Handball Buxtehude
BSV verliert mit 23:27 Toren beim Thüringer HC
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Laura Kuske lässt den Buxtehuder SV verzweifeln: Im Auswärtsspiel beim ambitionierten Thüringer HC musste sich der BSV am Mittwochabend mit 23:27 (12:13) geschlagen geben. Entscheidend war ausgerechnet Torhüterin Laura Kuske, die viele Jahre das BSV-Trikot trug und nun beim THC brillierte. Mit 13 Paraden in der zweiten Halbzeit drehte sie die Partie nach einem offenen Spielverlauf zu Gunsten der Gastgeberinnen.
Trotz der Niederlage zeigte der Buxtehuder SV eine engagierte und über weite Strecken überzeugende Leistung – insbesondere Johanna Andresen, die auf der ungewohnten Kreisposition ihre bisher stärkste Partie im BSV-Dress absolvierte.
Frühe THC-Führung, BSV bleibt dran
Die Partie begann temporeich in der Salza-Halle. In den ersten fünf Minuten setzte Csenge Kuczora gleich drei Treffer für den Thüringer HC und stellte früh auf 3:1. Doch der BSV antwortete: Teresa von Prittwitz und Johanna Andresen glichen zum 3:3 aus. Die Gäste zeigten in der Anfangsphase viel Einsatz, obwohl es im Angriff noch an Präzision fehlte.
Phasenweise spielte sich der BSV sehenswerte Chancen heraus, doch der letzte Pass oder der saubere Abschluss fehlten – ein wiederkehrendes Problem an diesem Abend.
Achterbahnfahrt vor der Pause
Die erste Halbzeit war geprägt von einem wechselnden Spielverlauf. Nach einem zwischenzeitlichen 3:7-Rückstand (13. Minute) kämpften sich die Gäste zurück ins Spiel. Innerhalb weniger Minuten glichen sie zum 8:8 aus – eine starke Phase, die auch die mitgereisten BSV-Fans hoffen ließ.
Beim Stand von 10:9 ging der BSV sogar kurzzeitig in Führung – eine Überraschung gegen den European-League-Teilnehmer THC, der als klarer Favorit in die Partie gegangen war. Zur Pause lag das Team von Trainer Nicolaj Andersson nur knapp mit 12:13 zurück. Schon in dieser Phase zeigte Laura Kuske ihre Klasse, als sie drei freie Würfe kurz vor der Halbzeit entschärfte.
Ein starker Auftritt mit bitterem Wendepunkt
Besonders erfreulich aus Sicht des Buxtehuder SV: das Spielverständnis und der Kampfgeist. Eine Szene in der 38. Minute symbolisierte die Teamleistung: Aus einem abgebrochenen Angriff heraus spielte sich der BSV mit schnellen Pässen in gute Abschlussposition. Anika Hampel nutzte die sich bietende Lücke und traf zum 14:15.
Bis zur 40. Minute war die Partie beim Stand von 17:17 völlig offen. Doch dann begann die große Show der Laura Kuske. Innerhalb weniger Minuten nahm die Ex-Buxtehuderin dem BSV gleich mehrere Hochkaräter ab – darunter freie Würfe und Tempogegenstöße. Im Gegenzug trafen Kuczora und Co. konsequent.
THC zieht davon – BSV kämpft bis zum Schluss
In einer THC-Überzahlsituation nutzte Csenge Kuczora ihre Freiräume und traf dreimal in Serie – der BSV lag plötzlich mit 18:24 hinten. Neun torlose Minuten in dieser Phase taten dem BSV weh und machten einen möglichen Punktgewinn nahezu unmöglich. Trotz intensiver Bemühungen fand der Tabellenletzte der Handball Bundesliga Frauen kaum noch Mittel gegen die überragende Kuske.
In den Schlussminuten verkürzte der BSV zwar noch einmal auf drei Tore, doch der Rückstand war nicht mehr aufzuholen. Mit 23:27 verlor die Mannschaft aus Niedersachsen, konnte sich jedoch für einen mutigen Auftritt loben lassen.
Johanna Andresen stark am Kreis
Johanna Andresen, eigentlich Rückraumspielerin, überzeugte mit fünf Treffern am Kreis und präsentierte sich als torgefährlich und zweikampfstark. Die Abwehr agierte lange auf hohem Niveau – vor allem die kompakte Formation in der ersten Halbzeit ließ nur wenig zu.
Laura Kuske hingegen avancierte zur Spielerin des Spiels. Die 22-Jährige, die bis zum Sommer 2023 das Tor des BSV hütete, zeigte ausgerechnet gegen ihren Ex-Verein ihre bislang beste Saisonleistung – ein Abend, den man beim Thüringer HC sicherlich nicht so schnell vergessen wird.
Redakteur:Nicola Dultz aus Buxtehude |
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