann und Hanka Schwedt hatten sich früh für die neue Schulform ausgesprochen. Die Oberschule soll schrittweise aufgebaut werden – maximal sieben Züge, beginnend mit Jahrgang 5. Ein Neubau mit Mensa und Bibliothek ist vorgesehen, das Planungsrecht muss angepasst werden. Das Hauptschulgebäude soll, so Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt, einem Neubau weichen. Für die notwendige Schülerzahlenprognose sind zunächst 20.000 Euro eingeplant, weitere Mittel folgen ab 2026.

Buxtehuder Schulleiterinnen fordern Oberschule

Oldenburg-Schmidt sprach von einer „kleinen Revolution“ für Buxtehudes Schullandschaft. Auch Elternvertreter Marc Höper begrüßt den Schritt: „Wir stehen als Elternschaft voll und ganz hinter dem Beschluss.“

Schwimmbetrieb in Neukloster wird neu organisiert

Das Lehrschwimmbecken in der Grundschule Neukloster wird künftig von den Stadtwerken Buxtehude betrieben. Der Vertrag läuft rückwirkend ab Januar 2025 für 50 Jahre. Die Stadt überträgt das wirtschaftliche Eigentum unentgeltlich, bleibt aber rechtlich Eigentümerin.

Die in die Jahre gekommene Anlage erfordert zunehmend fachlichen Aufwand – Erfahrung und Know-how bringen die Stadtwerke mit, die bereits das Aquarella und das Heidebad betreiben. Künftig kümmern sie sich um Betrieb, Wartung sowie Ver- und Entsorgung des Beckens.

Das Lehrschwimmbecken bleibt weiterhin nutzbar für Schulklassen, Vereine und Gruppen mit besonderem Förderbedarf – ein geschützter Raum für Lernende, die in einem öffentlichen Bad schnell an ihre Grenzen stoßen würden.

Kunstrasenplatz im Jahnstadion wird erneuert

Der Kunstrasenplatz im Jahnstadion ist stark beansprucht – täglich trainieren hier Sportvereine, Schulteams und Freizeitsportler. Nun wird der Platz grundlegend saniert. Die Stadt stellt dafür 650.000 Euro bereit – mehr als doppelt so viel wie ursprünglich veranschlagt. Grund ist der größere Sanierungsbedarf: Der 2009 verlegte Belag zeigt deutliche Verschleißspuren, auch die Tragschicht muss teils erneuert werden.

Technisch geht die Stadt dabei neue Wege. Statt Kunststoffgranulat soll der neue Belag vollständig mit Quartzsand verfüllt werden – ein Schritt weg vom Mikroplastik. Das passt auch zur kommenden EU-Regelung, die den Verkauf von Mikroplastik ab 2031 verbietet. Martina Czojor von der Fachgruppe Schulen und Sport macht deutlich, dass die Kosten nicht aus der Sportförderung gezahlt wird. 

Martina Czojor von der Fachgruppe Schule und Sport erklärt die Wichtigkeit des Kunstrasenplatzes im Jahnstadion | Foto: pau
  • Martina Czojor von der Fachgruppe Schule und Sport erklärt die Wichtigkeit des Kunstrasenplatzes im Jahnstadion
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Für den Vereinssport ist der zentrale Kunstrasenplatz nicht wegzudenken: „Der Platz wird rund um die Uhr frequentiert, bis die Flutlichter ausgehen“, sagt Czojor. Auch Stephan Griebel von der AG der Buxtehuder Sportvereine betont die  „außerordentliche Bedeutung“ der Spielfläche für die innerstädtischen Vereine. Das läge auch daran, dass es der einzige Outdoor-Platz sei, der auch in kalten Jahreszeit nutzbar ist. „Es wird höchste Zeit, wenn wir den Sport fördern wollen“, äußerte sich FDP-Ratsherr Wolfgang Watzulik.

Die Ausschreibung der Maßnahme ist für Herbst 2025 geplant, gebaut werden soll im Frühjahr 2026 – sobald es die Witterung zulässt.

Bau- und Schulausschuss empfehlen einstimmig: Das Schulzentrum Süd soll zur Oberschule werden | Foto: ab
Die31. Sitzung des Ausschusses für Bau- und Grundstücksmanagement gemeinsam mit dem 19. Ausschuss für Schulen und Sport | Foto: pau
Martina Czojor von der Fachgruppe Schule und Sport erklärt die Wichtigkeit des Kunstrasenplatzes im Jahnstadion | Foto: pau
Redakteur:

Pauline Bellmann aus Buxtehude

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