Bilanz der Aktionswoche in der Hansestadt
"Fridays for Future Buxtehude": "Wir sind laut und präsent"

Symbolisches "Die In" auf dem Rathausmarkt: "Friday for Future Buxtehude" war während der Aktionswoche nicht zu übersehen
  • Symbolisches "Die In" auf dem Rathausmarkt: "Friday for Future Buxtehude" war während der Aktionswoche nicht zu übersehen
  • Foto: FFF Buxtehude
  • hochgeladen von Tom Kreib

"Fridays for Future Buxtehude" zieht eine Bilanz der Aktionswoche tk. Buxtehude. "Mit unseren Aktionen haben wir viele Menschen erreicht", sagen Marlene Kosin, Lina von Ahn und Linus Köster vom Organisationsteam "Fridays for Future Buxtehude". Eine Woche lang waren die Schülerinnen und Schüler jeden Nachmittag in der Stadt präsent, um mit teils spektakulären Aktionen wie einem "Die In" (symbolisches Sichtotstellen) oder einem Trauermarsch die Menschen wachzurütteln. Die zentrale Botschaft: Wenn der Klimawandel nicht gestoppt wird, dann wird die Erde und mit ihr alles Leben sterben.

Nach dem globalen Klimastreik mit der großen Demo mit rund 2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Buxtehude wollte sich die "Fridays for Future"-Gruppe während der "Week4Future" nicht in interne Workshops zurückziehen, sondern weiter in der Stadt sichtbar bleiben. "Wir sind präsent und wir sind laut", sagt Marlene Kosin, die mit dem Organisationsteam im Gespräch mit dem WOCHENBLATT eine Bilanz der Aktionswoche zieht. Wichtig war es den Klimaaktivisten, zu zeigen, dass es beim Thema Klimaschutz nicht nur um den Ausstoß von Kohlendioxid geht. "Das war uns ein wichtiges Anliegen", sagt Lina von Ahn. Die "Fridays für Future"-Gruppe hatte etwa zum Second-Hand-Tauschmarkt vor der "H&M"-Filiale eingeladen oder war mit blutverschmierten Kostümen durch die Innenstadt gezogen, um gegen die industrielle Massentierhaltung zu protestieren. "Dabei merkt man, dass einige bewusst wegschauen", hat Linus Köster als Reaktion  von Passanten beobachtet. Wobei Marlene Kosin überzeugt ist, dass  auch das ein Erfolg für die Gruppe ist. Denn: "Erreicht haben wir diese Menschen auch." Wer sich durch die Aktionen ertappt fühle, gehe zuerst auf Abstand und denke vielleicht später darüber nach. Die Auseinandersetzung mit anderen Meinungen hat Marlene Kosin weitergebracht. "Ich habe gelernt, anders auf andere einzugehen und anders zu argumentieren."

Dass die Schülerinnen und Schüler jetzt leise sein werden, ist nicht zu erwarten. "Wir planen weitere Aktionen und haben noch viel vor", sagt Lina von Ahn. Die Aktionswoche habe die Gruppe inspiriert und dazu beigetragen, andere Gruppen und Aktivisten kennenzulernen.

"Fridays for Future Buxtehude" will sich künftig ganz konkret mit Buxtehuder Themen beschäftigen. "Wir stellen direkte Forderungen an die Stadt", kündigt Linus Köster an. "Keiner uns wird sich unterkriegen lassen", sagen die drei. Sie werden weiter laut und präsent in der Estestadt sein und das ist auch gut so.

Autor:

Tom Kreib

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