Rade: "Bei mir schrillten alle Alarmglocken"

Laut Polizei gibt es immer wieder Fremde vor der eigenen Haustür, die ungefragt Dienstleistungen aufdrängen
  • Laut Polizei gibt es immer wieder Fremde vor der eigenen Haustür, die ungefragt Dienstleistungen aufdrängen
  • hochgeladen von Alexandra Bisping


Achtung Haustürgeschäfte! Seniorin warnt vor neuer Betrugsmasche 

ab. Rade. Ein vermeintlicher Enkel, eine Schwangere, der schwindelig ist und die sich nur kurz im Haus ausruhen oder ein Glas Wasser haben möchte, dubiose Hilfswerke, die an der Haustür zu einem Vertragsabschluss drängen: Mit immer neuen Tricks versuchen Betrüger, ahnungslose Menschen zu hintergehen. Jetzt scheint es eine Masche zu geben, bei der an der Haustür von Fremden ein Termin für eine Dachreinigung oder -reparatur bestätigt wird. Petra B.* hat es erlebt und sich an das WOCHENBLATT gewandt. Für sie ging das Ganze glimpflich aus. "Ich möchte aber meine Mitmenschen warnen, vor allem ältere Bürger", sagt sie.

"Am Dienstagnachmittag bin ich von einem Ausflug zurückgekehrt, es muss zwischen halb drei und drei Uhr gewesen sein", erzählt Petra B. Schon da bemerkte sie einen weißbeigen Transporter, "ein älteres Modell", erinnert sich B. Ein Mann stieg aus und kam auf sie zu. "Do you speak English", fragte er. Petra B. bejahte es. "Wir wollen Ihr Dach machen", fuhr der Mann auf Englisch fort. Nein, danke, habe B. geantwortet. "Mein Mann macht das alles selbst."

Doch der Fremde ließ sich nicht beirren. "Wir kommen morgen früh um acht Uhr", antwortete er. "Ich bin dann sehr energisch geworden", sagt die 72-Jährige. Mit lauter Stimme habe sie "No!" gesagt, aber die Reaktion des Mannes blieb die Gleiche. Er werde morgen früh um acht Uhr da sein.

"Meine Alarmglocken schrillten. Ich habe zum Telefon gegriffen und ihm gesagt, dass ich jetzt die Polizei rufen werde. Daraufhin meinter er, das würde ihm nichts ausmachen." Während B. die Nummer wählte, stieg ein zweiter Mann aus dem Wagen. Er sei groß und sehr kräftig gewesen und habe erstaunlicherweise Deutsch gesprochen. "Ich will ja nur ...", habe er gesagt, doch Petra B. unterbrach ihn sofort mit einem lauten "Nein!"
Inzwischen sei auch der dritte aus dem Wagen gestiegen, aber hinter der Autotür stehen geblieben. "Leider konnte ich das Kennzeichen nicht erkennen, ich hatte meine Brille nicht auf", so B. Sie sei ein paar Schritte auf die Männer zugegangen. "Ich dachte mir, ich weiche nicht zurück, hatte aber auch gleichzeitig Bedenken, dass sie handgreiflich werden könnten."

Noch immer telefonierte B. mit der Polizei. Als die Männer merkten, dass die Frau standhaft blieb, stiegen sie ins Auto und fuhren davon.

Die Männer beschreibt Petra B. folgendermaßen: zwischen 25 und 30 Jahren alt und zwischen 1,75 und 1,80 Meter groß. Alle drei trugen Handwerkerkleidung und Mützen. "Gerade ältere Menschen sollten vor solchen Tricks gewarnt werden", sagt B. Sie habe erfahren, dass ähnliche Banden wohl in Hamburger Randgebieten unterwegs seien. "Sie wollen angeblich das Dach von Moos befreien. Ältere Menschen denken dann: Schön, dass es jemand macht", ist B. überzeugt. Bei den Arbeiten würden sie dann aber Schäden am Dach anrichten, deren nachträgliche Reparatur sie sich teuer bezahlen ließen.
Dieses Vorgehen gehöre zu einer "gängigen Masche", sagt Jan Krüger, Sprecher der Polizei im Landkreis Harburg. Es käme immer wieder vor, dass Handwerksarbeiten aufgedrängt werden. "Entweder werden die Opfer so sehr genötigt, dass sie sich gar nicht mehr trauen, dagegen anzugehen. Oder es wird ein verlockend günstiger Preis gemacht, der nach Abschluss der Arbeiten um ein Vielfaches höher ausfällt."

