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"Es fühlt sich einfach gut an": Wie es Familie Ringleben gelingt, im Alltag konsequent nachhaltig zu leben

Mit dem Klima-Preis der Stadt Buxtehude ausgezeichnet: Familie Ringleben-Fricke mit (v. li.) Thomas, Ronja, Lotta und Katrin (Foto: wd)
Wie es Familie Ringleben gelingt, im Alltag konsequent nachhaltig zu leben

Mobil mit dem Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln, Lebensmittel aus kontrolliertem Anbau und nachhaltiger Produktion, Bekleidung möglichst Second Hand und nur mit Gütesiegel - Familie Ringleben-Fricke aus Buxtehude ist ein hervorragendes Beispiel, wie man im Alltag Lebensqualität mit konsequentem Umweltschutz kombiniert. Im Frühjahr wurden Thomas und Katrin Ringleben sowie ihre Töchter Ronja (19) und Lotta (16) beim Wettbewerb "Meine Stadt, mein Klima" von der Hansestadt Buxtehude mit dem ersten Platz ausgezeichnet. "Wir legen unsere Priorität darauf, eine Lebensgrundlage für die zukünftigen Generationen zu schaffen", erklärt Umweltingenieur Thomas Ringleben die Motivation der Familie. Aus diesem Grund hat die Familie schon vor vielen Jahren ihr Auto abgeschafft. "Wir sind auch noch nie geflogen, sondern fahren mit der Bahn in den Urlaub", so Katrin Ringleben, die Ernährungswissenschaften studiert hat und im Weltladen arbeitet.
Bei der Anschaffung von Elektrogeräten wird streng auf den Energieverbrauch geachtet: Wäschetrockner und eine Gefriertruhe kommen daher nicht in Frage, der neue Geschirrspüler hat das Energielabel A++. Bei allen Neuanschaffungen prüft die Familie die Ware auf Qualität, Langlebigkeit und auf eine global sozial gerechte, nachhaltige und transparente Produktion. "Es ist ein langer Prozess, sich umzustellen und sich auch an die Preise zu gewöhnen", sagt Katrin Ringleben. Denn hohe Qualität und faire Produktion sind erst einmal kostenintensiv, auf der anderen Seite wird durch die Langlebigkeit der Produkte und durch einen reduzierten Energieverbrauch auch wieder Geld gespart. Apropos Geld: Auch bei der Wahl der Bank spielen bei den Ringlebens die Kriterien Ethik und Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.
Die Töchter Ronja (19) und Lotta (16) teilen das Engagement aus voller Überzeugung. Lotta hat sich gerade ein Lattenrost für ihr Second-Hand-Bett selbst gebaut. Die Ökomatratze ist beste Qualität, die Bettwäsche aus fairem Handel. "Ich hatte nie das Gefühl, verzichten zu müssen", sagt Ronja. Im Gegenteil, die Familie genießt das Leben und hat alles, was sie braucht. "Es fühlt sich gut an", so Katrin Ringleben.
Nur: Eine Familie allein kann den Klimawandel nicht aufhalten. "Das ist der Grund, warum wir an die Öffentlichkeit gehen und von unserem Privatleben erzählen", sagt Thomas Ringleben. "Wir wollen Mut machen und zeigen, dass Umweltschutz im Alltag möglich ist."
Übrigens: Familie Ringleben ist auch Initiator der Mahnwache für den Atomausstieg: Samstag, 15. September, 11. Uhr, am Has' und Igel-Brunnen,
www.atomausstieg-buxtehude.de


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