Handball Buxtehude
BSV feiert ersten Saisonsieg gegen Leipzig
- Maj Nielsen freut sich über den Sieg
- Foto: Felix Weißberg/DerSportfotograf
- hochgeladen von Nicola Dultz
Der erste Saisonsieg ist eingetütet – und die Erleichterung beim Buxtehuder SV entsprechend groß. Mit 26:23 (9:10) setzte sich der BSV am zweiten Spieltag der Alsco Handball Bundesliga Frauen gegen Aufsteiger HC Leipzig durch. Die 1.216 Zuschauer in der Halle Nord mussten allerdings lange um die ersten beiden Pluspunkte der Saison bangen. Erst in den letzten zehn Minuten drehten die Buxtehuderinnen die Partie.
Buxtehuder SV feiert frühen ersten Saisonsieg
In der vergangenen Saison hatte der BSV bis zum 16. Spieltag auf seinen ersten Sieg warten müssen. Damals gelang mit dem 35:31 gegen den VfL Oldenburg die Erlösung. In der Saison 2026/27 ging es deutlich schneller.
„Ls tut gut, dass uns das jetzt zu diesem frühen Zeitpunkt gelungen ist“, sagte Rechtsaußen Maj Nielsen nach der Partie. Mit zwei verwandelten Siebenmetern in der entscheidenden Schlussphase hatte sie selbst wichtigen Anteil am Erfolg.
Dabei sah zunächst alles nach einem souveränen Nachmittag für den BSV aus. Die Gastgeberinnen erwischten einen starken Start. Als Anika Hampel in der siebten Minute zum 5:1 traf, schien die Partie den gewünschten Verlauf zu nehmen.
Für einen besonderen Moment sorgte Paula Mews: Die A-Jugendmeisterin feierte ihr Bundesligadebüt und erzielte beim 6:2 gleich ihren ersten Treffer im deutschen Oberhaus.
BSV bleibt 20 Minuten ohne Feldtor
Leipzig wirkte zunächst unsicher, fand gegen die offensive Buxtehuder Deckung kaum Lösungen und leistete sich einige Ballverluste. Doch die Gäste stabilisierten sich – während beim BSV offensiv plötzlich kaum noch etwas zusammenlief.
Es folgte eine ungewöhnliche Durststrecke: Von der 12. bis zur 32. Minute gelang Buxtehude kein einziges Feldtor. Lediglich Anika Hampel war per Siebenmeter erfolgreich. Je länger diese Phase dauerte, desto größer wurde die Verunsicherung im Angriff.
Der HC Leipzig nutzte die Gelegenheit und ging beim 9:10 in der 26. Minute erstmals in Führung. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Halbzeitpause.
Dass der Rückstand nicht größer ausfiel, hatte der BSV vor allem seiner Defensive zu verdanken. Dort überzeugte unter anderem Johanna Andresen.
Paula Mews begeistert die Fans in der Halle Nord
Nach der Pause dauerte es nicht lange, bis der Bann gebrochen war. Ruslana Litvinov traf in ihrem ersten Bundesligaspiel für Buxtehude zum 10:11 und beendete damit die lange Serie ohne Feldtor. Die Erleichterung auf den Rängen war deutlich zu spüren.
Nur wenig später glich Paula Mews zum 11:11 aus. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, in der die junge Buxtehuderin erneut für Begeisterung sorgte. Beim 19:18 setzte Mews von Linksaußen einen sehenswerten Heber präzise an den Innenpfosten – und bekam dafür Sonderapplaus von den Fans.
Leipzig ließ sich allerdings nicht abschütteln. Vor allem Lara Tauchmann bereitete der Buxtehuder Defensive Probleme und gewann mehrfach ihre direkten Duelle.
Zehn Minuten vor dem Ende lag der BSV mit 20:22 zurück. Die Gastgeberinnen brauchten ein Comeback – und lieferten es.
Nikki van der Vorst leitet Buxtehuder Schlussspurt ein
Eine Schlüsselrolle spielte Torhüterin Nikki van der Vorst. Mit insgesamt 14 Paraden und einer Quote von 48 Prozent gehaltener Würfe wurde sie zum starken Rückhalt ihrer Mannschaft.
Buxtehude startete einen 4:0-Lauf und riss die Partie wieder an sich. Maj Nielsen verwandelte zwei wichtige Siebenmeter. Als Ruslana Litvinov zwei Minuten vor Schluss zum 25:23 traf, kannte der Jubel in der Halle Nord kaum noch Grenzen.
Leipzig fand in der entscheidenden Phase keinen Weg mehr an van der Vorst vorbei. Die BSV-Torhüterin ließ in den letzten zehn Minuten nur noch einen Gegentreffer zu. Mit der Schlusssirene machte Isa Ternede schließlich den 26:23-Heimsieg perfekt.
Jonas Schlender: „Am Ende zählen die zwei Punkte“
BSV-Trainer Jonas Schlender zeigte sich vor allem mit der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft zufrieden.
„Am Ende zählen die zwei Punkte. Wir haben sicher nicht unser bestes Spiel gemacht. Aber ich bin stolz auf die Mannschaft, wie sie sich kämpferisch reingehauen hat und wie sie das Spiel zum Ende noch mit den Fans im Rücken dreht“, sagte Schlender.