Krüger empfiehlt, sich niemals auf Haustürgeschäfte einzulassen. Dazu gehöre beispielsweise, Verträge nicht sofort zu unterschreiben, sondern auf Bedenkzeit zu bestehen. "Seriöse Firmen schicken ihre Angebote sowieso schriftlich zu", ergänzt Krüger. Wer sich bedrängt fühle, solle sich auf keinen Fall auf einen Handel einlassen, sondern die Polizei rufen.

*Name ist der Redaktion bekannt

Wirtschaft
Einweihung der Hochbeete am LeA-Neubau (v.li.): LeA-Vereinsvorsitzende Annette Dörner,
Mitarbeiterin Sonja Schwarz, Marco Hauschild, davor  Hannah Solle, Mitarbeiter der Zimmerei GS Innenausbau aus Ardestorf sowie einige Bewohner
2 Bilder

Pilotprojekt des Neu Wulmstorfer Gewerbevereins
Wirtschaft unterstützt LeA

sla. Neu Wulmstorf. Erstmals lud der Gewerbeverein Neu Wulmstorf zu einem "Aktionstag der Wirtschaft" in Kooperation mit der Einrichtung LeA e.V. ein. "Es handelt sich hierbei um ein Pilotprojekt für weitere Aktionstage in den Folgejahren", sagt Marco Hauschild, Vorstandsvorsitzender des Neu Wulmstorfer Gewerbevereins. Das Grundprinzip: Die teilnehmenden Unternehmen stellen für ein Projekt die Arbeitskraft ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung - und möglicherweise gibt es auch...

Panorama
Prof. Dr.-Ing. Ingo Hadrych

Prof. Dr.-Ing. Ingo Hadrych einstimmig gewählt
Neuer Präsident der Hochschule 21 in Buxtehude

nw/tk. Buxtehude. Prof. Dr.-Ing. Ingo Hadrych ist neuer Präsident der Hochschule 21 (HS21) in der Hansestadt Buxtehude. Die Gesellschafter haben ihn einstimmig bestellt. Nach einem mehrstufigen Findungsprozess fiel mit Ingo Hadrych die Wahl auf einen Bewerber aus der Hochschule. Der 54-Jährige lehrt unter anderem Kostenplanung und Kalkulation, Bauinformatik und Building Information Modeling in den Studiengängen Bauingenieurwesen, Architektur sowie Wirtschaftsingenieurwesen Bau und...

Panorama
Das Schlagloch am Nettelberg   Foto: Störtebecker

Kolumne: "Rundgang durch Winsen"
Winsen: Straßen saniert, aber die Radwege vergessen

Das Thema Müll ist bei den Bürgern allgegenwärtig. Diese Erfahrung mache ich immer wieder, wenn ich auf meinem "Rundgang durch Winsen" bin. So z.B. an der Ecke Europaring/Brüsseler Straße, wo sich vor der Corona-Pandemie jeden Tag ältere Herren zum Klönschnack getroffen haben, wie mir eine Anwohnerin erzählt. "Seitdem die Männer aber nicht mehr kommen, treffen sich hin und wieder andere Leute da und hinterlassen ihren Müll. Das ist schlimm", schimpft sie verständlicherweise. Ein...

Panorama

Aktuell 14 Corona-Fälle
22. September: Corona-Zahlen für den Landkreis Stade

nw/tk. Stade. Am Dienstag (22. September) gibt es im Landkreis Stade 14 positiv getestete COVOD-19-Fälle.  Zwei neue Corona-Infektionen sind von Montag auf Dienstag dazugekommen, wobei die Zahl der Infizierten aber um zwei Fälle gesunken ist.  286 Personen, die zu COVID-19-Erkrankten engen Kontakt hatten, befinden sich in Quarantäne . Das sind fünf mehr im Vergleich zu Montag.  Davon sind 21 Einreisende und Reiserückkehrer Die Gesamtzahl aller positiven Befunde im Landkreis Stade seit...

Wirtschaft
Für Pioneer beginnt jetzt die Planung
4 Bilder

Pläne für neue Gewerbegebiete
Pioneer kann Buxtehudes "Green Valley" werden

tk. Buxtehude. Wenn Buxtehude jeden Ansiedlungswunsch von Unternehmen berücksichtigt hätte, dann würde es heute keine freien Gewerbeflächen mehr in der Hansestadt geben. Noch sind ein paar Hektar frei und die Planungen für weitere Gebiete laufen an. Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt, Wirtschaftsförderin Kerstin Maack und der Erste Stadrat Michael Nyveld zogen Bilanz und gaben bei einem Pressegespräch einen Ausblick. "Wir haben gute Nachrichten in einer Zeit, in der Corona-bedingt viele...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen