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Einfach mit dem Freifunk-Netzwerk verbinden, schon kann man in Handeloh surfen
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Freies WLAN - nicht nur in Flüchtlingsunterkünften: „Freifunk“ kann von jedem genutzt werden

(as). Für viele Flüchtlinge sind ihre Smartphones die einzige Verbindung in ihre Heimat. Doch sie brauchen eine Internetverbindung. Mobile Datentarife sind häufig zu teuer, und in den Flüchtlingsheimen gibt es oft kein WLAN. Während Bundesländer wie Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zukünftig Einrichtungen für Flüchtlinge mit kostenlosem WLAN versorgen wollen, gibt es anderenorts große Bedenken. Das Problem: kostenlose WLAN-Zugänge für Flüchtlinge würden die Asylbewerber besser stellen als z.B. Hartz-IV-Empfänger. Ein weiteres Hindernis: In Deutschland gilt die sogenannte „Störerhaftung“, bei dem der Betreiber eines ungesicherten WLANs mitverantwortlich für die Handlungen von Benutzern des WLANs ist.
In Handeloh hat man nun einen Weg aus dieser Zwickmühle gefunden: Die Flüchtlingsunterkunft am Bahnhof sowie das Rathaus und die Kirche wurden mit Freifunk-Routern ausgestattet, die die Vorplätze der Gebäude mit einem kostenlosen Internetzugang abdecken. Darauf zugreifen kann jeder, der sich in Reichweite des Netzwerkes befindet - egal ob Flüchtling oder Handeloher. „Wir haben eine einfache, kostengünstige, wartungs- und verwaltungsfreie Lösung gesucht - und mit Freifunk gefunden“, berichtet Achim Tribelhorn, der die Router für die Handeloher Flüchtlingshilfe installiert hat.
Das Prinzip ist ganz einfach: Privatpersonen stellen über einen an ihren Internetzugang angeschlossenen Freifunk-WLAN-Router einen Teil ihrer Internet-Bandbreite als „Knoten“ für das Freifunk-Netzwerk zur Verfügung. Einfach einen Router kaufen, Freifunk-Software aufspielen, an den eigenen Internetzugang anschließen, fertig. Mit 26 bis 40 Euro pro Router sind die Kosten überschaubar. Je mehr Menschen sich beteiligen, desto besser wird das Netz. Freifunk will allen Menschen einen Zugang zu rechtssicherem, freiem und offenem WLAN ermöglichen.
Da Freifunk als Internetprovider auftrete, entfalle die Störerhaftung, heißt es auf der Homepage von Freifunk. Zudem werden die Benutzer des Freifunk-Zugangs durch einen verschlüsselten Tunnel (VPN) zum Freifunk Gateway und erst von dort aus ins Internet geleitet - unabhängig vom Internetzugang des Knoten-Betreibers. Die persönlichen Daten und das eigene Netzwerk bleiben so geschützt.
In Handeloh unterstützen sowohl die Kirche als auch die Gemeinde das Projekt, in dem sie ihren Internetzugang freigeben. Die Flüchtlingsunterkunft wird von einer Familie aus der Nachbarschaft „versorgt“, die ihren schnellen Internetzugang jetzt mit den Freifunk-Nutzern teilt. Der Betreiber des Freifunk-Routers kann dabei festlegen, wieviel seiner Bandbreite er mit dem Netzwerk teilen möchte.
„Auch Menschen, die ihren Internetzugang nicht verfügbar machen wollen, können einen Freifunk-Router aufstellen. Über ein sogenanntes Mesh-Netzwerk helfen sie dabei, freies WLAN zu verstärken und zu verbreiten“, weiß Marcus Arendt, der gemeinsam mit Achim Tribelhorn die Router aufgestellt hat. Deshalb hoffen die beiden, weitere Mitstreiter für Freifunk an möglichst vielen Standorten in Handeloh finden zu können. Die Befürchtung, dass der freie Internetzugang vorwiegend für illegale Downloads genutzt wird, wie vielfach als Argument gegen Freifunk angeführt wird, lassen die beiden nicht gelten. „Auf unseren Straßen sind auch vereinzelt Diebe unterwegs, deshalb sperrt man noch lange nicht alle Straßen“, so Tribelhorn.
„Freies WLAN und damit freier Zugang zum Internet für alle ist in unseren Augen eine wichtige Infrastrukturmaßnahme - nicht nur in Handeloh“, so Achim Tribelhorn.
Freifunk ist eine nicht-kommerzielle Initiative, die sich seit 2002 für die Verbreitung freier Funknetzwerke einsetzt. Durch die Diskussionen um freies WLAN für Flüchtlinge erfährt Freifunk nun einen Aufschwung. Bereits über 100 Flüchtlingsunterkünfte werden via Freifunk mit einem Internetzugang versorgt. • Weitere Informationen unter https://hamburg.freifunk.net oder per E-Email an fhh.internet@gmail.com.

Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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