Bundespolizei leitet Strafverfahren ein
64-Jähriger ruft NS-Parole im Bahnhof Harburg
Mit dem Ausruf einer nationalsozialistischen Parole soll ein 64-jähriger Mann am Samstag, 11. Juli, im Bahnhof Hamburg-Harburg einen Bundespolizisten beleidigt beziehungsweise provoziert haben. Gegen den Tatverdächtigen wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand der Bundespolizeiinspektion Hamburg ereignete sich der Vorfall gegen 13.23 Uhr am Haupteingang des Bahnhofs. Der 64-Jährige soll einen 41-jährigen Bundespolizisten aus einer Entfernung von etwa fünf Metern lautstark mit den Worten angesprochen haben. Nach Angaben der Bundespolizei befanden sich zu diesem Zeitpunkt zahlreiche Reisende im Eingangsbereich, die den Vorfall beobachteten.
Dem Geschehen vorausgegangen war ein Fahrtausschluss für den polnischen Staatsangehörigen aus einem Metronom-Zug. Nach Angaben der Bundespolizei hatte das Zugbegleitpersonal den Mann wegen ordnungsstörenden Verhaltens von der Weiterfahrt ausgeschlossen. Anschließend begleiteten angeforderte Bundespolizisten ihn aus dem Bahnhof. Der Beamte, den der 64-Jährige später angesprochen haben soll, war an diesen Maßnahmen zuvor jedoch nicht beteiligt.
Bei der Überprüfung der Personalien stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Mann bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten war, insbesondere wegen Gewaltdelikten.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen erhielt der 64-Jährige einen Platzverweis für den Bahnhof Hamburg-Harburg und wurde anschließend entlassen.
Die weiteren Ermittlungen hat das Landeskriminalamt Hamburg (LKA 7) übernommen.
Redakteur:Stefanie Schimanski aus Buxtehude |
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