Mit der Abwehrleistung sei er zufrieden: „Da haben wir sehr gut als Team agiert.“ Im Angriff sieht der Trainer dagegen noch Entwicklungspotenzial. Die Mannschaft müsse den Mut entwickeln, mit allen Spielerinnen konsequenter in die Tiefe zu gehen. „Der erste Saisonsieg gibt da natürlich Selbstvertrauen.“
Auch bei der Besetzung im Tor sei die richtige Entscheidung getroffen worden: „Debbie hat die Entscheidungen bei den Torhüterinnen getroffen und hatte am Ende ein goldenes Händchen, Nikki hinten raus nochmal zu bringen.“
Van der Vorst genießt die Stimmung in Buxtehude
Für Nikki van der Vorst war der Nachmittag nicht nur aufgrund ihrer starken Leistung ein besonderes Erlebnis.
„Heute mal wahrzunehmen, wie groß die Halle hier eigentlich ist und die Stimmung, das war toll. Ich bin sehr glücklich, dass wir heute den Sieg geholt haben“, sagte die Torhüterin.
Trotz ihrer starken Auftritte möchte sie die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Natürlich würde sie solche Leistungen am liebsten in jedem Spiel zeigen. Gleichzeitig nehme sie sich selbst den Druck, wenn es einmal nicht so gut laufen sollte.
Mit der Abstimmung zwischen Torhüterinnen und Abwehr sei sie für diesen frühen Zeitpunkt bereits zufrieden: „Die Zusammenarbeit mit der Abwehr kann noch besser werden, da haben wir ein paar Situationen, aber insgesamt bin ich für die kurze Zeit schon sehr zufrieden und fühle mich wohl.“
BSV reist nach Neckarsulm
Nach den ersten beiden Pluspunkten wartet auf den Buxtehuder SV die nächste Aufgabe: In der kommenden Woche reist die Mannschaft zum Ligaduell gegen die Sport-Union Neckarsulm, auf die der BSV auch im Pokal treffen wird.
Das nächste Heimspiel steigt am Samstag, 19. September, 16 Uhr, in der Halle Nord. Dann empfängt der Buxtehuder SV die HSG Bensheim/Auerbach. Tickets für das Duell gibt es im Online-Ticketshop des BSV oder auf der Geschäftsstelle.
BSV-Aufstellung: Nikki van der Vorst, Oliwia Kaminska, Sophie Fasold – Maj Nielsen (5/4), Aida Mittag, Paula Mews (3), Anika Hampel (6/2), Enna Oberländer, Johanna Andresen (2), Nele Franz (1), Christin Kaufmann, Isa Ternede (2), Carina Senel (3), Lin Lück, Lucy Strauchmann, Ruslana Litvinov (4).
Wie endete das Bundesliga-Heimspiel des Buxtehuder SV gegen den HC Leipzig?
Der Buxtehuder SV gewann am zweiten Spieltag der Alsco Handball Bundesliga Frauen mit 26:23 gegen Aufsteiger HC Leipzig. Vor 1.216 Zuschauern in der Halle Nord drehte der BSV die Partie erst in den letzten zehn Minuten und feierte damit den ersten Saisonsieg der Spielzeit 2026/27.
Warum wurde der Sieg des Buxtehuder SV gegen Leipzig erst in der Schlussphase entschieden?
Der BSV blieb zwischen der 12. und 32. Minute ohne ein einziges Feldtor und geriet dadurch mit 9:10 in Rückstand. Zehn Minuten vor Schluss lag Buxtehude noch 20:22 zurück. Ein 4:0-Lauf, starke Paraden von Torhüterin Nikki van der Vorst und zwei verwandelte Siebenmeter von Maj Nielsen brachten schließlich die Wende.
Wer waren die besten Spielerinnen beim Heimsieg des Buxtehuder SV gegen den HC Leipzig?
Torhüterin Nikki van der Vorst war mit 14 Paraden und einer Fangquote von 48 Prozent der große Rückhalt des BSV. Anika Hampel war mit sechs Treffern erfolgreichste Werferin. Maj Nielsen erzielte fünf Tore, darunter vier verwandelte Siebenmeter, und Ruslana Litvinov steuerte vier Treffer bei. Nachwuchsspielerin Paula Mews überzeugte bei ihrem Bundesliga-Heimdebüt mit drei Toren.
Was sagte BSV-Trainer Jonas Schlender nach dem 26:23 gegen den HC Leipzig?
Jonas Schlender zeigte sich vor allem mit der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Er betonte, dass am Ende die zwei Punkte zählen, lobte die starke Defensivleistung und den Rückhalt der Fans in der Halle Nord. Im Angriff sieht der Trainer jedoch noch Entwicklungspotenzial und erwartet mehr Mut im Offensivspiel.
Wann und gegen wen spielt der Buxtehuder SV nach dem Sieg gegen den HC Leipzig?
Nach dem ersten Saisonsieg reist der Buxtehuder SV zunächst zum Bundesliga-Auswärtsspiel bei der Sport-Union Neckarsulm. Das nächste Heimspiel findet am Samstag, 19. September, um 16 Uhr in der Halle Nord gegen die HSG Bensheim/Auerbach statt.
Wie verlief das Bundesliga-Debüt von Paula Mews für den Buxtehuder SV?
Paula Mews feierte gegen den HC Leipzig ihr Bundesliga-Heimdebüt und erzielte drei Tore. Bereits in der Anfangsphase traf die A-Jugendmeisterin zu ihrem ersten Bundesliga-Tor. Besonders ihr Heber zum zwischenzeitlichen 19:18 sorgte für großen Jubel und Sonderapplaus der Zuschauer in der Halle Nord.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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