Vorschlag der Grünen stößt überwiegend auf Skepsis und Ablehnung
Reaktionen auf Buxtehuder B73-Deckel :"Keine Zeit für Fantasien"

Hier käme der Deckel hin, der bebaut werden könnte
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tk. Buxtehude. Visionär oder spinnert? Das hatte das WOCHENBLATT seine Leserinnen und Leser gefragt. Die Fraktion der Grünen hatte die Idee, in Höhe der Apensener Straße einen Deckel über die B73 zu bauen und dort Gebäude für Gewerbe und Wohnen zu errichten. "Das ist machbar", hatte der grüne Co-Fraktionschef Michael Lemke betont. Der Artikel stieß bei den Buxtehudern auf großes Interesse - und auf Widerspruch, was die Sinnhaftigkeit betrifft.  Hier einige Auszüge der Leserreaktionen.

• Hilde Fischer übt Grundsatzkritik: "Die Grünen sollten sich entscheiden, was sie wollen." Sind Autos nun wichtig oder nicht? Wenn irgendwann die A26 fertig ist, werde der Verkehr auf der B73 spürbar abnehmen. Lärmschutz könne also kein Argument sein. Zudem gibt es nach ihrer Einschätzung ausreichend Möglichkeiten, die B73 zu überqueren. "Da sehe ich an der Bahntrasse mehr Handlungsbedarf." Zudem leide Buxtehude nach ihrer Einschätzung nicht explizit an mangelndem Baugrund. "Aus meiner Sicht eine teure Schnapsidee."

• Norbert Wagner "findet die Idee Quatsch". Er widerspricht der Einschätzung von Michael Lemke, dass das problemlos umzusetzen wäre. "Das angrenzende Gelände (Schießstand und Jahnstadion) liegt rund sieben Meter tiefer." Für den Deckel bliebe also nur die Breite der Straße - "viel zu klein für Gewerbe", sagt der Leser. Hinzu kommt nach seiner Einschätzung: Wenn der Deckel das Niveau der L127 (in Höhe der Zufahrt zur B73) bekäme, müsste zum Schießstand eine fünf Meter hohe Mauer errichtet werden. Ähnlich sehe es in der anderen Richtung beim Schlangenweg aus. Auch dort sei das Gelände abschüssig. "Bei einem Ortstermin bin ich gerne dabei", sagte Norbert Wagner.

• Andre Lübke, der berichtet, dass er wegen der Dauerbaustelle aus Dammhausen weggezogen ist, fordert, dass erst einmal die gesamte Verkehrsproblematik in Buxtehude gelöst werden soll. Marode Straßen sollen saniert werden, anstatt Schilder mit Tempobegrenzung aufzustellen. "Es gibt Wichtigeres", sagt er über die Deckel-Pläne. Für Fantasien sei jetzt nicht die Zeit.

• WOCHENBLATT-Leser Armin Keltsch macht es kurz und knapp: "Was reitet die Politiker?" In Immenbeck bekommen die Anwohner in Höhe von der Straße Lurup keine Lärmschutzwand und jetzt werde über einen Deckel diskutiert. "Wir sind in Immenbeck jeden Tag ex-tremem Lärm ausgesetzt."

• Auch Doris Lindner lehnt die Idee ab: "Es wird so viel gebaut in Buxtehude: Am Eichholz, in der Hauptstraße, Am Mühlenteich, das große Gebiet an der Giselbertstraße und vieles mehr. Ich halte das für eine Schnapsidee. Man muss nicht alles zu betonieren."

• Lob gibt es dagegen von Rainer Knuff: "Solche Ideen brauchen wir. Einfach und doch genial." Hier schreibt offenbar ein überzeugter Anhänger der Grünen und von Michael Lemke. Der hat seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt zwar noch nicht offiziell bekannt gegeben - doch Rainer Knuff greift schon mal vor: "Wir brauchen frischen Wind in der Buxtehuder Verwaltung und den würden wir mit einem Bürgermeister Michael Lemke bekommen."

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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