BSV in Geldnot

Michael Schmidt, geschäftsführender Gesellschafter der Handball-Marketing GmbH
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bc. Buxtehude. Mit Frauen-Handball der Spitzenklasse lässt sich in Buxtehude kein Geld verdienen. So könnte das Fazit eines Pressegesprächs lauten, zu dem der BSV eingeladen hatte. Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter, Peter Prior und Michael Schmidt, rechnen für die laufende Saison mit einem deutlichen Minus. Schon im vergangenen Geschäftsjahr 2011/2012 verbuchte die "Handball-Marketing Buxtehude GmbH" ein Defizit im sechsstelligen Bereich - auch dank der kostspieligen Teilnahme an der Champions League. Zu allem Überfluss ist der geplante Bau der Buxtehude-Arena ins Stocken geraten.

Die Bundesliga macht Pause, Zeit sich um die Finanzen zu kümmern: Der BSV wagt den Schritt an die Öffentlichkeit, um aufzuklären: "Entgegen der allgemeinen Meinung ist der BSV finanziell nicht auf Rosen gebettet", stellt Peter Prior klar. Der sportliche Erfolg spiegele sich in keinster Weise im wirtschaftlichen Bereich wider. Im Segment der größeren Sponsoren seien die Einnahmen sogar gesunken. "Wir brauchen aber mehr Unterstützung, um den sportlich erfolgreichen Weg weiterzugehen", so Prior.

Seit der Gründung der Handball-Marketing in 2003 sei in jedem Jahr ein Verlust erwirtschaftet worden. Glücklicherweise konnten die Gesellschafter die Verluste stets ausgleichen, so Prior. "Uns ist aber klar, dass das keine Dauerlösung ist. Wir müssen uns wirtschaftlich verbessern."

Vor allem die Kosten sind dem BSV weggelaufen. Die Beiträge für die Berufsgenossenschaft haben sich von 6.800 Euro in 2001 auf gut 69.000 Euro in 2012 gesteigert. Zudem seien die Personalkosten für den Kader aufgrund der wachsenden Professionalisierung gestiegen. Die Spielerinnen trainieren bis zu acht Mal wöchentlich. In der Zeit können sie nicht in ihren Jobs arbeiten. Die finanziellen Einbußen gleicht die Handball-Marketing mit entsprechenden Gehältern aus.

Auch die beiden Teilnahmen an der Champions League haben ein Loch in die Kasse der GmbH gerissen. Zusammengerechnet beträgt das Minus rund 75.000 Euro. Ein Verzicht auf die Königsklasse sei aber nie ein Thema gewesen: "Eine Absage wäre fatal für das Produkt Handball", sagt Michael Schmidt.

Trotzdem ist man beim BSV nicht enttäuscht, dass die sportliche Qualifikation für die Champions League in dieser Saison verpasst wurde. "Wir sind nicht böse", so Prior. Der Europa-Cup der Pokalsieger sei auch sportlich interessant und nicht so teuer, da der BSV seine Heimspiele wieder in der heimischen Halle Nord austragen darf.

Prior und BSV-Marketingleiter Thorsten Sundermann sind derzeit auf Akquise-Tour, um neue Sponsoren zu gewinnen. Ihre Argumente: sportliche Erfolge, wachsende Zuschauerzahlen sowohl in der Halle als auch im Internet-TV (bei Spitzenspielen mehr als 2.500 registrierte Computer). Prior: "Die Mannschaft ist ein sympathischer Werbeträger im Bereich des Frauensports."

Eine gute Nachricht hatte Prior in Sachen Sponsoring im Gepäck. Das Buxtehuder Modehaus Stackmann weitet sein finanzielles Engagement auf einen "hohen fünfstelligen Betrag" (O-Ton Prior) aus und rückt in den Kreis der Hauptsponsoren auf.

Michael Schmidt: "Der Name Buxtehude soll auch weiterhin im deutschen Frauenhandball nicht nur für den sportlichen Erfolg, sondern auch für eine solide Geschäftspolitik und Seriösität stehen."

Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

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